
Marine Le Pen und Jordan Bardella verurteilen russische Einschüchterung und Vermögensbeschlagnahmen in gemeinsamer Erklärung
Die Rassemblement-National-Führer Marine Le Pen und Jordan Bardella gaben am Samstag nach einer Sicherheitsbesprechung im Élysée-Palast eine gemeinsame Erklärung ab, in der sie warnten, dass Moskau die französische Politik nicht durch Drohungen oder Destabilisierung diktieren könne.
Ablehnung ausländischer Einmischung
Am Samstag, dem 19. September 2026, gaben die französischen Rassemblement-National-Führer Marine Le Pen und Jordan Bardella eine gemeinsame Erklärung ab, in der sie feindselige Operationen der Russischen Föderation verurteilten. Die Erklärung stellte fest, dass Moskau nicht hoffen könne, die französische Staatspolitik direkt oder indirekt durch Einschüchterung, psychologischen Druck, Drohungen oder politische Destabilisierung zu diktieren. Le Pen, derzeit die Umfrageführerin für die französische Präsidentschaft, und Bardella, der als Parteivorsitzender fungiert, lehnten jegliche externen Versuche, die französischen außenpolitischen Verpflichtungen zu lenken, entschieden ab. Sie betonten, dass keine geheimen Aktionen oder Provokationen Paris dazu bringen könnten, Moskau bei der Erreichung seiner militärischen Ziele in der Ukraine zu helfen.
Keine Provokation, keine geheime Operation und keine Destabilisierungsaktion könnte Frankreich dazu bringen, Russland bei der Erreichung seiner Kriegsziele in der Ukraine zu unterstützen.
Ablehnung von Unternehmensvermögensbeschlagnahmen
Die Parteiführung verurteilte auch Moskaus Eingreifen gegen westliche Handelsunternehmen, die in Russland tätig sind. Der gemeinsame Text bezog sich speziell auf Entscheidungen russischer Behörden, die Verwaltungskontrolle über Vermögenswerte europäischer Konzerne zu übernehmen, und nannte dabei den Einzelhändler Auchan und den Schweizer Lebensmittelkonzern Nestlé. Le Pen und Bardella bezeichneten diese Beschlagnahmen als feindselige Handlungen, die direkt die rechtlichen Rechte und wirtschaftlichen Interessen europäischer Unternehmen verletzen. Sie betonten, dass Handelsunternehmen nicht der willkürlichen staatlichen Enteignung durch ausländische Regierungen ausgesetzt werden sollten, die versuchen, Druck auf Europa auszuüben.
- Der Vizepräsident des Rassemblement National, Louis Aliot, zieht Kritik auf sich, weil er vorschlägt, die Hilfe für Kiew zu kürzen.
- Emmanuel Macron ordnet einen Infrastrukturschutzplan an und unterrichtet die Parteiführer im Élysée.
- Marine Le Pen und Jordan Bardella veröffentlichen eine gemeinsame Erklärung, in der sie russische Einschüchterung ablehnen.
Sicherheitsbesprechungen und Infrastrukturverteidigung
Die Erklärung wurde einen Tag nach einer überparteilichen Sicherheitsbesprechung veröffentlicht, die am Freitag, dem 18. September 2026, im Élysée-Palast stattfand. Bardella nahm an der Besprechung teil, die von Präsident Emmanuel Macron einberufen wurde, um die Führer der französischen politischen Kräfte über sich verschärfende geopolitische Krisen und ein sich verschlechterndes Sicherheitsumfeld zu informieren. Im Anschluss an diese Besprechung kündigte Macron an, er habe die französische Regierung angewiesen, einen nationalen Schutzplan zu entwerfen, der sich auf den Schutz kritischer Infrastruktur vor russischen hybriden Bedrohungen konzentriert. Le Pen und Bardella stellten die sich verschlechternde Sicherheitsbewertung fest und sprachen sich für die erforderlichen Maßnahmen zur Stärkung der strategischen Infrastruktur Frankreichs aus.
Demokratische Debatte und Auslandshilfe für Kiew
Die Erklärung legt die offizielle Haltung der Partei zur französischen Hilfe für die Ukraine angesichts der innenpolitischen Prüfung fest. Le Pen wurde von politischen Gegnern wegen früherer Positionen, die als nachgiebig gegenüber dem russischen Präsidenten Wladimir Putin angesehen wurden, anhaltend kritisiert. Darüber hinaus zog der Vizepräsident des Rassemblement National, Louis Aliot, Anfang September heftige Kritik auf sich, nachdem er erklärt hatte, die Hilfslieferungen an Kiew einstellen zu wollen. In ihrer gemeinsamen Erklärung unterschieden Le Pen und Bardella zwischen legitimer innenpolitischer Debatte und unerträglichem ausländischem Druck.
Die demokratische Debatte muss in der Lage sein, das Niveau der finanziellen Unterstützung für die Ukraine und die Bedingungen dieser Unterstützung zu thematisieren.
Die Führer bekräftigten, dass das französische Parlament und die Wählerschaft die Freiheit behalten müssen, den Umfang und die Bedingungen finanzieller Verpflichtungen im Ausland festzulegen. Während sie darauf bestanden, dass die Infragestellung von Finanzierungsniveaus ein normaler Bestandteil demokratischer Regierungsführung sei, betonten sie, dass externe Einschüchterung durch ausländische Gegner keinen Platz bei der Gestaltung nationaler Entscheidungen habe.


