Regierung · Brüssel und Athen
EU-Kommission: Wir führten Prüfungen durch, keine Untersuchung gegen Ex-Kommissar Avramopoulos
Die Europäische Kommission ist am Donnerstag gegen den früheren EU-Kommissar Dimitris Avramopoulos vorgegangen und erklärte, sie habe lediglich interne Compliance-Prüfungen durchgeführt, keine Untersuchung, zu seinen Tätigkeiten nach dem Mandat mit der NGO Fight Impunity, die nach Angaben der belgischen Behörden Teil eines kriminellen Netzwerks im Zusammenhang mit dem Qatargate-Skandal gewesen sein soll.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von in.gr, NEWS 24/7, Η Ναυτεμπορική und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Balazs Ujvari sagte, es seien nur interne Prüfungen zur Einhaltung der Auflagen nach dem Mandat durchgeführt worden; keine Untersuchung der NGO oder der Qatargate-Vorwürfe.
Am Montag wurde ein Haftbefehl erlassen, der Avramopoulos kriminelle Vereinigung, Bestechung und Geldwäsche vorwirft. Das griechische Parlament wird nach einer Anhörung des Ethikausschusses über die Aufhebung seiner Immunität abstimmen.
Regierungssprecher Pavlos Marinakis sagte, der Haftbefehl sei innerhalb von 24 Stunden übermittelt worden, es habe keine Bevorzugung gegeben, und Avramopoulos' Antworten erschienen überzeugend, müssten aber vor Gericht geprüft werden.
Avramopoulos bezeichnete den Fall als 'Unsinn' und beschuldigte Minister Chrysochoidis, den Haftbefehl verzögert zu haben, während Quellen des Ministeriums jede Verzögerung oder Sonderbehandlung bestritten.
- 22.06.Belgischer Haftbefehl gegen Avramopoulos wegen des Verdachts auf kriminelle Vereinigung, Bestechung und Geldwäsche erlassen.
- 25.06.Kommissionssprecher stellt klar, dass es sich bei den Prüfungen nicht um eine Untersuchung handelte; griechische Regierung sagt, es habe keine Vertuschung gegeben.
- 26.06.Vorsitzender des Ethikausschusses beruft Sitzung ein; Avramopoulos wird zu Stellungnahmen vor der Abstimmung über die Immunität eingeladen.
Kommission zieht Grenze zwischen Prüfungen und Untersuchung
Sprecher Balazs Ujvari sagte bei der täglichen Pressekonferenz in Brüssel, die Kommission habe nie den Begriff „interne Untersuchung“ verwendet und das Verfahren Ende 2022 sei streng genommen eine Reihe interner Prüfungen gewesen. „Wir haben bestimmte interne Prüfungen durchgeführt, aber keine interne Untersuchung. Es gibt einen Unterschied zwischen beiden“, sagte er. Die Prüfungen sollten sicherstellen, dass Avramopoulos die Auflagen eingehalten hatte, die das Kollegium der Kommissare bei der Genehmigung seiner Tätigkeit für die NGO Fight Impunity im Februar 2021 nach Konsultation des unabhängigen Ethikausschusses festgelegt hatte.
„Es ging um eine nach dem Mandat genehmigte Tätigkeit, die das Kollegium im Februar 2021 mit bestimmten Einschränkungen genehmigt hatte. Ende 2022 führten wir interne Prüfungen durch, um zu sehen, ob der ehemalige Kommissar alle relevanten Bestimmungen eingehalten hatte. Das waren interne Prüfungen, keine Untersuchung.“
Sprecherin Paola Pinho fügte hinzu, dass die Rolle der Kommission darauf beschränkt sei, die Einhaltung ihrer eigenen Entscheidung sicherzustellen. Die Prüfung der Aktivitäten der NGO selbst oder der Vorwürfe des Fehlverhaltens, denen die belgischen Behörden nun nachgehen, sei „eine völlig andere Frage“ und falle nicht in die Zuständigkeit der Kommission.
Haftbefehl und schwere Vorwürfe
Gegen Dimitris Avramopoulos, der EU-Kommissar für Migration, Inneres und Bürgerschaft war, wurde am Montag ein belgischer Haftbefehl erlassen. Ihm werden Beteiligung an einer kriminellen Vereinigung, wiederholte Bestechung eines Amtsträgers und Geldwäsche vorgeworfen. Avramopoulos wies den Fall zurück, bezeichnete ihn als „Burda“ (Unsinn) und betonte, er werde lediglich von der belgischen Polizei befragt, nicht von der Justiz, der er „Opportunismus“ vorwarf.
„Diese ganze Geschichte ist Unsinn.“
Der Haftbefehl sei nicht über das Justizministerium, sondern direkt an die griechische Polizei geschickt worden, was laut Avramopoulos zeige, dass es sich um eine polizeiliche und nicht um eine justizielle Angelegenheit handele. Er behauptete zudem, der Minister für Bürgerschutz, Michalis Chrysochoidis, habe den Haftbefehl zwei bis drei Tage in seiner Schublade aufbewahrt, bevor er tätig wurde, und das Büro des Premierministers sei informiert worden.
Griechische Regierung: keine Vertuschung, Verfahren eingehalten
Regierungssprecher Pavlos Marinakis wies jede Andeutung einer Sonderbehandlung zurück. „Niemand deckt jemanden. Die Behörden haben die Anfrage erhalten, direkt an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet, und die Staatsanwaltschaft folgt dem vorgeschriebenen Verfahren“, sagte er. Er bestätigte, dass der Haftbefehl innerhalb von 24 Stunden an die zuständige Staatsanwaltschaft und dann an das Parlament zur Einleitung des Verfahrens zur Aufhebung der Immunität übermittelt wurde. Marinakis sagte auch, dass Avramopoulos‘ Antworten „überzeugend erscheinen“, aber nur die Justiz entscheiden könne.
„Urteilen wir nicht vorschnell. Herr Avramopoulos hat Antworten gegeben, die überzeugend wirken. Ob das, was er sagt, wahr ist, wird die Justiz entscheiden.“
Er verteidigte Minister Chrysochoidis und wies darauf hin, dass das Verfahren von der griechischen Polizei durchgeführt werde und nicht über den Schreibtisch des Ministers laufe, und dass die zuständigen Beamten keinen Zweifel an der Bearbeitung des Falles ließen.
Der weitere Weg im Parlament
Das griechische Parlament wird voraussichtlich in den kommenden Tagen über die Aufhebung der Immunität von Avramopoulos abstimmen. Die Angelegenheit wird zunächst vor den Ethikausschuss kommen, dessen Vorsitzender George Georgantas signalisiert hat, dass er bereit sei, bereits nächste Woche eine Sitzung einzuberufen. Avramopoulos wird eingeladen, Stellung zu nehmen.
Spannungen innerhalb der Nea Dimokratia
Die Affäre hat interne Reibungen innerhalb der Regierungspartei ausgelöst. Avramopoulos kritisierte offen Minister Chrysochoidis, während Quellen im Ministerium für Bürgerschutz erwiderten, dass kein Bürger bevorzugt behandelt werde und die Polizeidienste sensible Fälle ohne Informationslecks bearbeiteten. Marinakis betonte, dass die Entscheidung, ob Avramopoulos auf den Wahllisten der Nea Dimokratia bleibt, allein bei Premierminister Kyriakos Mitsotakis liege.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- in.grΗ Κομισιόν "αδειάζει" τον Αβραμόπουλο: Το 2023 κάναμε εσωτερικό έλεγχο, όχι έρευνα - Δεν εξετάσαμε τη λειτουργία της ΜΚΟ
- NEWS 24/7Κομισιόν για Αβραμόπουλο: Kάναμε εσωτερικό έλεγχο, όχι έρευνα
- Η ΝαυτεμπορικήΗ Κομισιόν απαντά στον Δ. Αβραμόπουλο: Το 2023 κάναμε εσωτερικό έλεγχο, όχι "έρευνα"
- H KαθημερινήΚομισιόν για δηλώσεις Αβραμόπουλου: Δεν έγινε "εσωτερική έρευνα", αλλά έλεγχοι συμμόρφωσης
- Dimitris Avramopoulos
- Ehemaliger EU-Kommissar für Migration, Inneres und Bürgerschaft, jetzt griechischer Abgeordneter, gegen den ein belgischer Haftbefehl im Qatargate-Fall vorliegt.
- Balazs Ujvari
- Sprecher der Europäischen Kommission, der die Art der internen Prüfungen klarstellte.
- Paola Pinho
- Sprecherin der Europäischen Kommission, die den doppelten Charakter der Angelegenheit unterstrich.
- Michalis Chrysochoidis
- Griechischer Minister für Bürgerschutz, von Avramopoulos wegen der Bearbeitung des Haftbefehls kritisiert.
- Pavlos Marinakis
- Griechischer Regierungssprecher, wies Vertuschungsvorwürfe zurück und verteidigte das Verfahren.
- George Georgantas
- Vorsitzender des Ethikausschusses des griechischen Parlaments, der eine Sitzung zu Avramopoulos einberufen wird.
- Kyriakos Mitsotakis
- Premierminister von Griechenland, verantwortlich für Entscheidungen über die Wahllisten der Nea Dimokratia.
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