Diplomatie · Berlin, Paris und Amsterdam
Frankreich und Deutschland einigen sich auf Panzerhersteller KNDS – ebnen Weg für gemeinsamen Börsengang und gleiche Anteile
Paris und Berlin haben eine Einigung über eine gleichberechtigte Führung und Beteiligung des deutsch-französischen Rüstungskonzerns KNDS angekündigt und damit den Weg für eine duale Börsennotierung noch in diesem Jahr freigemacht.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Frankfurter Allgemeine, Focus, RFI und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Frankreich und Deutschland werden jeweils 40 Prozent von KNDS halten und so eine gleichberechtigte Führung des Panzerherstellers erreichen.
Die deutsche Familie Wegmann, die derzeit die nicht-französische Hälfte besitzt, ist bereit, einen 40-Prozent-Block an Berlin zu übertragen.
KNDS bereitet eine Börsennotierung in Frankfurt und Paris vor, mit einer prognostizierten Bewertung von 15–18 Milliarden Euro.
Die Einigung kommt Wochen nach dem Scheitern des FCAS-Kampfjetprojekts und verleiht den deutsch-französischen Verteidigungsbeziehungen neuen Schwung.
- 21.06.Bloomberg berichtet, dass die Familie Wegmann dem Verkauf eines 40%-Anteils an die deutsche Regierung zustimmt.
- 22.06.Frankreich und Deutschland kündigen eine gemeinsame Führungs- und Gleichstellungsvereinbarung für KNDS an.
- 24.06.Der Haushaltsausschuss des Bundestags soll über den Anteilserwerb der Regierung abstimmen.
- 2026 (H2)Der duale Börsengang an den Börsen Frankfurt und Paris soll abgeschlossen werden.
Vereinbarung zur Führungsstruktur
Nach langwierigen Verhandlungen haben Frankreich und Deutschland am Montag eine Einigung über die gemeinsame Führung von KNDS bekannt gegeben, dem in Amsterdam ansässigen Hersteller der Kampfpanzer Leopard 2 und Leclerc. Im Rahmen der Vereinbarung streben beide Staaten an, zu gleichberechtigten Anteilseignern mit jeweils 40 Prozent zu werden, wie aus einer gemeinsamen Erklärung des französischen Präsidialamts und der deutschen Bundesregierung hervorgeht. Die Einigung beendet monatelanges Ringen um die Zukunft des Unternehmens, nachdem Berlin im Mai zugesagt hatte, beim Börsengang von KNDS einen Anteil von 40 Prozent zu erwerben.
Der Konzern befindet sich derzeit zu 50 Prozent im Besitz des französischen Staates über eine Holdinggesellschaft; die andere Hälfte wird von der deutschen Familie Wegmann, den Gründern von Krauss-Maffei Wegmann, gehalten. Die Eigentümerfamilie hat nach Informationen von Bloomberg vom 21. Juni zugestimmt, einen 40-Prozent-Anteil an die deutsche Regierung zu verkaufen, wie mit der Sache vertraute Personen berichteten.
„Diese Einigung spiegelt den gemeinsamen Willen Frankreichs und Deutschlands wider, die industriellen und verteidigungspolitischen Fähigkeiten Europas zu stärken, ihre Streitkräfte zu unterstützen und die europäische Souveränität nachhaltig zu festigen.“
Börsengang und Bewertung
KNDS wird voraussichtlich eine duale Aktiennotierung an den Börsen Frankfurt und Paris anstreben, was Analysten als einen der am meisten erwarteten Börsengänge des Jahres in Europa betrachten. Die Transaktion würde den Konzern auf 15 bis 18 Milliarden Euro (17,20–20,64 Milliarden US-Dollar) bewerten, abhängig vom Aktienkurs wenige Wochen nach Handelsbeginn, so der Bloomberg-Bericht. Der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens, Jean-Paul Alary, erklärte, die Vereinbarung bestätige die strategische Rolle von KNDS für die Verteidigungsfähigkeit und technologische Souveränität Europas.
Nach dem Kampfjet-Rückschlag
Die Einigung kommt nur wenige Wochen nach dem Scheitern des FCAS-Programms, eines deutsch-französischen Vorhabens zum Bau eines Kampfjets der nächsten Generation, das von mehreren Kommentatoren als schwerer Schlag für gemeinsame Rüstungsprojekte bezeichnet wurde. Der Montagsdeal zu KNDS gilt daher als positives Signal, dass Paris und Berlin weiterhin bei industriellen Vorzeigeprojekten zusammenarbeiten können.
Französische und deutsche Beamte stellten den Schritt als wesentlich für die Stärkung der verteidigungspolitischen Autonomie Europas angesichts eines zunehmend selbstbewussten Russlands und Unsicherheiten über die Sicherheitszusagen der USA dar. Die tschechische Armee testete beispielsweise erst letzte Woche mehrere Leopard-Panzer auf ihren Autobahnen, was den Modernisierungsdrang der Region unterstreicht.
„Mit der 40-prozentigen Beteiligung des Bundes an KNDS sichern wir Schlüsseltechnologien, industrielle Wertschöpfung und Arbeitsplätze in Deutschland.“
Was KNDS baut
KNDS entstand 2015 aus der Fusion des deutschen Unternehmens Krauss-Maffei Wegmann mit dem französischen Nexter. Zum Portfolio gehören der Kampfpanzer Leopard 2, der Panzer Leclerc, der Schützenpanzer Puma, die gepanzerten Mannschaftstransporter Boxer und Dingo sowie die Panzerhaubitze 2000. Das Unternehmen betreibt weltweit 34 Standorte, davon 11 in Deutschland (Hamburg, Remscheid, Mülheim an der Ruhr, Ebeleben) und 10 in Frankreich.
„Diese Vereinbarung bestätigt die strategische Bedeutung von KNDS für die Verteidigungsfähigkeit Europas, seine industrielle Basis und technologische Souveränität.“
Nächste Schritte
Der Haushaltsausschuss des Bundestags soll am Mittwoch (24. Juni) über den Anteilserwerbsplan der Regierung abstimmen. Deutsche Beamte deuteten an, dass Berlin seinen Anteil später reduzieren könnte, nannten jedoch keinen Zeitplan. Sobald die parlamentarische Zustimmung vorliegt, wird die duale Notierung voraussichtlich noch vor Jahresende erfolgen.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Frankfurter AllgemeineEinstieg des Bunds bei KNDS: Berlin und Paris einig
- FocusDeutschland will 40 Prozent am Leopard-Panzerhersteller KNDS übernehmen und sich damit Frankreich als Anteilseigner anzuschließen
- RFIFrance, Germany reach deal on arms maker KNDS, opening door to stock market
- Süddeutsche ZeitungDeutschland und Frankreich übernehmen 40 Prozent von Panzerhersteller KNDS
- Jean-Paul Alary
- Vorstandsvorsitzender von KNDS, begrüßt die Führungsvereinbarung als Bestätigung der strategischen Bedeutung des Unternehmens.
- Katherina Reiche
- Deutsche Wirtschaftsministerin, erklärt, dass der 40-Prozent-Anteil Schlüsseltechnologien und Arbeitsplätze sichert.
- Orte
- Paris
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