
Königin Letizia würdigt 90-jährigen Weg des spanischen Gehörlosenverbandes von der Unsichtbarkeit zum Vorbild für Rechte per Gebärdensprachen-Video
In einer Videobotschaft, die auf Spanischer Gebärdensprache begann und endete, würdigte Königin Letizia die 90-jährige Entwicklung der CNSE, der ältesten Behindertenorganisation des Landes, von der Unsichtbarkeit der 1930er Jahre zu einem rechtebasierten Modell.
Eine königliche Botschaft in Gebärdensprache
Königin Letizia würdigte am Samstag das 90-jährige Bestehen des Spanischen Gehörlosenverbandes (CNSE) mit einer Videoansprache, die sie auf Spanischer Gebärdensprache eröffnete und beendete. Die Botschaft wurde bei einem Treffen von rund 2.500 Menschen in Madrid unter dem Motto „Lo que somos cambia el mundo“ (Was wir sind, verändert die Welt) gezeigt.
Sie waren maßgeblich daran beteiligt, das Leben gehörloser Menschen zu würdigen.
Die Königin betonte, dass die Arbeit des Verbandes weiterhin unverzichtbar sei.
Ihre Arbeit bleibt unerlässlich, um eine Zukunft zu festigen, in der Vielfalt die Stärke unserer Gesellschaft ist.
Neun Jahrzehnte des Wandels
Die 1936 gegründete CNSE ist die älteste nationale Organisation im Behindertenbereich Spaniens. Ihr Weg, so die Königin, sei „sehr schwierig, voller Hindernisse, Herausforderungen und Ungerechtigkeiten“ gewesen. Im Laufe der Jahrzehnte führte der Verband einen Wandel von einem fürsorglichen, karitativen Ansatz hin zu einem menschenrechtsorientierten Modell herbei. In dem neuen Modell haben gehörlose Menschen selbst „die gesamte Protagonistenrolle“ bei Entscheidungen und der Gestaltung von Maßnahmen, die ihre Rechte garantieren.
Der Weg war sehr schwierig, niemand kennt ihn besser als Sie. Er war voller Hindernisse, Herausforderungen und Ungerechtigkeiten.
Der Wandel hat die soziale Isolation schrittweise verringert, die Inklusion und Anerkennung gestärkt und die persönliche Autonomie gefördert. Die Königin lobte die CNSE als „wegweisend“ und sagte, dass „dieser erste Schritt viele geleitet und ihnen genutzt hat.“
- Gründung der CNSE, Spaniens ältester Behindertenorganisation
- Jubiläumsfeier zum 90. Bestehen mit 2.500 Teilnehmern; Königin Letizia übermittelt Videobotschaft in Gebärdensprache
Der kulturelle Durchbruch von „Sorda“
Als Symbol des zeitgenössischen Fortschritts nannte die Königin den Film „Sorda“ (Gehörlos), der 2026 nationale und internationale Anerkennung erlangte. Mit einem gehörlosen Schauspieler in der Hauptrolle und dem Fokus auf die Erfahrung einer gehörlosen Mutter hat der Film die Realitäten der Hörbehinderung einem breiteren Publikum nahegebracht. Letizia nutzte das Beispiel, um zu veranschaulichen, wie weit die Gemeinschaft seit der „Unsichtbarkeit“ der 1930er Jahre gekommen ist.
Gebärdensprache, Lippenlesen und technische Hilfsmittel
Über die symbolische Geste hinaus unterstrich die Königin die konkreten Werkzeuge, die Autonomie ermöglichen: die Gebärdensprache selbst sowie Lippenlesen und moderne Hörtechnologien. Diese Instrumente, so sagte sie, hätten es gehörlosen Menschen ermöglicht, Selbstvertrauen zu gewinnen und mehr öffentlichen Raum einzunehmen. Frühere Beispiele königlicher Nutzung der Gebärdensprache wurden erwähnt – im vergangenen Sommer bei einem Empfang im Marivent-Palast hatten Letizia gemeinsam mit Prinzessin Leonor und Infantin Sofía eine kurze Gebärdensprachen-Botschaft für ASORNA, den Gehörlosenverband Mallorcas, aufgenommen.


