BerichtStichwahl in Kolumbien

Wahlen · Bogotá und Barranquilla

Rechtspopulist De La Espriella gewinnt kolumbianische Präsidentschaftswahl mit hauchdünnem Vorsprung

Der rechtspopulistische Außenseiter Abelardo De La Espriella hat die Stichwahl um das Präsidentenamt in Kolumbien nach vorläufigen Ergebnissen mit einem Vorsprung von weniger als einem Prozentpunkt gewonnen. Damit reiht sich das Land in eine wachsende Liste lateinamerikanischer Nationen ein, die sich politischen Außenseitern zuwenden.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von EL PAÍS, POLITICO, Open und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er

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Kurz gefasst

Foto: Abelardo de la Espriella, CC0 (Wikimedia Commons, Ausschnitt)
Wie es dazu kam
  1. 31.05.Erster Wahlgang der Präsidentschaftswahl abgehalten.
  2. 21.06.Stichwahl zwischen De La Espriella und Cepeda.
  3. 22.06.Vorläufige Ergebnisse zeigen Sieg von De La Espriella mit weniger als einem Prozentpunkt.
  4. 7.08.De La Espriella wird vereidigt und unterzeichnet 90 Dekrete.

Ein hauchdünner Sieg

Abelardo De La Espriella, der als „El Tigre“ bekannte Rechtspopulist, gewann am Sonntag die Stichwahl um das kolumbianische Präsidentenamt mit einem Vorsprung von weniger als einem Prozentpunkt, wie vorläufige Ergebnisse zeigen. Die Wahlbehörde wird voraussichtlich im Laufe dieser Woche die offiziellen Ergebnisse bekanntgeben. De La Espriella sicherte sich fast 13 Millionen Stimmen, die höchste Zahl in der kolumbianischen Geschichte, aber sein Vorsprung auf den linksgerichteten Senator Iván Cepeda betrug nur 250.830 Stimmen. Mehr als 26 Millionen Menschen gaben ihre Stimme ab, über 426.000 wählten eine dritte Option und 29.000 gaben leere Stimmzettel ab.

„Packen Sie Ihre Koffer und machen Sie sich bereit, die Opposition zu werden. Täuschen Sie sich nicht, Herr Cepeda. Sie wissen bereits, wie wild der Tiger brüllt.“

Abelardo De La Espriella, Rechtspopulist und designierter Präsident Kolumbiens

Ein Land in zwei Hälften gespalten

Die Abstimmung offenbarte tiefe geografische und soziale Gräben. De La Espriella dominierte in Antioquia, Santander und Norte de Santander und erhielt starke Unterstützung von der Wirtschaftselite, der Mittel- und Unterschicht sowie den Kolumbianern im Ausland. Cepeda gewann im Pazifikraum, in der Karibik, der Amazonasregion und in Bogotá, unterstützt von sozialen Bewegungen, Jugendlichen und indigenen Wählern. Der knappe Vorsprung bedeutet, dass mehr als die Hälfte der Wähler, wenn man Cepedas Stimmen und die leeren Stimmzettel zusammenzählt, den gewählten Präsidenten nicht unterstützt haben.

„Ich mag keinen von beiden, aber ich habe Angst vor der Kontinuität.“

María del Rosario Villaveces, Rentnerin aus Bogotá

Villaveces, eine 66-jährige Rentnerin in Bogotá, fügte hinzu, dass De La Espriellas Running Mate, der ehemalige Finanzminister José Manuel Restrepo, ihr „ein kleines bisschen Seelenfrieden“ gebe, weil „er sich mit Politik auskennt und gut organisiert ist.“

Eine Agenda der eisernen Faust

De La Espriella hatte im Wahlkampf versprochen, die Gewaltkriminalität mit „eiserner Faust“ zu bekämpfen, und orientierte sich dabei an den Mega-Gefängnissen des salvadorianischen Präsidenten Nayib Bukele. Er plant, 330.000 Hektar Koka-Felder zu besprühen und Bombardierungen bewaffneter Gruppen nicht auszuschließen. Zudem versprach er, den Staatsapparat drastisch zu verkleinern, Ministerien abzuschaffen und eine Haushaltskonsolidierung anzustreben, um ein Wirtschaftswachstum von 7 % zu erreichen. In der Außenpolitik beabsichtigt er, aus den Vereinten Nationen auszutreten, die Beziehungen zu Israel wiederherzustellen und die Ausrichtung an den Vereinigten Staaten zu vertiefen.

„Es wird keine tabuisierten Bereiche für den Staat geben, keine unbestraften und unantastbaren Kriminellen. Es wird keine Organisationen geben, die über der Verfassung und dem Gesetz stehen.“

Abelardo De La Espriella, Rechtspopulist und designierter Präsident Kolumbiens

Ein Rechtsruck in der Region

De La Espriellas Sieg reiht Kolumbien in eine Welle von Rechtsgewinnen in ganz Lateinamerika ein. In den letzten drei Jahren haben sich zwölf Wahlen in der Region nach rechts bewegt, mit Führern wie Argentiniens Javier Milei und El Salvadors Bukele, die sich an US-Präsident Donald Trump orientieren. Trump und Milei feierten das Ergebnis, während linksgerichtete Regierungen es als weitere Bestätigung des Trends betrachteten. Steven Levitsky, ein Harvard-Politikwissenschaftler, beschrieb die neue Rechte als weniger liberal, stärker auf Sicherheits- und Kulturkämpfe fokussiert und mit einem „prekäreren Verhältnis zur Demokratie“.

„Es ist ein Trend, ohne Zweifel, und es ist eine neue Rechte. Sie unterscheidet sich sehr von der der frühen 2000er Jahre... Jetzt ist es eine Rechte, bei der Sicherheits- und Kulturkämpfe wichtiger sind... Es ist eine weniger liberale Rechte, die Minderheitenrechte angreift und im Allgemeinen ein prekäreres Verhältnis zur Demokratie hat.“

Steven Levitsky, Harvard-Professor für Governance und Autor über demokratische Rückschritte

Opposition und der Weg voraus

Cepeda hat seine Niederlage noch nicht eingeräumt, und sein Wahlkampfteam hat 33.000 Wahllokale angefochten, obwohl sie einräumen, dass dies das Ergebnis wahrscheinlich nicht ändern wird. Der scheidende Präsident Gustavo Petro erklärte, er werde die offizielle Auszählung abwarten, bevor er das Ergebnis anerkenne. Cepeda wird die Opposition von einem Senatssitz aus anführen, der dem Zweitplatzierten garantiert ist, während das linke Bündnis Pacto Histórico den größten Block im Kongress hält. De La Espriella wird sein Amt am 7. August antreten und sofort 90 Dekrete unterzeichnen.

„Wir sind eine besonnene Kraft.“

Iván Cepeda, Linksgerichteter Senator und Zweitplatzierter bei

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Quellen und Kontext

Bogotá, Barranquilla · Kolumbien

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