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Fußball·vor 2 Std.

Tunesien entlässt Trainer Lamouchi nach 1:5-WM-Debakel gegen Schweden

Tunesien hat am Montag seinen Cheftrainer Sabri Lamouchi entlassen, nachdem das Team sein erstes Spiel bei der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 in Mexiko mit 1:5 gegen Schweden verloren hatte. Mondher Kebaier wurde zum Interimstrainer ernannt; am Samstag steht bereits das wichtige Duell gegen Japan an.

Die Klatsche

Schweden gewann am Montag das Gruppenspiel der Gruppe F im Estadio BBVA in Guadalupe, das zum Großraum Monterrey gehört, mit 5:1. Yasin Ayari traf doppelt (7., 90.+6.), weitere Tore erzielten Alexander Isak (30.), Viktor Gyökeres (59.) und Mattias Svanberg. Der einzige Treffer für Tunesien gelang dem ehemaligen Hertha-Berlin-Verteidiger Omar Rekik in der 43. Minute, doch am Ergebnis gab es zu keinem Zeitpunkt Zweifel.

Das ist eine schmerzhafte Niederlage. Sie tut weh. Mit einer solch herben Niederlage in den Wettbewerb zu starten, ist schwierig.

Sofortige Entlassung

Wenige Stunden nach dem Schlusspfiff gab der tunesische Fußballverband die Trennung von Lamouchi auf Instagram bekannt. „Es wurde offiziell eine Einigung erzielt, Trainer Sabri Lamouchi zu entlassen“, hieß es in der Erklärung. „Es sind Pläne im Gange, Mondher Kebaier interimistisch als Nationaltrainer einzusetzen.“

Wir haben zu viele Fehler gemacht. Wir haben uns selbst ins Knie geschossen.

Kurze und schwierige Amtszeit

Der 54-jährige Franzose war erst seit fünf Monaten im Amt, nachdem er im Januar 2026 verpflichtet worden war. In seinen fünf Spielen vor der Weltmeisterschaft gelang nur ein einziger Sieg gegen den Außenseiter Haiti (1:0), während eine 5:0-Niederlage gegen Belgien in einem Testspiel vor dem Turnier in Brüssel ihn bereits unter massiven Druck gesetzt hatte. Lokale Medien berichteten von einer Mannschaft, in der erfahrene Spieler und Neulinge nur schwer zueinanderfanden, und Lamouchis Vorgänger hatte einen notwendigen Umbruch wiederholt aufgeschoben. Tunesien schied beim Afrika-Cup im vergangenen Winter im Achtelfinale gegen Mali aus.

Ausblick auf Gruppe F

Tunesien muss sich schnell neu formieren. Am Samstag treffen sie am selben Spielort in Guadalupe auf Japan, bevor die Gruppenphase gegen die Niederlande in Kansas City, Vereinigte Staaten, abgeschlossen wird. Das Team liegt am Tabellenende einer schwierigen Gruppe, zu der auch Schweden gehört, und der Trainerwechsel sorgt für zusätzliche Unsicherheit in einer ohnehin schon belasteten Kampagne.

Lamouchis Turniervergangenheit

Die Entlassung weckt Erinnerungen an Lamouchis frühere WM-Erfahrung, als er 2014 die Elfenbeinküste betreute. Einem Auftaktsieg gegen Japan folgte eine Niederlage in der Nachspielzeit gegen Griechenland, die das Aus für die Ivorer in der Gruppenphase bedeutete. Später, bei Nottingham Forest, verpasste er 2020 den Aufstieg in die Premier League nur knapp, bevor die Covid-19-Pandemie diese Saison beendete. Der schnellste Trainer-Abgang bei einer Weltmeisterschaft bleibt die Entlassung von Julen Lopetegui durch Spanien zwei Tage vor dem ersten Spiel im Jahr 2018.

Guadalupe

3 Quellen

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