Regierung · Havanna
Kuba kündigt umfassende Wirtschaftsreformen an – Díaz-Canel erklärt: ‚Zeiten, in denen Veränderung nötig ist‘
Präsident Miguel Díaz-Canel überraschte Kuba mit einem breiten Paket marktorientierter Reformen und berief sich auf die ‚Erfordernisse der gegenwärtigen Zeit‘, während die US-Blockade verschärft wird und die Wirtschaftskrise sich vertieft.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von ABC TU DIARIO EN ESPAÑOL, AGI, France 24 und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Verbotene Tätigkeiten für private Unternehmen werden stark eingeschränkt, um ihnen den größtmöglichen Spielraum zu geben; neue Unternehmen werden schneller genehmigt.
Neue Betreiber nutzen Hotelkapazitäten, nachdem ausländische Firmen aufgrund von US-Sanktionen abgezogen sind; der Immobiliensektor sucht neue Modelle und Akteure.
Staatsfirmen erhalten Freiheit bei Löhnen, Gewinnreinvestition, Import/Export und Zugang zu Devisen; obligatorische Importvermittler werden abgeschafft.
Die Umstrukturierung reduziert Ministerien und die staatliche Belegschaft, was im Juli die Zustimmung des Parlaments erfordert; Produktsubventionen werden auf schutzbedürftige Menschen umgestellt.
Der Dissident José Daniel Ferrer sagt, das Regime kaufe Zeit, und fordert eine vollständige wirtschaftliche und politische Liberalisierung, einschließlich privatem Landbesitz.
Der kubanische Präsident Miguel Díaz-Canel kündigte am Freitag ein weitreichendes Programm zur wirtschaftlichen Liberalisierung und Dezentralisierung an. Die Maßnahmen, die als Wirtschafts- und Sozialprogramm 2026 bezeichnet werden, zielen darauf ab, zentralisierte Kontrollen aufzubrechen und Investitionen anzuziehen, während die Insel unter chronischen Engpässen, Stromausfällen und der verschärften Ölblockade Washingtons leidet.
Kernmaßnahmen der Liberalisierung
Private Unternehmen werden die Liste der verbotenen Tätigkeiten drastisch reduziert sehen, sodass ihr Tätigkeitsbereich so breit wie möglich ist. Ausstehende Anträge für neue Unternehmen werden in kürzester Zeit genehmigt. Die Genehmigung von Mikro-, Klein- und Mittelunternehmen (mipymes) wird an die Gemeindeverwaltungen delegiert, um Bürokratie abzubauen.
„Für nichtstaatliche Managementformen wird die Liste der verbotenen Tätigkeiten eingeschränkt, sodass ihr Tätigkeitsbereich so breit wie möglich ist.“
Tourismus und Immobilien geöffnet
Neue Betreiber werden in den Tourismussektor gelassen, um die Hotelinfrastruktur zu nutzen, nachdem große ausländische Ketten teilweise oder vollständig abgezogen sind, um US-Sanktionen zu entgehen. Auch das Immobiliengeschäft wird mit ‚neuen Modellen‘ und ‚neuen Akteuren‘ reformiert, obwohl die Regierung wenige Details preisgab.
Autonomie der Staatsunternehmen und Landwirtschaft
Staatsunternehmen, die etwa 80 Prozent der Wirtschaftstätigkeit ausmachen, sollen weitgehende Autonomie erhalten: Sie legen eigene Lohnsysteme ohne regulatorische Obergrenzen fest, reinvestieren Gewinne, wickeln Importe und Exporte direkt ab und nehmen am Devisenmarkt teil. Staatliche Importvermittler werden abgeschafft, um den Außenhandel ‚dynamischer‘ zu gestalten. In der Landwirtschaft erhalten Produzenten direkten Zugang zu Betriebsmitteln, Partnerschaften mit anderen Wirtschaftsakteuren, echte Bankkonten in harter Währung und die Teilnahme am Devisenmarkt, während bürokratische Verfahren so leicht wie möglich gestaltet werden.
Verschlankung des Staates und Umschichtung von Subventionen
Der Präsident kündigte eine Umstrukturierung des Staatsapparats an, die die Anzahl der Ministerien reduzieren und die staatliche Gehaltsliste erheblich kürzen würde – ein Plan, der im Juli die Zustimmung des Parlaments erfordert. Die Regierung wird auch einen schrittweisen Übergang von pauschalen Produktsubventionen zu gezielter Unterstützung für schutzbedürftige Menschen einleiten.
„Das Land ist nicht gelähmt; das Land geht diese Situation intelligent an.“
Die politische Rechnung
Díaz-Canel bestand darauf, dass die Wende durch die ‚Erfordernisse der gegenwärtigen Zeit‘ diktiert sei und nicht durch Druck aus Washington, das seit Januar eine Ölblockade verhängt hat und laut einem Bericht die Möglichkeit eines militärischen Eingreifens angedeutet hat. Die Reformen werden jedoch weithin als direkte Reaktion auf eine Krise angesehen, die wachsende soziale Unruhen und die Abwanderung ausländischer Investoren ausgelöst hat.
Spott der Opposition
Dissidentische Stimmen wiesen das Paket schnell als bloße Fassade zurück. In einem am selben Tag veröffentlichten Essay argumentierte der Oppositionelle José Daniel Ferrer, das Regime setze lediglich ein Pflaster auf ein ‚verfaultes System‘, um Zeit zu gewinnen.
„Kuba braucht keine Pflaster. Kuba braucht eine tiefgreifende Wirtschaftsreform und eine totale politische Reform. Es braucht eine echte Marktwirtschaft, in der die Produktivkräfte befreit werden, Wohlstand geschaffen wird und Nahrungsmittel, Güter und Dienstleistungen ohne die erstickende Kontrolle der Kommunistischen Partei produziert werden.“
Ferrer forderte die Rückgabe von Land an private Eigentümer, völlige Freiheit bei Import und Export und ein Ende des Staatsmonopols, das seiner Meinung nach sowohl die Landwirtschaft als auch die Industrie zerstört hat.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- ABC TU DIARIO EN ESPAÑOLJosé Daniel Ferrer: Las reformas del régimen cubano, un parche para un sistema podrido
- AGICuba annuncia un ampio pacchetto di riforme
- France 24Cuba opens more sectors to private business
- LaVanguardiaEl presidente de Cuba anuncia grandes reformas económicas porque "son tiempos en que hay que cambiar"
- Miguel Díaz-Canel
- Präsident Kubas, kündigte das Reformpaket am 12. Juni 2026 an
- José Daniel Ferrer
- Kubanischer Dissident und Kommentator, kritisierte die Reformen als oberflächlich
- Orte
- Havanna, Washington, D.C.
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