
Istvan Kovacs leitet das 1.000. WM-Spiel, Tunesien gegen Japan, mit speziellem goldfarbenem Trikot
Der rumänische Schiedsrichter Istvan Kovacs wird am Sonntag sein erstes WM-Spiel leiten – und es ist zugleich das 1.000. in der Turniergeschichte. Die FIFA hat ihm für die Gruppenpartie zwischen Tunesien und Japan in Monterrey ein spezielles Trikot mit goldenen Streifen überreicht.
Das Spiel, das Geschichte schreibt
Am Sonntag, dem 21. Juni, treffen Tunesien und Japan in der Gruppe F der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 aufeinander, doch die Begegnung hat eine Bedeutung, die weit über die Gruppenplatzierung hinausgeht. Die Partie um 07:00 Uhr Ortszeit im Estadio BBVA in Monterrey, Mexiko, wird das 1.000. Spiel in der Turniergeschichte sein. Seit dem ersten WM-Spiel im Jahr 1930 hat sich der Wettbewerb zum Gipfel des globalen Fußballs entwickelt, und die Marke von 1.000 Spielen zu erreichen, ist ein bemerkenswerter Meilenstein für die FIFA.
Berufung nach Leistung
Der Vorsitzende der FIFA-Schiedsrichterkommission, Pierluigi Collina, bestätigte, dass die Auswahl von Istvan Kovacs für die Leitung der historischen Partie auf standardmäßigen Leistungskriterien beruhte und nicht auf Sentimentalität. Collina, der selbst das WM-Finale 2002 leitete, sagte gegenüber Journalisten: „Wir haben den Schiedsrichter ausgewählt, von dem wir glaubten, dass er für diese Partie am besten geeignet ist. Es ist also ein Zufall, dass er für das 1.000. Spiel nominiert wurde. Für ihn ist es eine zusätzliche besondere Ehre.“
Collina fügte hinzu, dass die Leitung eines jeden WM-Spiels ein großes Privileg sei und dass die Tatsache, der Schiedsrichter des 1.000. Spiels zu sein, dem rumänischen Offiziellen einen Platz in der Fußballgeschichte sichern werde.
Der Weg des Schiedsrichters
Mit 41 Jahren gilt Kovacs als einer der besten Schiedsrichter Europas. Er war Teil des Schiedsrichterteams bei der WM 2022 in Katar und fungierte bei acht Spielen als Vierter Offizieller, kam jedoch nie als Hauptschiedsrichter zum Einsatz. Die Nominierung an diesem Wochenende markiert sein WM-Debüt als zentraler Referee. Er ist der erste rumänische Schiedsrichter seit Ioan Igna bei der WM 1986, der ein WM-Spiel leitet – eine Lücke von 40 Jahren.
Kovacs hat bereits eine einzigartige Auszeichnung: Er ist der einzige Schiedsrichter, der die Endspiele aller drei UEFA-Männer-Klubwettbewerbe geleitet hat – der Champions League, der Europa League und der Conference League. Seine Assistenten am Sonntag werden Mihai Marica und Ferencz Tunyogi sein, ebenfalls aus Rumänien. Der Vierte Offizielle ist Juan Calderon, der Reserve-Schiedsrichter Juan Carlos Mora, beide aus Costa Rica.
Eine goldene Hommage
Um den Meilenstein zu würdigen, haben die FIFA und der Ausrüster Adidas ein spezielles Schiedsrichtertrikot für diesen Anlass entworfen. Das Trikot weist goldene Streifen an den Ärmeln und ein Gedenkemblem mit der WM-Trophäe und der Zahl 1.000 auf. Collina überreichte Kovacs das Trikot vor der Schiedsrichtergruppe Team One.
Vielleicht wusstest du das nicht, aber Japan gegen Tunesien ist sehr wichtig, weil es das 1.000. WM-Spiel ist. Stell dir vor, der Schiedsrichter eines so besonderen Spiels zu sein. Der Schiedsrichter verdient etwas Besonderes. Wie du siehst, etwas mit Gold darum. Die Streifen auf dem Trikot sind golden. Auf dem Ärmel steht ebenfalls in Gold „Match 1000“.
Auch die Assistenten werden das spezielle Trikot am Spieltag tragen.
Spieldetails
Tunesien und Japan spielen am Sonntag um 07:00 Uhr vor 53.000 Zuschauern im Estadio BBVA in Monterrey, einem Stadion, das bereits Tunesiens Gruppenspiel gegen Schweden zu Beginn des Turniers beherbergte. Für WM-Gruppenschiedsrichter beträgt die Spielgebühr 3.000 US-Dollar, mit Boni von 10.000 US-Dollar für Einsätze in der K.o.-Phase.
In der Fußballgeschichte zu stehen – in der Geschichte der FIFA-Weltmeisterschaft – berufen zu werden, das Spiel zu leiten, dann auf das Feld zu gehen und das 1.000. Spiel des Wettbewerbs zu pfeifen, ist klar etwas Besonderes.


