
Lissabons Bürgermeister lehnt City-Maut ab und verspricht Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs
Carlos Moedas bezeichnete City-Maut für die portugiesische Hauptstadt als „absolut undenkbar“ und skizzierte stattdessen ein Paket mit kostenlosem Nahverkehr für Jugendliche und Senioren, Flottenerneuerung und neuen Park-and-Ride-Anlagen.
Bei der Präsentation einer Mobilitätsstudie des Automóvel Clube Português (ACP) am Mittwoch argumentierte Moedas, Lissabon sei nicht reich genug, um solche Gebühren zu erheben, die die Menschen mit mehr Steuern bestrafen würden.
Es wäre für mich absolut undenkbar, die Menschen mit noch mehr Steuern zu bestrafen.
Er skizzierte eine Reihe von angebotsseitigen Maßnahmen: kostenlosen öffentlichen Nahverkehr für junge und ältere Einwohner, Erneuerung der Carris-Busflotte, Ausbau von Radwegen und des Gira-Bike-Sharing-Systems sowie neue Park-and-Ride-Plätze, auf denen Navegante-Passinhaber kostenlos parken können. Eine neue Straßenbahnlinie 16 von Terreiro do Paço nach Loures ist ebenfalls geplant.
Die ACP-Studie hob lange Wartezeiten im öffentlichen Nahverkehr hervor; Moedas räumte die Notwendigkeit ein, die Taktfrequenz zu erhöhen, stellte jedoch fest, dass die Situation in Lissabon weniger schwerwiegend sei als in anderen europäischen Hauptstädten. ACP-Präsident Carlos Barbosa entgegnete, dass der öffentliche Nahverkehr in Portugal weiterhin keine verlässliche Alternative zum Auto sei.
Der öffentliche Nahverkehr in Portugal ist weiterhin keine glaubwürdige Alternative zum Auto.


