Unbefristeter Lehrerstreik in Valencia geht in die vierte Woche – Verhandlungen gescheitert, Gewerkschaften gespalten
Der unbefristete Streik im öffentlichen, nicht-universitären Bildungswesen Valencias geht nach einer gescheiterten neunten außerordentlichen Sitzung in die vierte Woche und vertieft den Riss zwischen der Regionalregierung und den drei streikenden Gewerkschaften.
Verhandlungen gescheitert
Der unbefristete Streik im öffentlichen, nicht-universitären Bildungswesen Valencias, der am 11. Mai begann, ist am Montag in seine vierte Woche eingetreten, nachdem eine neunte außerordentliche Verhandlungsrunde am Sonntagabend ohne Einigung endete. Die Sitzung, die nach 18:00 Uhr begann, wurde von allen fünf im Sektorausschuss vertretenen Gewerkschaften – STEPV, UGT, CCOO, CSIF und ANPE – besucht, scheiterte jedoch unter angespannter Atmosphäre sowohl innerhalb als auch außerhalb des Gebäudes der Conselleria de Educación.
Gegen 19:30 Uhr, nach einer Runde von Stellungnahmen zu verschiedenen Themenblöcken, setzte die Conselleria die Sitzung aus und forderte die Gewerkschaften auf, die Verhandlungen ab Montag in thematischen Tischen fortzusetzen. Die Debatte stockte beim Thema Gehälter, einem Punkt, zu dem bereits eine von ANPE und CSIF unterzeichnete Einigung besteht, die eine schrittweise Erhöhung um 200 Euro brutto monatlich bis 2028 vorsieht. Die anderen drei Gewerkschaften forderten die Wiederaufnahme der Gehaltsverhandlungen mit der Begründung, dies sei das Thema, das von den Lehrkräften in den am Wochenende durchgeführten Konsultationen am meisten abgelehnt worden sei.
Die Entscheidungen ihres Ministeriums werden nicht unter Druck oder Besetzung des Raumes getroffen.
Gewerkschaftsspaltung und Montags-Boykott
Eine tiefe Spaltung unter den Gewerkschaften ist zutage getreten. CSIF und ANPE akzeptierten den von der Conselleria vorgeschlagenen Verhandlungskalender für die Woche, während STEPV, UGT und CCOO sich weigerten, das Gebäude zu verlassen, bis ein „anständiges Basisdokument“ mit einem neuen Gehaltsvorschlag vorgelegt werde. Sechs Gewerkschaftsvertreter dieser drei Organisationen blieben bis nach Mitternacht in der Conselleria eingeschlossen und verließen sie schließlich gegen 00:15 Uhr, nachdem sie davor gewarnt worden waren, dass ihnen sehr schwerwiegende Disziplinarvergehen mit „strafrechtlichen Konsequenzen“ und möglicher Entfernung aus dem Dienst drohen könnten.
Am Montagmorgen konnte die erste Branchensitzung zur Bildungsinklusion, die um 09:00 Uhr in einem telematichen Format geplant war, mangels Beschlussfähigkeit nicht stattfinden, da STEPV, UGT und CCOO nicht zugeschaltet waren. Die Conselleria bestätigte, dass die Sitzung in eine Arbeitssitzung mit CSIF und ANPE umgewandelt wurde, die teilnahmen. CSIF hatte zuvor seine Präferenz für ein Online-Format mitgeteilt, nachdem es die Conselleria um 01:50 Uhr „eskortiert von der Nationalpolizei mit zwei Kleinbussen“ verlassen hatte.
Wir wissen nicht, was von nun an passieren wird.
Polizeivorfall und Proteste
Die Proteste am Sonntag vor der Conselleria zogen eine große Ansammlung von Lehrkräften in grünen T-Shirts an, mit Moixeranga-Aufführungen und „Bella Ciao“ im Hintergrund. Die Demonstranten skandierten Slogans, die den Rücktritt von Bildungsrätin Carmen Ortí forderten. Während des Protests kursierte in den sozialen Medien ein Video, das einen Beamten der Nationalpolizei zeigt, der eine Lehrerin gewaltsam von hinten stößt, sodass sie zu Boden fällt. Der Vorfall wurde von den anwesenden Gewerkschaften und Lehrkräften öffentlich als „brutale Aggression“ angeprangert.
Pilar Bernabé, die Regierungsdelegierte in der Valencianischen Gemeinschaft, bezeichnete die Bilder als „inakzeptabel“ und kündigte eine gründliche Untersuchung zur Klärung der Verantwortlichkeiten an, wobei sie betonte, dass der Schutz des Rechts auf sichere Demonstrationen oberste Priorität habe.
Das Bild, das man gesehen hat, ist inakzeptabel. Wir werden gründlich untersuchen, was passiert ist, um die Verantwortlichkeiten zu ermitteln. Der Schutz des Rechts auf sichere Demonstrationen steht über allen Umständen.
Eskalation der Mobilisierung
Mit dem Eintritt des Streiks in die vierte Woche haben die Lehrkräfte neue Protestformen ergriffen. Am Montagmorgen verursachte eine langsame Autokundgebung erhebliche Verkehrsbehinderungen am südlichen Eingang von Valencia, die zu langen Staus ab dem frühen Morgen führten. Dies stellt eine Eskalation über den Streik und die traditionellen Demonstrationen hinaus dar, die die ersten drei Wochen des Konflikts geprägt haben.
- Unbefristeter Streik im öffentlichen, nicht-universitären Bildungswesen beginnt
- Neunte außerordentliche Verhandlungsrunde beginnt in der Conselleria de Educación
- Conselleria setzt Sitzung aus und fordert Gewerkschaften ab Montag zu thematischen Tischen auf
- Sechs Gewerkschafter von STEPV, UGT und CCOO verlassen Conselleria nach Sit-in
- Erste Branchensitzung zur Inklusion scheitert mangels Beschlussfähigkeit; drei Gewerkschaften boykottieren
Was auf dem Spiel steht
Der Kern des Konflikts dreht sich um Gehaltsverbesserungen und Arbeitsbedingungen für öffentliche, nicht-universitäre Lehrkräfte. Die von CSIF und ANPE unterzeichnete Einigung bietet eine Erhöhung von 200 Euro brutto monatlich, die schrittweise bis 2028 eingeführt wird. Die drei streikenden Gewerkschaften – STEPV, UGT und CCOO – halten dies für unzureichend und fordern die Wiederaufnahme der Gehaltsverhandlungen sowie ein umfassendes Basisdokument, das breitere Forderungen des Sektors abdeckt. Die Conselleria hält an ihrem Gehaltsangebot als einem „sehr guten Abkommen“ fest und besteht darauf, nicht unter Druck zu verhandeln, was den Konflikt in einer Sackgasse belässt, während die vierte Streikwoche beginnt.


