
Knicks schlagen Spurs 105:104 nach Wembanyama-Patzer – mit 2:0-Führung zurück nach New York, Ticketpreise explodieren
Ein verunglückter Pass von Victor Wembanyama in den letzten Sekunden bescherte den New York Knicks einen 105:104-Sieg in San Antonio und eine komfortable 2:0-Führung in den NBA Finals. Die Serie geht nun ins ausverkaufte Madison Square Garden, wo die günstigsten Tickets bereits über 9.000 US-Dollar kosten.
Die letzte Sequenz
Die Knicks führten im vierten Viertel mit 14 Punkten, bevor San Antonio mit einem 14:0-Lauf zurückkam und ausglich. 16 Sekunden vor Schluss bei 104:104 vergab Jalen Brunson einen Zweipunktwurf. Wembanyama sicherte den Rebound, warf den Ball jedoch direkt gegen den Rücken eines ahnungslosen Mitspielers, wodurch die Knicks wieder in Ballbesitz kamen. Brunson wurde gefoult und verwandelte einen Freiwurf. Beim letzten Angriff der Spurs verfehlte Wembanyamas Sprungwurf den Korb, was den Sieg für New York besiegelte.
Ich habe den Ball weggeworfen. Ich habe einen Fehler gemacht. Werde ich es bereuen? Ja, natürlich. Werde ich das nutzen, um mich und uns im nächsten Spiel anzutreiben? Absolut.
Die Nebenleute liefern ab
New Yorks Tiefe erwies sich erneut als entscheidend. Karl-Anthony Towns erzielte 21 Punkte, Mikal Bridges traf im zweiten Viertel drei Dreier, als die Knicks einen 12-Punkte-Rückstand aufholten, und OG Anunoby steuerte im vierten Viertel einen Steal, einen Assist und einen Dunk bei. Landry Shamet, vor einem Jahr von der Waiver-Liste geholt, fügte zwei weitere Dreier im Schlussviertel hinzu. Mitchell Robinson verteidigte Wembanyama in den letzten beiden Angriffen der Spurs und zwang ihn zu zwei Fehlwürfen.
Wir haben dieses Spiel gewonnen, weil wir uns einen Vorsprung erarbeitet haben. Wir haben uns die Chance gegeben, dieses Spiel zu gewinnen, und wir haben es geschafft.
Wembanyamas durchwachsener Abend
Der französische Star beendete das Spiel mit 29 Punkten, davon 22 in der zweiten Hälfte, doch sein später Fehler überschattete die Leistung. Er gab später zu, dass es ihm schwergefallen sei, sich emotional von der Euphorie der Conference Finals zu erholen. In Spiel 1 war Wembanyama von einem Zuschauer angesprochen worden, der mit einem Handy auf das Spielfeld gelaufen war und sich selbst filmte.
Ticketpreise schießen in die Höhe
Vor Spiel 3 am Montag im Madison Square Garden erreichte der günstigste Eintrittspreis 9.095 US-Dollar, ein Anstieg von 119 Prozent gegenüber den vorangegangenen drei Tagen, so TicketData. Vor Beginn der Serie kostete das gleiche Ticket 3.789 US-Dollar. Der günstigste Preis für Spiel 4 lag bei 8.567 US-Dollar, ein Plus von 107 Prozent. Im Gegensatz dazu fielen die Tickets für Spiel 2 in San Antonio um 42 Prozent auf 657 US-Dollar. Sollten die Preise halten, werden die Heimspiele der Knicks teurer sein als die letzten beiden Super Bowls, deren Tagestickets 2025 bei 2.002 US-Dollar und in diesem Jahr bei 3.251 US-Dollar lagen.
- Spiel 2 – San Antonio
- 657 USD
- Spiel 3 – New York
- 9095 USD
- Spiel 4 – New York
- 8567 USD
- Spiel 5 – San Antonio
- 1571 USD
- Spiel 6 – New York
- 8541 USD
- Spiel 7 – San Antonio
- 3868 USD
Trump plant Besuch
US-Präsident Donald Trump, gebürtiger New Yorker, hat angekündigt, mindestens eines der beiden Spiele im Madison Square Garden zu besuchen. Das niederländische Medium Telegraaf berichtete, dass bei einem Besuch umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen ergriffen würden.
So ist das Leben.
Historischer Kontext
Die Knicks stehen zum ersten Mal seit 27 Jahren in den Finals und streben den ersten NBA-Titel der Franchise-Geschichte seit 1973 an. Sie sind das dritte Team in der NBA-Geschichte, das die ersten beiden Spiele einer Finalserie auswärts gewann, nach den Chicago Bulls von 1993 und den Houston Rockets von 1995 – beide gewannen anschließend die Meisterschaft. New York hat seit 43 Tagen kein Playoff-Spiel mehr verloren, seit Spiel 3 der ersten Runde gegen Atlanta.


