Regierung · Warschau
Polens Justizrat wählt Dariusz Zawistowski zum Vorsitzenden – achtjährige Periode eines illegal konstituierten Gremiums beendet
Der frisch gewählte Landesjustizrat hielt am Donnerstag seine erste Sitzung ab und wählte den obersten Richter Dariusz Zawistowski zu seinem Vorsitzenden. Damit schließt sich das Kapitel des Neo-KRS, das seit 2018 operierte.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von polityka.pl, oko.press, wpolityce.pl und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Dariusz Zawistowski erhielt 18 Stimmen, drei Gegenstimmen und zwei Enthaltungen in der ersten Sitzung des neu zusammengesetzten KRS.
Die Sitzung schließt formell eine Periode ab, die Anfang 2018 begann, als der vorherige Rat aufgelöst und durch ein Gremium ersetzt wurde, das Kritiker als verfassungswidrig betrachteten.
Grzegorz Ksepko, von Präsident Karol Nawrocki ernannt, kandidierte für den stellvertretenden Vorsitz, wurde aber nicht gewählt; auch zwei von der Opposition nominierte Richter schafften es nicht ins Präsidium.
Der Rat verabschiedete eine Resolution zur Wiederherstellung des Vertrauens in die Justiz und erklärte drei Disziplinaranwälte für faktisch entlassen.
Der neue Vorsitzende hob die dringende Notwendigkeit hervor, etwa 1.000 unbesetzte Richterstellen zu besetzen und Anträge von Richtern über 65 zu bearbeiten, die ihren Dienst verlängern möchten.
- 15.05.Sejm wählt 15 neue Richter-Mitglieder des KRS.
- 18.05.Die scheidende KRS-Vorsitzende Dagmara Pawełczyk-Woicka reicht ihren Rücktritt ein.
- 11.06.Erste Sitzung des neuen KRS; Dariusz Zawistowski wird zum Vorsitzenden gewählt.
Ein Neuanfang für den Rat
Am 11. Juni 2026 trat der Landesjustizrat (KRS) erstmals in einer Zusammensetzung zusammen, die am 15. Mai vom Sejm gewählt worden war. Das vorherige Gremium, weithin als Neo-KRS bezeichnet, war Anfang 2018 auf eine Weise eingesetzt worden, die Kritikern zufolge gegen die Verfassung verstieß, und wurde acht Jahre lang beschuldigt, Richterernennungen politisiert zu haben. Seine letzte Vorsitzende, Dagmara Pawełczyk-Woicka, trat am 18. Mai zurück und ebnete den Weg für einen Neuanfang.
Die erste Sitzung wurde von Zbigniew Kapiński, dem neu eingesetzten Ersten Präsidenten des Obersten Gerichts, einberufen, der fast die gesamte gesetzliche 30-Tage-Frist abwartete, bevor er den Rat einberief. Als er dies am Donnerstag tat, äußerte er die Hoffnung, dass das erste Treffen „den Beginn eines Auswegs aus der Krise des Justizsystems“ markieren würde.
Leitungsgremiumswahlen
Richter Dariusz Zawistowski, Mitglied der Zivilkammer des Obersten Gerichts, der den KRS bereits von 2015 bis 2018 geleitet hatte, wurde mit 18 Stimmen bei drei Gegenstimmen und zwei Enthaltungen zum Vorsitzenden gewählt. Nach der Wahl dankte er seinen Kollegen und gelobte, „alles in meiner Macht Stehende zu tun, damit der Landesjustizrat so gut wie möglich arbeitet.“
„Ich werde alle Anstrengungen unternehmen, damit der Landesjustizrat seine Aufgaben in höchster Qualität erfüllt.“
Es wurden auch zwei stellvertretende Vorsitzende gewählt: der Warschauer Richter Wojciech Buchajczuk und die Richterin des Obersten Verwaltungsgerichts Aleksandra Wrzesińska-Nowacka. Das Präsidium des Rates wurde durch Monika Frąckowiak, Bartłomiej Starosta und Agnieszka Kobylińska-Bortkiewicz vervollständigt. Jarosław Łuczaj wurde zum Sprecher ernannt, Starosta zu seinem Stellvertreter.
Oppositionsvertreter erhalten keine Ämter
Zwei von Oppositionsparteien nominierte Richter saßen im Rat: der frühere Vize-Justizminister Łukasz Piebiak (vorgeschlagen von Recht und Gerechtigkeit) und Łukasz Zawadzki (unterstützt von der Konföderation). Piebiak appellierte, zumindest einen Vertreter „der anderen Seite“ in das Präsidium aufzunehmen, und verwies dabei auf Grzegorz Ksepko, den Vertreter des Präsidenten. Ksepko kandidierte für den stellvertretenden Vorsitz, wurde jedoch nicht gewählt.
Präsident Karol Nawrocki hatte zuvor Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Zusammensetzung des Rates geäußert. Auf diese Vorbehalte angesprochen, antwortete Zawistowski, dass „es aus rein rechtlicher Sicht keinen begründeten Anlass gibt, die Methode der KRS-Wahl in Frage zu stellen“, und fügte hinzu, der Rat werde sich bemühen, die Ernennungsverfahren „vollkommen transparent“ zu gestalten.
Unmittelbare Aufgaben
Justizminister Waldemar Żurek sagte vor der Sitzung, er hoffe, dass der neue KRS noch bis Ende dieser Woche die ersten 50 vakanten Richterposten besetzen werde, warnte jedoch vor übereilten Entscheidungen. Zawistowski betonte, dass rund 1.000 Richterstellen unbesetzt seien und der Rat dringend die Ernennungsverfahren sowie Anträge von Richtern, die über das 65. Lebensjahr hinaus tätig sein wollen, regeln müsse.
Der Rat verabschiedete zudem eine programmatische Resolution zur Wiederherstellung des Vertrauens der Öffentlichkeit in die Justiz und zur Stärkung der Unabhängigkeit der Gerichte. In einer gesonderten Abstimmung erklärte er, dass die Disziplinaranwälte Piotr Schab, Przemysław Radzik und Michał Lasota faktisch entlassen seien. In Würdigung der Bemühungen der Zivilgesellschaft und eines Teils der Justiz während des Zeitraums 2015–2023 dankte die Resolution ihnen förmlich für die Verteidigung der richterlichen Unabhängigkeit.
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Quellen und Kontext
- polityka.plNajłatwiejsze zadania nowa KRS wykonała. Teraz będzie już trudniej
- oko.pressOfensywa praworządnościowa. Sędzia SN Zawistowski nowym szefem KRS. A Patyra nowym sędzią TK
- wpolityce.plSędzia Zawistowski z Iustitii nowym szefem KRS
- RzeczpospolitaJest nowy przewodniczący Krajowej Rady Sądownictwa
- Dariusz Zawistowski
- Neu gewählter Vorsitzender des Landesjustizrates; Richter am Obersten Gericht und ehemaliger KRS-Vorsitzender (2015–2018).
- Zbigniew Kapiński
- Erster Präsident des Obersten Gerichts, der die erste Sitzung des neuen KRS einberief.
- Waldemar Żurek
- Justizminister und Generalstaatsanwalt, der die Hoffnung auf zügige Richterernennungen äußerte.
- Dagmara Pawełczyk-Woicka
- Scheidende Vorsitzende des vorherigen KRS (Neo-KRS), die am 18. Mai 2026 zurücktrat.
- Karol Nawrocki
- Staatspräsident Polens, der Zweifel an der Rechtmäßigkeit der neuen KRS-Zusammensetzung äußerte.
- Łukasz Piebiak
- Ehemaliger Vize-Justizminister unter Zbigniew Ziobro, nominiert für den KRS durch Recht und Gerechtigkeit.
- Grzegorz Ksepko
- Vertreter des Präsidenten im KRS, kandidierte erfolglos für den stellvertretenden Vorsitz.
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