
Spanische Geher räumen in Birmingham Gold ab, 1500-m-Trio scheitert bei Europameisterschaften
María Pérez stellte einen Weltrekord auf und gewann in Birmingham Gold im Halbmarathon-Gehen der Frauen, während Paul McGrath den Titel bei den Männern holte. Alle drei spanischen 1500-m-Läufer schieden jedoch in den Halbfinals aus.
Spanisches 1500-m-Trio ausgeschieden
Alle drei spanischen Vertreter über 1500 m der Männer schieden am Freitag, den 14. August, bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Birmingham in den Halbfinals aus – zum ersten Mal seit Berlin 2018 stand kein spanischer Finalist in dieser Disziplin. Die spanische Tradition auf dieser Strecke umfasst Champions wie Fermín Cacho (1994), Reyes Estévez (1998) und Casado (2010) sowie Medaillengewinner wie Abascal, González und Higuero. In Birmingham konnte keiner des Trios an dieses Erbe anknüpfen.
Carlos Sáez erlitt das sichtbarste Missgeschick. Im ersten Halbfinale stürzte der irische Läufer Cathal Doyle vor ihm, und Sáez schlug bei dem Versuch, ihm auszuweichen, um die 1000-Meter-Marke auf die Bahn. Er wurde mit Prellungen am rechten Handgelenk und Ellbogen Vorletzter in 3:55,49 Minuten. Sáez sagte gegenüber Teledeporte, die Verletzung sei wahrscheinlich eine Prellung, da er den Arm noch bewegen könne, er warte jedoch auf eine ärztliche Untersuchung. Der spanische Leichtathletikverband legte Protest ein und beantragte eine nachträgliche Qualifikation, der jedoch abgelehnt wurde. Die Entscheidung stieß auf Kritik, da die Schweizer Läuferin Audrey Werro am Vortag nach einem ähnlichen Sturz für das 800-m-Finale nachnominiert worden war.
Ich bin das Rennen zu Ende gelaufen in der Hoffnung, dass sie mich nachnominieren würden, denn das machen sie doch, oder, mit denen, die ohne eigenes Verschulden stürzen
Selbstkritische Analyse von Ben und García
Im zweiten Halbfinale wurde Adrián Ben Achter in 3:42,52 Minuten und Mariano García Vierzehnter in 3:44,09 Minuten (laut RTVE; 20 minutos berichtete 3:44,99). Ben, ein Olympiafinalist von Tokio über 800 m, der nach Absagen von Josh Kerr und Nigel Laros auf die 1500 m gewechselt war, sagte, er habe zu lange mit seinem Angriff gewartet. In der Mixed Zone war er mit Blut an den Beinen zu sehen, nach einem langsamen, taktischen Rennen, das er nicht lesen konnte. Ben stellte fest, dass der sechste Platz bei 400 und 300 Metern in Reichweite gewesen sei, aber die Führenden davonzogen.
Der Hauptfehler war meiner, weil ich nicht mutig war und nicht die ganze Zeit vorne gelaufen bin
García, der Weltmeister über 1500 m in der Halle von 2026, der in starker Form gewirkt hatte, war ebenso direkt.
Ich bin im Grunde wie ein Anfänger gelaufen
Geh-Gold und ein Weltrekord
Am darauffolgenden Samstag, den 15. August, stellten die spanischen Geher den Stolz wieder her. María Pérez, zweifache Olympiamedaillengewinnerin und vierfache Weltmeisterin, gewann das Halbmarathon-Gehen der Frauen in 1:30:06 Stunden – ein neuer Weltrekord. Sie lief einen Großteil des Rennens neben ihrem Teamkollegen Miguel Ángel López. Es war ihr zweites kontinentales Gold, nachdem sie 2018 in Berlin den 20-km-Titel gewonnen hatte. Das Podest der Frauen wurde komplettiert von der Italienerin Alexandrina Mihai (1:31:04) und der Ukrainerin Lyudmila Olyanovska (1:31:07), die Französin Pauline Stey (1:31:12) und die Italienerin Antonella Palmisano (1:32:10) rundeten die Top Fünf ab.
- Sáez stürzt im 1500-m-Halbfinale, läuft 3:55,49; Verbandsprotest abgelehnt
- Ben (3:42,52) und García (3:44,09) im zweiten Halbfinale ausgeschieden
- Pérez gewinnt Gehen der Frauen in Weltrekordzeit von 1:30:06
- McGrath gewinnt Gehen der Männer in 1:23:23
Paul McGrath holte sich den Titel der Männer in 1:23:23 Stunden, 13 Sekunden vor dem Italiener Francesco Fortunato (1:23:36) und 26 Sekunden vor Andrea Cosi (1:23:49).
- Pérez (F)
- 5406 Sekunden
- Mihai (F)
- 5464 Sekunden
- Olyanovska (F)
- 5467 Sekunden
- McGrath (M)
- 5003 Sekunden
- Fortunato (M)
- 5016 Sekunden
- Cosi (M)
- 5029 Sekunden
Weitere spanische Ergebnisse
Die 4x400-m-Staffel der Frauen mit Ana Prieto, Herminia Parra, Rocío Arroyo und Blanca Hervás qualifizierte sich mit der fünftbesten Zeit für das Finale. Yulenmis Aguilar erreichte das Speerwurf-Finale. Im Siebenkampf lag María Vicente nach den ersten beiden Disziplinen, 100 m Hürden und Hochsprung, auf Platz sieben. Die 4x400-m-Staffel der Männer schaffte den Einzug nicht.


