Regierung · Pristina
Kosovo-Parlament genehmigt Kurti-Kabinett mit 62 Stimmen, während Patt um Präsidentschaft anhält
Die Abgeordneten in Pristina stimmten mit 62 zu 8 für das neue 20-köpfige Ministerkabinett von Ministerpräsident Albin Kurti nach drei Monaten politischer Lähmung, während die Oppositionsparteien die Sitzung boykottierten.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Al Jazeera Online, SRF News, Notícias ao Minuto und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Die 20-köpfige Regierung von Ministerpräsident Albin Kurti erhielt am 13. September 2026 mit 62 Stimmen in der 120 Sitze umfassenden Versammlung die Zustimmung, während acht Abgeordnete dagegen stimmten.
Abgeordnete der LDK, PDK und der Aleanca boykottierten die Sitzung wegen angeblicher Verfahrensverstöße bei den Wahlen der stellvertretenden Parlamentssprecher und kündigten eine Anfechtung vor dem Verfassungsgericht an.
Die Versammlung benötigt ein Quorum von 80 Abgeordneten, um einen Präsidenten zu wählen, der Vjosa Osmani ersetzt, deren Mandat am 4. April 2026 endete, was eine vierte Wahl innerhalb von zwei Jahren riskiert.
Eine Ende August 2026 getroffene Vereinbarung zur Unterstützung des Rechtsprofessors Bekim Sejdiu löste sich auf, als sich sechs der 18 LDK-Abgeordneten weigerten, die Kandidatur zu unterstützen.

- Juni 2026Vorgezogene Wahl bringt Vetevendosje 53 Sitze
- August 2026Vorgeschlagener Deal zur Unterstützung von Bekim Sejdiu scheitert, nachdem sechs LDK-Abgeordnete die Reihen brechen
- 13.09.Parlament genehmigt Kurti-Kabinett mit 62 Stimmen während eines Oppositionsboykotts
Regierungsabstimmung und Boykott des Parlaments
Die Abgeordneten des Kosovo stimmten am 13. September 2026 für eine neue Regierung unter dem 51-jährigen Ministerpräsidenten Albin Kurti, der seit 2021 im Amt ist. Die Zustimmung beendete drei Monate der Kabinettsparalyse nach der vorgezogenen Parlamentswahl vom 7. Juni 2026. Parlamentspräsidentin Albulena Haxhiu gab bekannt, dass das 20-köpfige Ministerkabinett die Unterstützung von 62 Abgeordneten in der 120 Sitze umfassenden Versammlung erhielt, während acht Mitglieder dagegen stimmten. Die siegreiche Mehrheit stützte sich auf Kurtis linke Vetevendosje-Bewegung sowie Abgeordnete, die ethnische Minderheiten vertreten. Während mehrere internationale Berichte feststellten, dass Vertreter der serbischen Minderheit das Kabinett nicht unterstützten, berichteten andere Quellen über eine Beteiligung der Minderheitenliste. Die wichtigsten Oppositionsparteien, darunter die Demokratische Liga des Kosovo (LDK), die Demokratische Partei des Kosovo (PDK) und das Bündnis für die Zukunft des Kosovo, boykottierten die Sitzung. Oppositionsabgeordnete beanstandeten, dass die Abstimmung erfolgte, bevor die Abgeordneten stellvertretende Parlamentssprecher wählen konnten, und kündigten an, das Gesetzgebungsverfahren vor dem Verfassungsgericht anzufechten.
Der verfassungsrechtliche Stillstand um die Präsidentschaft
Die Abstimmung lässt das Kosovo in einer 18-monatigen politischen Blockade gefangen, die sich um die Wahl eines Staatsoberhauptes dreht. Nach der Verfassung des Kosovo ist für die Wahl eines Präsidenten ein Quorum von mindestens 80 Abgeordneten in der 120 Sitze umfassenden Kammer erforderlich. Die Krise begann nach der regulären Parlamentswahl im Februar 2025, als Vetevendosje ihre absolute Mehrheit verlor. Eine vorgezogene Wahl im Dezember 2025 ermöglichte es Kurti, eine Regierung zu bilden, aber die Abgeordneten konnten sich nicht auf einen Präsidentschaftskandidaten einigen. Das Mandat von Präsidentin Vjosa Osmani endete am 4. April 2026, und die Nichteinhaltung der verfassungsrechtlichen Frist erzwang die vorgezogene Wahl am 7. Juni 2026. Bei dieser Wahl sicherte sich Vetevendosje 47,13 % der Stimmen und 53 Sitze, blieb damit größte Partei, verfehlte aber die Zweidrittelmehrheit allein. Ende August 2026 einigte sich Kurti mit der LDK, die 18 Sitze innehat, auf die Unterstützung des Rechtsprofessors Bekim Sejdiu für das Präsidentenamt. Die Einigung scheiterte am nächsten Tag, als sich sechs LDK-Abgeordnete weigerten, die Nominierung zu unterstützen. Ohne einen 80-Sitze-Konsens droht dem Kosovo die vierte Parlamentswahl innerhalb von zwei Jahren.
- Sitze Vetevendosje
- 53
- Stimmen für Kurti-Kabinett
- 62
- Präsidentschaftsquorum
- 80
- Gesamtsitze im Parlament
- 120
Daten aus dem Artikeltext
Innenpolitische Prioritäten und diplomatische Spannungen
Vor der Abstimmung wandte sich Kurti an das Parlament und erklärte, dass der Ausbau von Sozialhilfeprogrammen und die Sicherung des Kandidatenstatus für die Mitgliedschaft in der Europäischen Union die Kernprioritäten seines neuen Kabinetts seien. Die anhaltende institutionelle Instabilität hat die für den EU-Beitritt notwendigen Gesetzesreformen behindert und gefährdet Millionen Euro an EU-Heranführungsfinanzhilfen. Die anhaltende parlamentarische Blockade ist mit tiefen politischen Spaltungen über Kurtis Umgang mit den Beziehungen zu Serbien verbunden, insbesondere mit einseitigen Maßnahmen in den serbisch dominierten nördlichen Gemeinden. Oppositionsparteien argumentieren, dass diese Politik die Beziehungen zu traditionellen westlichen Partnern, einschließlich der Vereinigten Staaten und der Europäischen Union, beschädigt habe, die zuvor nach bewaffneten Zusammenstößen zwischen kosovarischer Polizei und serbischen paramilitärischen Einheiten zur Deeskalation aufgerufen hatten. Der Kosovo erklärte 2008 nach dem Krieg von 1998–1999 und der NATO-Intervention seine Unabhängigkeit von Serbien. Während die Unabhängigkeit von den Vereinigten Staaten und den meisten EU-Mitgliedstaaten anerkannt wird, wird sie von Serbien, Russland und China abgelehnt. Die EU verlangt normalisierte Beziehungen zwischen Belgrad und Pristina, damit eine der beiden Nationen Fortschritte in Richtung Mitgliedschaft machen kann.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Al Jazeera OnlineKosovo approves new government after months of political deadlock
- SRF NewsKurti bleibt Premier vom Kosovo - Opposition boykottiert Abstimmung
- Notícias ao MinutoNovo Governo de Albin Kurti aprovado pelo parlamento do Kosovo
- ZEIT ONLINEKosovo: Kosovos Parlament wählt Albin Kurti erneut zum Ministerpräsidenten
- Albin Kurti
- Ministerpräsident des Kosovo und Vorsitzender von Vetevendosje
- Albulena Haxhiu
- Präsidentin der Versammlung des Kosovo
- Vjosa Osmani
- Ehemalige Präsidentin des Kosovo, deren Mandat im April 2026 endete
- Bekim Sejdiu
- Rechtsprofessor, der im August 2026 für die Präsidentschaft nominiert wurde
- Orte
- Pristina
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