
„Enola Holmes 3″ startet mit gemischten Kritiken – Millie Bobby Browns Netflix-Dreiteiler macht Spaß, bleibt aber nicht im Gedächtnis
Der dritte Teil der Netflix-Mysteryserie unter der Regie von Philip Barantini zeigt die junge Detektivin, die zwischen einer Entführung und einer Hochzeit jongliert, doch die Kritiker meinen, der Charme beginne zu verblassen.
Handlung: Eine Hochzeit, unterbrochen von Sherlocks Entführung
Der Film beginnt mit Enola (Millie Bobby Brown), die sich in Malta auf ihre Hochzeit mit Lord Tewkesbury (Louis Partridge) vorbereitet. Die Zeremonie wird jedoch jäh unterbrochen, als ihr Bruder Sherlock (Henry Cavill) entführt wird. Enola flieht vom Altar, um ihn zu retten, unterstützt von einem amüsierten Dr. Watson (Himesh Patel).
bemerkt sie. Das Mysterium führt sie in dunkle Gefilde, darunter Kriegsverbrechen und Kolonialismuskritik, während der Schurke Moriarty (Sharon Duncan-Brewster) im Hintergrund lauert. Helena Bonham Carter kehrt als ihre exzentrische Mutter zurück, und Jason Watkins spielt einen schnauzbärtigen Kolonialbeamten. Die maltesische Kulisse bietet einen sonnigen Kontrast zum üblichen Londoner Nebel.Ein Holmes verschwindet nicht, ohne einem Holmes Hinweise zu hinterlassen,
Kritische Resonanz: Unterhaltsam, aber schnell vergessen
Die Kritiken sind geteilt. The Irish Times lobt „altmodische Vergnügen mit unerwarteten Härten“ und eine Besetzung, die „erfrischende Chemie“ etabliert habe. Variety bezeichnet den Film als „verspieltes und erwachseneres Werk“ und ein „zwanghaft anschaubares Abenteuer.“ Doch The Guardian argumentiert, die Serie verliere an Schwung, und beschreibt den dritten Teil als „eine solide, aber passable Franchise, die vielleicht vorzeitig ermüdet.“ IndieWire diagnostiziert „Wachstumsschmerzen“ und einen Mangel an Schwung, der das dunklere Material fehl am Platz wirken lasse. The Hollywood Reporter fasst den Film als „unterhaltsam, vergesslich“ zusammen.
Franchise-Müdigkeit: Netflix‘ Suche nach einer langlebigen Serie
The Guardian stellt fest, dass Netflix Schwierigkeiten hat, eigene Film-Franchises aufzubauen: Große Wetten wie „Red Notice“ und „The Grey Man“ brachten keine Fortsetzungen hervor, und die teure Produktion „The Electric State“ floppte. „Enola Holmes“, ursprünglich bei Warner Bros. entwickelt und während der Pandemie verkauft, hat sich als beständiger Erfolg erwiesen, doch der dritte Teil kommt zu einer Zeit, in der Fragen nach seiner Beständigkeit aufkommen. Brown, inzwischen 22 und eine Veteranin der Rolle, bleibt eine perfekte Besetzung, aber einige Rezensenten meinen, das Schema wirke zunehmend abgenutzt.
Regie und Ton: Barantinis reiferer Ansatz
Philip Barantini, Regisseur von „Adolescence“, übernimmt von Harry Bradbeer. Er und der zurückkehrende Drehbuchautor Jack Thorne setzen längere Einstellungen und einen erwachseneren Ton ein.
sinniert Enola im Voiceover, und der Film versucht, jugendliche Ausgelassenheit mit ausgefeilter Kameraführung zu verbinden. Das Ergebnis, so Variety, „schafft einen Spagat zwischen Erwachsenem und verspielt Jugendlichem“, auch wenn IndieWire meint, der erwachsene Ton funktioniere nicht ganz. The Irish Times kritisiert die übertriebenen animierten Einlagen als aufdringlich.Große Geschichten beginnen mit einer Hochzeit,
Was zuvor funktioniert hat
Die Franchise, basierend auf Nancy Springers Jugendbüchern, hat stets beschwingte Energie mit progressiven Geschichtslektionen verbunden. Enolas Feminismus und die Kritik am Britischen Empire kommen erneut zum Tragen, und Sharon Duncan-Brewsters Moriarty kehrt zurück. Die Chemie zwischen den Hauptdarstellern, insbesondere Browns durch die vierte Wand brechendem Charme, trägt den Film immer noch, doch Kritiker warnen, dass der Funke nicht mehr ganz so stark überspringt wie früher.


