
Knicks beenden 53-jährige Durststrecke mit 4:1-Finalsieg über Spurs, New York bricht in Jubel aus
Die New York Knicks besiegten die San Antonio Spurs in Spiel 5 mit 94:90 und holten sich ihre erste NBA-Meisterschaft seit 1973. Dies löste in ganz New York City massive Feierlichkeiten auf den Straßen und vereinzelt auch Ausschreitungen aus.
Titelgewinn auswärts
Die Knicks beendeten die NBA-Finals am Samstagabend mit einem 94:90-Sieg in San Antonio und gewannen die Serie mit 4:1. Jalen Brunson erzielte 45 Punkte, holte den dritten Auswärtssieg der Serie und landete den entscheidenden Schlag, der die Franchise nach mehr als einem halben Jahrhundert an die Spitze zurückbrachte. Das Team hatte sich unter der Woche eine 3:1-Führung erkämpft und reiste nach Texas in dem Wissen, dass ein fünfter Sieg das 53-jährige Warten beenden würde.
Eine 53-jährige Durststrecke gebrochen
Der Titel von 2026 ist der erste der Knicks seit der Saison 1973 – eine Zeitspanne, die sich über Generationen von Fans erstreckte. Als die letzten Sekunden herunterliefen, wich das lange Warten der Stadt einer Welle der Emotionen. Rund 3.000 Anhänger hatten sich in einem abgesperrten Fanbereich vor der Madison Square Garden versammelt, wo sich Tränen mit Trommelschlägen und Gesängen mischten. Im Radio City Music Hall rieselte Konfetti während einer Public-Viewing-Party, während die Menge auf der Wollman Rink Frank Sinatras „New York, New York“ mitsang.
Feierlichkeiten in der ganzen Stadt
Tausende Fans strömten unmittelbar nach Spielende auf die Straßen. Die Tenth Avenue in Hell’s Kitchen und das East Village füllten sich mit Menschenmengen, die tanzten und Knicks-Flaggen schwenkten. Die St. Marks Place wurde zur Open-Air-Party, wo ein Anwohner von einem Wohnungsfenster aus Trompete spielte und Zuschauer auf Feuerleitern, Baugerüsten und Laternenpfähle kletterten. Feuerwerk erleuchtete den Himmel über Prospect Heights in Brooklyn, und Autohupen dröhnten bis in die frühen Morgenstunden. Die Lieder „Empire State of Mind“ und „New York, New York“ hallten durch die Viertel.
Sicherheitsvorkehrungen und vereinzelte Gewalt
Die Behörden hatten nach den Szenen aus Spiel 4, als ein dramatisches Comeback chaotische Feierlichkeiten auslöste, mit großem Andrang gerechnet. Rund um die Madison Square Garden und Penn Station wurden Metallbarrieren und Kontrollpunkte errichtet. Die Polizei blieb in höchster Alarmbereitschaft. Nach dem Titelgewinn kam es an mehreren Stellen zu Ausschreitungen. Eine Gruppe an der 42nd Street in Manhattan beschädigte einen Schulbus schwer, während Umstehende jubelten. Ein Video aus der Nähe der Arena zeigte Menschen, die auf einen Streifenwagen sprangen und erheblichen Schaden verursachten. Die Polizei sperrte U-Bahn-Eingänge, um Randalierer fernzuhalten, und meldete mehrere Festnahmen.


