
Diebe stehlen 20 Schmuckstücke im Wert von fast 4 Millionen Euro aus dem Musée Lalique in Frankreich
In den frühen Morgenstunden des Sonntags drangen Diebe in das Musée Lalique in Ostfrankreich ein, zerschlugen Vitrinen und entwendeten rund 20 Schmuckstücke im Wert von fast 4 Millionen Euro. Das Museum, das nach dem Louvre-Raub 2025 bereits unter erhöhter Überwachung stand, wurde vorübergehend geschlossen, während die Ermittler das Videomaterial auswerten.
In den frühen Morgenstunden des Sonntags, 5. Juli, drangen Diebe in das Musée Lalique in Wingen-sur-Moder in Ostfrankreich ein und stahlen rund 20 Schmuckstücke. Der Wert der gestohlenen Gegenstände wird auf mehrere Millionen Euro geschätzt, wobei eine der Untersuchung nahestehende Quelle der AFP mitteilte, dass die Summe wahrscheinlich nahe an vier Millionen Euro liegt. Das Museum, das dem Jugendstil- und Art-déco-Glasmacher und Juwelier René Lalique gewidmet ist, wurde vorübergehend geschlossen.
Der Einbruch
Der Einbruch ereignete sich gegen 5:30 Uhr Ortszeit. Ein oder mehrere Täter versuchten zunächst, Fenster einzuschlagen, scheiterten jedoch und gelangten dann durch einen Notausgang ins Gebäude, wie französische Medien berichten. Im Inneren begaben sie sich direkt in den Schmuckraum und zerschlugen mindestens sechs Vitrinen. Die gesamte Aktion verlief schnell, und die Diebe flohen, bevor die Polizei eintraf.
Alarm und Reaktion
Das Alarmsystem des Museums löste zum Zeitpunkt des Einbruchs aus. Die vom Museum beauftragte Sicherheitsfirma schickte jedoch erst gegen 7:00 Uhr einen Mitarbeiter. In der Zwischenzeit entdeckte eine Reinigungskraft, die zur Frühschicht erschien, den Einbruch und alarmierte die Gendarmerie. Die Polizei traf ein und fand die zertrümmerten Vitrinen vor, die Verdächtigen waren jedoch geflohen.
Wir wollen, dass Licht in den zeitlichen Ablauf dieser Ereignisse gebracht wird.
Bürgermeister Christian Dorschner, der auch Vizepräsident des Museums ist, erklärte, der Schaden könne „erheblich" sein und es könnten „einzigartige Objekte" entwendet worden sein.
- Diebe betreten Museum über Notausgang; Alarm löst aus.
- Reinigungskraft trifft ein, entdeckt Einbruch, alarmiert Gendarmerie.
- Sicherheitsfirma entsendet Mitarbeiter zum Museum.
- Gendarmerie trifft ein, findet sechs zertrümmerte Vitrinen und Diebe geflohen.
Museum unter Beobachtung
Das Musée Lalique war nach dem spektakulären Raub im Louvre in Paris im Oktober 2025, bei dem Diebe in weniger als acht Minuten Schmuck im Wert von 102 Millionen Dollar stahlen, als „sensible Einrichtung" eingestuft und unter erhöhte Überwachung gestellt worden. Dennoch erwiesen sich die Schutzmaßnahmen als unzureichend.
Es gab ein Schutzsystem, aber es war nicht genug.
Ermittlungen und Schließung
Die Kriminalpolizei der Gendarmerie des Départements Bas-Rhin wertet nun die Überwachungskameraaufnahmen aus, um die Täter zu identifizieren. Das Museum selbst hat die genaue Anzahl der gestohlenen Gegenstände oder deren Wert nicht bekannt gegeben, aber bestätigt, dass alle Verluste erfasst und Beschreibungen an die zuständigen Stellen weitergeleitet wurden. Die Einrichtung gab in den sozialen Medien bekannt, dass sie für mehrere Tage geschlossen bleibt, um sich auf eine „ruhige und sichere Wiedereröffnung" vorzubereiten. Das 2011 in der Nähe der seit 1921 betriebenen Lalique-Fabrik eröffnete Museum erstreckt sich über 900 m² und zeigt die Glaskreationen von René Lalique.

