Landtagswahlen beginnen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern – Umfragen deuten auf AfD-Gewinne hin
Wähler in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern gingen am Sonntag zur Wahl ihrer Landesparlamente, die Wahllokale bleiben bis 18:00 Uhr geöffnet.
In Berlin, wo derzeit eine Koalition aus CDU und SPD regiert, wählen die Bürger das Abgeordnetenhaus und zwölf Bezirksverordnetenversammlungen. Erstmals sind bei einer Berliner Landtagswahl 16- und 17-Jährige wahlberechtigt. Eine ZDF-Politbarometer-Umfrage vom Freitag sah die Linke mit 22 % auf Platz eins, gefolgt von der CDU mit 20 %, der AfD mit 18 %, den Grünen mit 15 % und der SPD mit 12 %. Ein Ergebnis von 18 % würde das AfD-Ergebnis der Berliner Landtagswahl 2023 verdoppeln, nachdem die Partei am 6. September in Sachsen-Anhalt mit 43,8 % der Stimmen gewonnen hatte.
- Die Linke
- 22 %
- CDU
- 20 %
- AfD
- 18 %
- Grüne
- 15 %
- SPD
- 12 %
In Mecklenburg-Vorpommern, das derzeit von einer SPD-Linken-Koalition geführt wird, zeigen Umfragen die AfD mit mehreren Prozentpunkten Vorsprung vor der SPD, während auch Linke, CDU und Grüne voraussichtlich in den Schweriner Landtag einziehen. Die Wahl folgt auf eine Vertrauenskrise für Bundeskanzler Friedrich Merz, dessen CDU sich der Frage stellen muss, ob enttäuschende Ergebnisse die Rufe nach einem Führungswechsel in der Bundesregierung verstärken. Die Wahllokale schließen um 18:00 Uhr, dann werden erste Hochrechnungen veröffentlicht, die vorläufigen endgültigen Ergebnisse werden im Laufe der Nacht erwartet.


