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Regierung·vor 1 Std.

Lehrerstreik in Valencia geht in die vierte Woche: Gespräche gescheitert, Gewerkschaften besetzen Ministerium, Polizei geht gegen Demonstranten vor

Die Verhandlungen zur Beendigung des unbefristeten Streiks der Lehrer an öffentlichen Schulen in Valencia sind am Sonntag gescheitert. Daraufhin begannen drei Gewerkschaften eine Sitzblockade im Bildungsministerium, während die Polizei vor dem Gebäude mit Demonstranten zusammenstieß.

Verhandlungen gescheitert

Eine neunte außerordentliche Sitzung zwischen dem valencianischen Bildungsministerium und den Lehrergewerkschaften endete am Sonntagabend ohne Einigung, wodurch der unbefristete Streik im öffentlichen nicht-universitären Bildungsbereich in seine vierte Woche geht. Das um 18:18 Uhr begonnene Treffen wurde von Bildungsrätin Carmen Ortí gegen 19:30 Uhr nach etwas mehr als einer Stunde für beendet erklärt. Das Ministerium legte einen Kalender mit thematischen Sitzungen von Montag bis Mittwoch vor, um Themen wie Inklusion, Personalausstattung, Klassengrößen, die valencianische Sprache, Infrastruktur und Berufsbildung zu behandeln.

Der Gehaltskonflikt

Die Gespräche scheiterten hauptsächlich an der Gehaltsfrage. Das Ministerium betrachtet die Angelegenheit nach der Unterzeichnung einer Vereinbarung mit den Gewerkschaften CSIF und ANPE als abgeschlossen, die eine schrittweise Erhöhung um 200 Euro brutto monatlich bis Januar 2028 vorsieht. Die drei streikenden Gewerkschaften – STEPV, CCOO und UGT – forderten jedoch die Wiederaufnahme der Gehaltsverhandlungen. Sie beriefen sich auf eine Konsultation am Wochenende, bei der 91 % der 30.014 teilnehmenden Lehrer das bestehende Angebot abgelehnt hatten.

Wir werden nicht einseitig eine Vereinbarung brechen, die wir bereits mit einem Teil der Gewerkschaftsorganisationen geschlossen haben.

Gewerkschaften besetzen Ministerium

Da sie sich weigerten, das Ende der Sitzung zu akzeptieren, blieben Vertreter von STEPV, CCOO und UGT im Ministeriumsgebäude. Sie erklärten, sie würden es nicht verlassen, bis sich das Ministerium zu einem „anständigen Basisdokument“ verpflichte und die Gehaltsverhandlungen wieder aufnehme. Die Gewerkschaften argumentierten, dass ein Basisdokument notwendig sei, um den Konflikt zu lösen, und dass darauf aufbauende Entwicklungen folgen müssten.

Was das Ministerium vorgelegt hat, sind nur lose Enden.

Proteste und Polizeieinsatz

Vor dem Hauptsitz des Ministeriums an der Avenida de Campanar versammelten sich Hunderte von Lehrern zu einer Protestkundgebung, die stundenlang friedlich verlaufen war. Die Demonstranten bildeten eine Menschenkette um das Gebäude, setzten sich auf die Straße und skandierten Parolen, die den Rücktritt der Bildungsrätin forderten. Nach dem Ende der Sitzung griff die Nationalpolizei einige Demonstranten an, die versuchten, die Avenida Pío XII, eine wichtige Durchgangsstraße, zu blockieren. Ein Video, das einen Polizisten zeigt, der eine Lehrerin von hinten gewaltsam zu Boden stößt, verbreitete sich schnell in den sozialen Medien und löste weite Empörung aus. Die Gewerkschaften kündigten an, Anzeige wegen der Polizeiübergriffe zu erstatten.

Som gent de pau, i no ens faran callar.

Protesters

Streik in kritischer Woche

Der am 11. Mai begonnene Streik geht in eine Woche, die mit dem Beginn der Hochschulzugangsprüfungen (PAU) in der Valencianischen Gemeinschaft am Dienstag zusammenfällt. Die Regierung hat für die Prüfungen und deren Korrektur eine Mindestversorgung von 100 % festgelegt. Das Ministerium betont, dass Fortschritte beim Bürokratieabbau und anderen Bildungsfragen erzielt worden seien, der grundlegende Gehaltskonflikt jedoch ungelöst bleibt.

Valencia

8 Quellen

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