Wahlen · Warschau
Polnische Wähler lehnen gemeinsame Liste der Regierungskoalition für 2027 ab – neue Umfrage: 39,8 % würden sie erwägen, 42,8 % sind dagegen
Eine Umfrage von SW Research zeigt, dass mehr Polen eine gemeinsame Wahlliste der vier Regierungsparteien ablehnen als befürworten, was Donald Tusks Weg zur Wiederwahl erschwert.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von www.gazetaprawna.pl, Wprost, NIEZALEZNA.PL und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
39,8 % der Befragten würden eine gemeinsame Koalitionsliste in Betracht ziehen, 42,8 % lehnen die Idee ab; 17,4 % sind unentschlossen.
Aktuelle Umfragen sehen die PSL bei 2,7 % und Polen 2050 bei 1,8 %, beide unter der 5-Prozent-Hürde für das Parlament.
Die derzeitigen Regierungsparteien erzielten 2023 gemeinsam 53,71 % der Stimmen; die heutige Bereitschaft, eine kombinierte Liste zu unterstützen, ist deutlich niedriger.
Der Widerstand gegen eine gemeinsame Liste ist am stärksten bei Männern, Wählern im Alter von 35–49, höheren Verdienenden und Bewohnern mittelgroßer Städte.
Die Frage und die Zahlen
SW Research befragte 800 erwachsene Polen, ob sie eine gemeinsame Liste der Bürgerkoalition (KO), der Polnischen Volkspartei (PSL), von Polen 2050 und der Neuen Linken bei der Parlamentswahl 2027 in Betracht ziehen würden. Die am 9. und 10. Juni 2026 erhobenen Antworten waren gespalten: 39,8 Prozent sagten Ja, 42,8 Prozent Nein, und 17,4 Prozent hatten keine Meinung. Das Ergebnis bedeutet, dass die Zahl der Gegner die der Befürworter übersteigt – ein Signal, dass die Zusammenlegung der vier Regierungsparteien nicht automatisch einen Wahlgewinn bringt.
„Männer neigen weniger dazu, eine gemeinsame Liste in Betracht zu ziehen (46 %) als Frauen (40 %). Dieselbe Meinung teilt die Hälfte der Befragten im Alter von 35–49 (51 %) und fast ebenso viele mit grundlegender Berufsbildung (50 %). Die Ablehnung ist häufiger bei denen, die über 7.000 PLN netto verdienen (51 %), und bei Einwohnern von Städten mit 20.000–99.000 Einwohnern (46 %).“
Sinkende Umfragewerte der kleineren Partner
Die Debatte über eine gemeinsame Liste wird durch die schwachen Umfragewerte zweier Koalitionsmitglieder angefacht. Eine aktuelle Umfrage von Opinia24 sah die PSL bei 2,7 Prozent und Polen 2050 bei lediglich 1,8 Prozent, beide unter der 5-Prozent-Hürde für den Einzug in den Sejm. Sollten sich diese Zahlen in einer echten Wahl wiederholen, würde dies die parlamentarische Vertretung beider Parteien auslöschen. Befürworter einer Einheitsliste argumentieren, dass diese eine Stimmenzersplitterung verhindern und eine Regierungsmehrheit sichern würde, doch die Daten von SW Research lassen diese Strategie zweifelhaft erscheinen.
Der Maßstab von 2023
Bei der Parlamentswahl im Oktober 2023 erzielten die drei Blöcke, die heute die Regierung bilden – KO, das Dritte-Wege-Bündnis (PSL und Polen 2050) und die Neue Linke – gemeinsam 53,71 Prozent der Stimmen, was 248 der 460 Sitze entsprach. Die heutige erklärte Bereitschaft, eine zusammengelegte Liste zu unterstützen, bleibt weit hinter diesem Wert zurück. Selbst wenn jeder Anhänger der Einzelparteien eine gemeinsame Liste unterstützen würde, läge das gemeinsame Ergebnis unter dem Niveau, das die aktuelle Mehrheit hervorbrachte.
- Ja
- 39.8 %
- Nein
- 42.8 %
- Unentschlossen
- 17.4 %
Daten aus dem Artikeltext
Tusks offene Tür
Premierminister Donald Tusk hat wiederholt gesagt, seine Partei sei offen für jeden Kooperationsvorschlag demokratischer Partner, einschließlich gemeinsamer Wahllisten. „Wir werden niemanden überreden; es muss eine Wahl des Verstandes und des Herzens sein,“ erklärte er Anfang des Jahres. Vize-Minister Jacek Karnowski bezeichnete das Angebot als Einladung, nicht als Forderung. Die Umfrage deutet jedoch darauf hin, dass die Wähler noch nicht überzeugt sind, dass die Vereinigung der Koalitionsfraktionen eine überlegene Option wäre.
Was vor uns liegt
Da die Wahl noch etwa achtzehn Monate entfernt ist, wägen die Strategen der Parteien mehrere Szenarien ab. Die pro-europäische Erzählung, dass ein rechtspolitischer Sieg einen „Polexit“ riskieren könnte – beschworen, nachdem Präsident Karol Nawrocki im März das Gesetz zur Umsetzung des SAFE-Programms mit einem Veto belegt hatte – könnte genutzt werden, um kleinere Partner auf eine von KO geführte Liste zu locken. Doch vorerst ergeben die Zahlen keinen einfachen Weg für Tusks Lager.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- www.gazetaprawna.plWspólna lista uratuje koalicję w wyborach? Nowy sondaż przynosi zaskakujące wyniki
- WprostTusk powinien szukać planu B? Polacy dali podpowiedź w sondażu
- NIEZALEZNA.PLNawet wspólna lista nie uratuje Tuska? Koalicja bez większości w 2027 roku [SONDAŻ]
- RzeczpospolitaTusk z koalicjantami na jednej liście bez szans na większość. Sondaż jest jednoznaczny
- Donald Tusk
- Premierminister von Polen und Vorsitzender der Bürgerkoalition (KO), erörtert die Koalitionswahlstrategie.
- Justyna Sobczak
- Senior-Projektmanagerin bei SW Research, kommentiert demografische Aufschlüsselungen der Umfrage.
- Orte
- Warschau
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