Diplomatie · Mexiko-Stadt, Guadalajara und Madrid

Mexikos Sheinbaum und Spaniens König Felipe VI. beenden diplomatischen Eiszeit mit einem „herzlichen“ Treffen in Mexiko-Stadt

Die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum und König Felipe VI. von Spanien trafen sich am Donnerstag im Nationalpalast in Mexiko-Stadt und setzten damit Monate vorsichtiger Annäherung nach einem jahrelangen Stillstand über die koloniale Vergangenheit fort.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von LaSexta, EL PAÍS, La Razón und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er

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Kurz gefasst

Mexiko-Stadt, Guadalajara, Madrid · Mexiko, Spanien
Wie es dazu kam
  1. 1.03.Felipe VI. sagt, die Eroberung habe 'viele Missbräuche' und 'ethische Kontroversen' mit sich gebracht, bei einer Ausstellung in Madrid.
  2. 1.04.Sheinbaum besucht Barcelona, trifft Premierminister Pedro Sánchez.
  3. 25.06.Felipe VI. und Sheinbaum treffen sich im Nationalpalast; beide bezeichnen das Treffen als 'herzlich'.

Ein Händedruck schließt ein Kapitel

Das Treffen zwischen Claudia Sheinbaum und König Felipe VI., das am Donnerstag, dem 25. Juni, im Nationalpalast in Mexiko-Stadt stattfand, markierte das Ende einer diplomatischen Eiszeit, die im März 2019 begann. Damals forderte der damalige Präsident Andrés Manuel López Obrador in einem Brief eine Entschuldigung der spanischen Krone für Missbrauch während der Eroberung Amerikas. Die spanische Regierung lehnte die Forderung ab, und das Verhältnis verschlechterte sich in den folgenden Jahren; López Obrador brachte 2022 sogar eine „Pause“ der bilateralen Beziehungen ins Spiel.

„Es war eine sehr herzliche Begegnung, er ist ein sehr einfacher Mensch.“

Claudia Sheinbaum, Präsidentin Mexikos

Die indigene Frage im Mittelpunkt

Während des einstündigen Gesprächs stellte Sheinbaum die Frage der indigenen Völker in den Mittelpunkt. Sie teilte dem König mit, dass sich 28 Millionen Mexikaner als indigen identifizieren und dass im ganzen Land 69 Sprachen gesprochen werden. Felipe VI. hörte zu und merkte an, dass einer der Arbeitstische des für den 4. und 5. November in Madrid geplanten Iberoamerika-Gipfels genau den indigenen Völkern gewidmet ist.

„Das erste Thema, das ich ansprach, war das Thema der indigenen Völker, der Urvölker. Die Bedeutung, die die Völker für Mexiko haben.“

Claudia Sheinbaum, Präsidentin Mexikos

Der Weg von der Konfrontation zur Versöhnung

Mehrere Schritte ebneten den Weg für das Treffen am Donnerstag. Im Oktober 2025 erkannte der spanische Außenminister José Manuel Albares den durch die Eroberung verursachten „Schmerz und die Ungerechtigkeit“ gegenüber den indigenen Völkern Amerikas an. Im März 2026 erkannte Felipe VI. selbst öffentlich an, dass es während der Eroberung „viele Missbräuche“ und „ethische Kontroversen“ gegeben habe – eine Erklärung, die er während einer Ausstellung über indigene mexikanische Frauen in Madrid abgab. Im vergangenen November organisierten die beiden Regierungen gemeinsam genau diese Ausstellung, „Die Hälfte der Welt: Frauen im indigenen Mexiko“, ein politisches Signal, das Kritik aus dem spanischen konservativen Lager hervorrief.

Im April 2026 reiste Sheinbaum nach Barcelona zu einem Treffen linker Führungspersönlichkeiten und traf sich mit dem spanischen Premierminister Pedro Sánchez. Diese sich häufenden Gesten ebneten den Weg für die Einladung des Königs nach Mexiko, was Sheinbaum ausdrücklich mit den Annäherungsversuchen der spanischen Seite in Verbindung brachte.

„Dies wäre nicht möglich gewesen ohne die Annäherung von ihrer Seite, einschließlich Äußerungen, die die spanische Rechte dem König vorwirft.“

Claudia Sheinbaum, Präsidentin Mexikos

Hintergrund: Die Weltmeisterschaft

Die diplomatische Wende fand vor dem Hintergrund der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 statt. Felipe VI. reiste nach Mexiko, um das letzte Gruppenspiel Spaniens gegen Uruguay in Guadalajara zu besuchen, das für die Nacht von Freitag, dem 26. Juni, auf Samstag, den 27. Juni, angesetzt war. Der mexikanische Außenminister Roberto Velasco begrüßte den König am Internationalen Flughafen Mexiko-Stadt, bevor der Monarch zum Nationalpalast weiterreiste. Der spanische Außenminister Albares begleitete den König und bezeichnete das Treffen als Stärkung der „brüderlichen, exzellenten und intensiven“ Beziehungen zwischen den beiden Ländern.

Was vereinbart wurde

Beide Seiten vereinbarten, die bilateralen Beziehungen zum Wohle ihrer Nationen zu stärken. Die Gespräche umfassten Handel, Wirtschaft, die internationale Lage und die Bedeutung der UN-Charta – der letzte Punkt wurde vom König selbst eingebracht. Sheinbaum bestätigte, dass die beiden Länder Kulturausstellungen in Spanien fördern werden. Der Iberoamerika-Gipfel in Madrid dient nun als nächster konkreter Meilenstein für die Zusammenarbeit in indigenen Fragen, wobei der König Interesse an einer Zusammenarbeit in diesem Rahmen bekundete.

„Spanien und Mexiko sind durch tiefe kulturelle, historische, wirtschaftliche und vor allem menschliche Bande vereint.“

José Manuel Albares, Spanischer Außenminister

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