Stromnetz · Havanna

Stromversorgung in Westkuba nach teilweisem Netzzusammenbruch wiederhergestellt, Millionen in Dunkelheit

Ein teilweiser Zusammenbruch des nationalen Stromnetzes Kubas stürzte Havanna und vier weitere westliche Provinzen am Samstagabend in Dunkelheit und betraf etwa 4,5 Millionen Menschen, bevor die Stromversorgung am frühen Sonntag wiederhergestellt wurde.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von europa press, France 24 und ANSA.it. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Havanna · Kuba
Wie es dazu kam
  1. März 2026Russischer Tanker mit 100.000 Tonnen Rohöl trifft ein
  2. Juli 2026Drei landesweite Blackouts innerhalb von 10 Tagen
  3. 2. August 2026Teilweiser Netzzusammenbruch betrifft Westkuba

Was geschah

Am Samstagabend um 18:07 Uhr Ortszeit löste ein Fehler auf zwei 220-kV-Übertragungsleitungen (Matanzas–Santa Clara und Matanzas–Cienfuegos) einen teilweisen Zusammenbruch des nationalen Stromnetzes Kubas aus, wie das staatliche Versorgungsunternehmen Unión Eléctrica (UNE) berichtete. Der Stromausfall betraf fünf der 15 Provinzen der Insel, von Pinar del Río im Westen bis Cienfuegos und Matanzas im Zentrum, einschließlich der Hauptstadt Havanna. Etwa 4,5 Millionen Menschen, fast die Hälfte der 9,4 Millionen Einwohner Kubas, waren ohne Strom.

Wiederherstellung

UNE gab am frühen Sonntag bekannt, dass die Stromversorgung in der westlichen Region wiederhergestellt sei, wobei die Wiederverbindung wenige Minuten nach 1:00 Uhr Ortszeit abgeschlossen wurde. Das Unternehmen warnte jedoch, dass mehrere thermische Erzeugungseinheiten beschädigt oder in Wartung seien, was das Netz anfällig mache. Der Blackout war der jüngste in einer Reihe von Ausfällen, die zur Routine geworden sind, da sich die Energieinfrastruktur Kubas verschlechtert.

Eine sich vertiefende Energiekrise

Kuba kämpft mit seiner schwersten Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten, mit chronischen Engpässen bei Nahrungsmitteln, Medikamenten und Treibstoff. Die sieben Wärmekraftwerke, die das Rückgrat des nationalen Stromnetzes bilden, sind seit mehr als 40 Jahren in Betrieb und befinden sich in unterschiedlichem Zustand des Verfalls. Treibstoffknappheit, verschärft durch eine im Januar verhängte US-Treibstoffblockade, macht das Netz anfälliger für Ausfälle und macht Notstromdieselgeneratoren nahezu unbrauchbar. Seit Anfang 2026 hat Kuba fünf landesweite Blackouts erlebt, drei davon im Juli innerhalb von 10 Tagen. Seit Ende 2024 gab es insgesamt 10 Blackouts.

US-Blockade und politische Schuldzuweisungen

Die Regierung von Präsident Donald Trump verschärfte die Sanktionen als Teil einer Druckkampagne zur Beendigung der kommunistischen Herrschaft und ergänzte das seit 1962 bestehende Embargo. Die Spannungen eskalierten, nachdem US-Streitkräfte den venezolanischen Führer Nicolás Maduro Anfang Januar in Caracas festnahmen und in die USA brachten, um sich dort Anklagen zu stellen; Maduro war ein enger Verbündeter Kubas. Der kubanische Außenminister Bruno Rodríguez sagte am Samstag, Washingtons Ziel sei es, die Bevölkerung zu bestrafen.

„Das eigentliche Ziel der US-Regierung ist es, dem kubanischen Volk die größtmögliche Bestrafung zuzufügen, um seine Kapitulation zu erreichen.“

Bruno Rodríguez, Kubanischer Außenminister

Washington kontert, dass Havannas Missmanagement schuld sei. Trotz der Blockade sind die US-Treibstoffexporte nach Kuba stark gestiegen: Daten des Census Bureau zeigen einen Anstieg des Wertes von 87.000 USD im Januar auf fast 6 Millionen USD im April. In der Zwischenzeit durfte nur ein russischer Tanker mit 100.000 Tonnen Rohöl im März anlegen, und diese Reserven sind nun erschöpft.

US-Treibstoffexporte nach Kuba, Jan–Apr 2026USD
Januar 2026
87000 USD
April 2026
6000000 USD

Daten aus dem Artikeltext

Leben im Dunkeln

In Havanna dauerten die jüngsten Blackouts über 30 aufeinanderfolgende Stunden an, und Ausfälle in anderen Provinzen können Tage dauern. Anwohner beschreiben stickige Nächte mit Temperaturen um 30°C.

„Ich blieb die ganze Nacht wach, ich habe kein Auge zugetan wegen der Hitze und der Mücken.“

Natalia Mendoza

Die 66-Jährige sagte, sie habe die Nacht damit verbracht, ihre drei Enkelkinder zu fächeln. Julián González, ein 72-jähriger Zimmermann, sagte AFP, dass Kubaner wie „Glühwürmchen“ in ständiger Dunkelheit leben. „Man weiß nie, wann man Strom hat; das ist unsere traurige Realität“, sagte er und fügte hinzu, dass es besser sei, nach draußen zu gehen, um die Brise zu genießen, als „zu Hause zu sitzen und sich zu ärgern“.

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