
Konstantelias absolviert Medizincheck in Dortmund und unterschreibt Vertrag, während PAOK-Fans am Toumba protestieren
PAOK-Mittelfeldspieler Giannis Konstantelias traf am 16. August 2026 in Dortmund ein, unterzog sich medizinischen Tests und unterschrieb einen Vertrag über 28 Millionen Euro plus 2 Millionen Euro Boni, was Fanproteste am Toumba-Stadion auslöste.
Transfer erreicht letzte Phase
Giannis Konstantelias, der 23-jährige offensive Mittelfeldspieler von PAOK, traf am Sonntag, den 16. August 2026, kurz nach Mittag mit einem Privatflug in Dortmund ein, um seinen Wechsel zu Borussia Dortmund abzuschließen. Laut NewsIT absolvierte er die erforderlichen medizinischen Untersuchungen und unterschrieb einen Vertrag mit dem deutschen Klub, was ihn vorbehaltlich der offiziellen Bekanntgabe zum Dortmund-Spieler macht. Er informierte die Dortmunder Verantwortlichen, dass er am Abend des 16. August nach Thessaloniki zurückkehren müsse, da seine neugeborene Tochter, die seit dem 8. August im Krankenhaus lag, am Montagmorgen, den 17. August, aus der Klinik entlassen werden sollte. Nach der Regelung familiärer Angelegenheiten sollte Konstantelias nach Deutschland zurückreisen, um an den Trainingseinheiten von Dortmund teilzunehmen.
Der deutsche Journalist Florian Plettenberg berichtete auf X, dass eine mündliche Einigung zwischen Dortmund und Konstantelias erzielt worden sei, die beiden Vereine jedoch noch keine endgültige Einigung erzielt hätten. Er schätzte die Ablösesumme auf etwa 25 bis 30 Millionen Euro zuzüglich einer Weiterverkaufsbeteiligung für PAOK. Auch Patrick Berger von Sky Sport Deutschland stellte fest, dass die Abschlussverhandlungen zwischen den beiden Vereinen noch andauerten und noch keine vollständige Einigung erzielt worden sei. Konstantelias wurde Dortmunds Plan B, nachdem die Verfolgung von Said El Mala gescheitert war.
Gebührenstruktur und Verhandlungsprozess
Laut in.gr und NewsIT bot Dortmund PAOK 28 Millionen Euro sofort plus 2 Millionen Euro an leistungsbezogenen Boni, wobei PAOK eine Weiterverkaufsbeteiligung für einen zukünftigen Transfer behielt. NEWS 24/7 berichtete, dass das Gesamtpaket inklusive Boni und anderer Bestimmungen 30 Millionen Euro übersteigen könnte. Die Verhandlungen begannen Berichten zufolge etwa einen Monat zuvor, still und abseits der öffentlichen Aufmerksamkeit. Maria Gontsareva, die als enge Mitarbeiterin von PAOK-Besitzer Ivan Savvidis beschrieben wird, spielte neben dem Spielerberater eine zentrale und entscheidende Rolle, wobei beide Seiten alle Parameter einer möglichen Einigung Schritt für Schritt prüften.
- Stuttgart bietet rund 18 Mio. € für Konstantelias – Savvidis lehnt ab und behält den Spieler für die Hundertjahr-Saison von PAOK
- Verhandlungen zwischen Dortmund und PAOK beginnen im Stillen, abseits der Öffentlichkeit
- Konstantelias' neugeborene Tochter wird in Thessaloniki ins Krankenhaus eingeliefert
- Konstantelias kommt mit einem Privatflug in Dortmund an, unterzieht sich Medizinchecks und unterschreibt Vertrag (laut NewsIT)
- Entlassung der Tochter aus dem Krankenhaus geplant; Konstantelias kehrt für das Training nach Deutschland zurück
- Grundbetrag
- 28 Mio. €
- Boni
- 2 Mio. €
Savvidis' Versprechen und das abgelehnte Angebot vom letzten Jahr
Ein Jahr zuvor war Konstantelias kurz vor einem Wechsel zum VfB Stuttgart gestanden, bei einem Angebot von rund 18 Millionen Euro. Savvidis entschied, den Spieler für die Hundertjahr-Saison von PAOK zu behalten, da er ihn als eines der wichtigsten sportlichen Vermögenswerte des Teams ansah. Laut Quellen, die NEWS 24/7 zitiert, hatte Savvidis Konstantelias eine klare Zusage gegeben: Sollte ein wirklich großes Angebot von einem europäischen Spitzenklub eingehen und der Spieler den nächsten Schritt machen wollen, würde der Verein ihm nicht im Weg stehen. Ein Jahr später traten diese Voraussetzungen mit der Anfrage von Dortmund ein.
Fanproteste am Toumba
Der Transfer löste Wut unter den PAOK-Anhängern aus. Ein Teil der organisierten Fans versammelte sich am Samstag gegen 13:00 Uhr vor dem Toumba-Stadion und forderte ein Treffen mit Savvidis oder einem Vereinsvertreter. Organisierte Fangruppen veröffentlichten am Samstagabend eine Stellungnahme gegen den Verkauf, erklärten „die Geduld ist vorbei, Schluss mit dem Spott“ und machten Savvidis direkt für die Entscheidung verantwortlich. Die Stellungnahme bezog sich auf den fortgesetzten „Kreuzweg der 100 Jahre“.
In einem auf sozialen Medien veröffentlichten Video wandte sich Konstantelias per Videoanruf an die PAOK-Anhänger:
Ich liebe PAOK, ich liebe euch. Macht euch keine Gedanken, wirklich, ich liebe euch sehr.


