Sicherheit · Verona und Bussolengo

Krankenpfleger in Verona festgenommen – Vorwurf des Insulinmords an seiner Frau

Die Staatsanwaltschaft in Verona beschuldigt einen 35-jährigen Krankenpfleger, seiner Frau über eine Infusion Insulin verabreicht und nach ihrem Tod im Juni 2024 eine Lebensversicherung kassiert zu haben. Die Frau, ebenfalls Krankenpflegerin, wurde tot im Bett in ihrem Haus in Bussolengo aufgefunden.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Fanpage, Rai news, ANSA.it und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).

Kurz gefasst

Verona, Bussolengo · Italien
Wie es dazu kam
  1. 22.05.Erste Krise, danach rund ein Monat im Krankenhaus in Verona
  2. 21.06.Entlassung aus dem Krankenhaus Borgo Trento in Verona
  3. 24.06.Tot im Bett in ihrem Haus in Bussolengo aufgefunden
  4. 29.10.Ehemann festgenommen und wegen des Vorwurfs der vorsätzlichen Tötung in Untersuchungshaft genommen

Festnahme mehr als zwei Jahre nach dem Tod

Die Polizei in Verona hat am Donnerstag, 29. Oktober 2026, einen 35-Jährigen wegen des Vorwurfs der vorsätzlichen Tötung im Zusammenhang mit dem Tod seiner Frau im Juni 2024 festgenommen. Die Squadra mobile vollstreckte einen Haftbefehl, den die Ermittlungsrichterin Carola Musio auf Antrag der Staatsanwaltschaft Verona erlassen hatte. Die Ermittlungen leitet der Staatsanwalt Alberto Sergi. Der Verdächtige, ein Krankenpfleger, befindet sich in Haft, während die Ermittlungen andauern; seine Verteidiger sind Giacomo Giulianelli und Davide Lovato. Beide Ehepartner arbeiteten als Krankenpfleger, das Paar hat eine kleine Tochter.

Was die Staatsanwaltschaft vorwirft

Nach Darstellung der Ermittler verabreichte der Mann seiner Frau Insulin über eine intravenöse Infusion, ohne therapeutische Notwendigkeit und ohne Verordnung, was schwere hypoglykämische Krisen auslöste. Das Insulin habe er sich nach Einschätzung der Ermittler über seine Tätigkeit im Gesundheitswesen beschafft. Die Dosen werden als massiv beschrieben, und die mutmaßlichen Injektionen erfolgten mehr als einmal – zunächst in der Wohnung der Familie und später im Krankenhaus, in das sie eingeliefert worden war. Zudem soll er eine Zahlung aus einer Lebensversicherung kassiert haben, die seine Frau rund zwei Jahre vor ihrem Tod abgeschlossen und in der sie ihn als Begünstigten eingesetzt hatte. Die Ermittlungen, die in den Berichten als langwierig und komplex beschrieben werden, hätten zahlreiche Belastungselemente gegen ihn ergeben.

Erkrankung und Tod im Jahr 2024

Die erste Krise der Frau ereignete sich am 22. Mai 2024, anschließend wurde sie rund einen Monat lang im Krankenhaus Borgo Trento in Verona behandelt. Während des Aufenthalts kam es zu weiteren Episoden, deren Ursache die Ärzte nicht klären konnten. Am 21. Juni wurde sie entlassen und starb wenige Tage später, am 24. Juni 2024, im Schlaf in ihrem Haus in Bussolengo. Ihr Tod wurde zunächst einer schweren und scheinbar unerklärlichen Unterzuckerung zugeschrieben. Der Ehemann erklärte damals dem „Corriere della Sera“, er habe selbst versucht, sie wiederzubeleben. Die Ermittlungen ergaben inzwischen eine andere Darstellung, wonach das Insulin die Krisen ausgelöst haben soll.

Verfahrensstand und Hintergrund

Der Mann ist beschuldigt, doch der Fall ist noch nicht vor Gericht gekommen, und die Vorwürfe sind bislang nicht bewiesen. Die Berichte bezeichnen den Vorwurf als vorsätzliche Tötung. Das italienische Parlament verabschiedete 2025 ein Gesetz, das Femizid zu einem eigenen Straftatbestand macht und dafür zwingend lebenslange Haft vorsieht. Die Frau hatte als Krankenpflegerin gearbeitet und war die Mutter der gemeinsamen Tochter, die zum Zeitpunkt ihres Todes zweieinhalb Jahre alt war.

Fragen zu diesem Text

Quellen und Kontext

Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.

Pollar unterstützen