
Patrizia Reggiani nach Erkrankung im Riccione-Urlaub auf Intensivstation eingeliefert
Patrizia Reggiani, die 77-jährige Ex-Frau von Maurizio Gucci, die wegen der Anordnung seines Mordes 1995 verurteilt wurde, wurde nach einer Erkrankung in einem Hotel in Riccione auf die Intensivstation des Krankenhauses Infermi in Rimini eingeliefert.
Plötzliche Erkrankung auf der Hotelterrasse
Patrizia Reggiani, 77, hielt sich in einem Vier-Sterne-Hotel in Riccione an der Riviera Romagnola auf, nachdem sie Ende Juli 2026 mit ihrer persönlichen Assistentin für ein paar Wochen Urlaub angereist war. Sie hatte die Suite des Hotels für eine Ruhepause bezogen. Am späten Vormittag des Montags, 3. August, erlitt sie auf der Terrasse ihrer Suite eine plötzliche Erkrankung. Ihre Assistentin alarmierte sofort das Hotelpersonal, das umgehend den italienischen Notruf 118 wählte. Angesichts der Schwere ihres Zustands veranlassten die Rettungskräfte vor Ort ihren sofortigen Transport ins Krankenhaus. Nach einer Erstversorgung vor Ort wurde Reggiani eilig ins Krankenhaus „Infermi“ in Rimini gebracht, wo sie auf die Intensivstation eingeliefert wurde. Die genauen Ursachen der Erkrankung werden noch medizinisch untersucht, und weitere Untersuchungen sollen klären, was zu der Einlieferung geführt hat.
Gesundheitszustand und mögliche Ursachen
Stand 8. August bleibt Reggianis Prognose zurückhaltend. Laut Il Resto del Carlino besteht jedoch vorsichtiger Optimismus: In den letzten Stunden habe sich ihr klinisches Bild allmählich und stetig verbessert, auch wenn sie weiterhin unter strenger ärztlicher Überwachung steht. Zu den Hypothesen für die Erkrankung, die alle noch nicht bestätigt sind, gehört eine längere Hitzeeinwirkung und Sonnenbestrahlung während der Mittagsstunden. Reggiani soll sich zum Zeitpunkt der Erkrankung auf der Terrasse ihrer Suite sonnend. Die medizinischen Untersuchungen laufen, um die genaue Ursache des Unwohlseins zu ermitteln, das zu ihrer Einlieferung auf die Intensivstation in Rimini führte.
Der Gucci-Mordfall
Reggiani wurde 1948 in Vignola in der Provinz Modena geboren und heiratete 1972 Maurizio Gucci, den Erben des berühmten Modehauses. Das Paar hatte zwei Töchter, Alessandra und Allegra. Nach der Trennung und Scheidung wurde Gucci am 27. März 1995 vor seinem Büro in der Via Palestro in Mailand durch Schüsse getötet. Der Auftragsmörder war Benedetto Ceraulo, ein Pizzabäcker. Reggiani wurde 1997 nach Ermittlungen der Criminalpol verhaftet und beschuldigt, den Mord in Auftrag gegeben zu haben. Sie bestritt während der gesamten Ermittlungen und des anschließenden Prozesses jede Beteiligung und beteuerte ihre Unschuld, wurde aber rechtskräftig zu 26 Jahren Haft verurteilt. Sie verbüßte etwa 17 Jahre im Gefängnis San Vittore in Mailand und wurde 2016 wegen guter Führung entlassen.
- Heiratete Maurizio Gucci, Erben des Modehauses
- Maurizio Gucci in der Via Palestro in Mailand erschossen
- Reggiani verhaftet und beschuldigt, den Mord in Auftrag gegeben zu haben
- Aus dem Gefängnis San Vittore nach 17 Jahren wegen guter Führung entlassen
- In Riccione für einen zweiwöchigen Urlaub angekommen
- Auf der Hotelterrasse erkrankt, auf die Intensivstation in Rimini eingeliefert
Leben nach der Haft
Reggiani, die den Spitznamen „Vedova Nera“ (Schwarze Witwe) oder „Lady Gucci“ trägt, lebt heute in einer Villa im Mailänder Stadtteil Guastalla in der Nähe des Doms, zusammen mit ihrem Hund und Papagei. Ihr Leben nach der Haft wird als von Luxus umgeben beschrieben. Laut Fanpage erbte sie kürzlich 20 Millionen Euro von ihrer 90-jährigen Mutter Silvana Barbieri. Sie besitzt zudem einen Immobilienkomplex im Wert von mindestens 14 Millionen Euro hinter dem Mailänder Hauptbahnhof. Von ihrer Mutter hatte sie bereits ein gotisches Schloss im Zentrum Mailands im Wert von 10 Millionen Euro, ein 10.000 Quadratmeter großes Lagerhaus in der Via Mecenate und Hunderte von Wohnungen erhalten.
- Erbe von der Mutter
- 20 Mio. €
- Immobilienkomplex (Hauptbahnhof)
- 14 Mio. €
- Gotisches Schloss (Zentrum Mailands)
- 10 Mio. €


