Mannschaftssport · Warschau und Brzeg Dolny

Marian Kmita übernimmt das Polnische Olympische Komitee nach Festnahme von Piesiewicz

Der Vorstand des Polnischen Olympischen Komitees wählte den Polsat-Sportdirektor Marian Kmita am 14. September 2026 zum amtierenden Präsidenten und ersetzte damit Radosław Piesiewicz, der im Rahmen der Zondacrypto-Ermittlungen festgenommen worden war.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Przegląd Sportowy, sportowefakty.wp.pl, TVN24.pl und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Warschau, Brzeg Dolny · Polen
Wie es dazu kam
  1. April 2023Marian Kmita wird zum Vizepräsidenten des Polnischen Olympischen Komitees gewählt.
  2. Mai 2026Radosław Piesiewicz greift Vorstandsgegner wegen des umstrittenen Zondacrypto-Sponsorings an.
  3. August 2026Die Warschauer Staatsanwaltschaft setzt Piesiewicz für drei Monate in Untersuchungshaft.
  4. 14.09.Der PKOl-Vorstand wählt Kmita bis April 2027 zum amtierenden Präsidenten.

Vorstandswahl und Führungswechsel

Der Vorstand des Polnischen Olympischen Komitees (PKOl) stimmte am 14. September 2026 dafür, Marian Kmita bis zum Ende der laufenden Amtszeit im April 2027 zum amtierenden Präsidenten zu ernennen. Kmita, der seit April 2023 als PKOl-Vizepräsident fungiert und seit 1999 die Sportberichterstattung bei Polsat leitet, war während der Sitzung der einzige Kandidat. Der Vorstand billigte seine Ernennung gemäß Artikel 21 der Vereinssatzung; 43 Mitglieder stimmten dafür, 9 dagegen, eines enthielt sich. Nach der Abstimmung bestätigte Kmita, dass er sich von seiner Rundfunkrolle zurückziehen und auf eine Vergütung im Komitee verzichten wird.

„Ich muss mich für diese paar Monate verabschieden. Ich werde wahrscheinlich unbezahlten Urlaub nehmen, das werden wir irgendwie regeln.“

Marian Kmita
PKOl-Vorstandsabstimmung über Marian Kmita als amtierenden PräsidentenStimmen
Dafür
43 Stimmen
Dagegen
9 Stimmen
Enthaltungen
1 Stimmen

Daten aus dem Artikeltext

Finanzielle Herausforderungen und Vergütungsbedingungen

Der Führungswechsel erfolgt vor dem Hintergrund wachsenden finanziellen Drucks im Olympischen Komitee. Kmita erklärte nach seiner Wahl, dass der Generalsekretär den Vorstand über eine akute finanzielle Lage informiert habe, die in den kommenden Monaten Aufmerksamkeit erfordern werde. Um die Ausgaben zu senken, kündigte Kmita an, für seine Präsidententätigkeit kein Gehalt zu beziehen, und die Mitglieder des Präsidiums vereinbarten, die Betriebskosten zu reduzieren. Sein Vorgänger Radosław Piesiewicz bezog ein monatliches Gehalt, das auf das 6,5-Fache des nationalen Durchschnittslohns berechnet wurde und nach einem früheren Vorstandsbeschluss im August 2026 auf 61.808,63 PLN anstieg. Für den Rest seiner Amtszeit hätte Piesiewicz 494.000 PLN erhalten sollen.

„Der Vorstand hat eine endgültige Entscheidung getroffen, gestützt auf Artikel 21 der PKOl-Satzung, mir die Funktion des PKOl-Präsidenten anzuvertrauen. Dieser Zustand wird bis zum Ende der Amtszeit andauern, mindestens bis nächsten April, denn dann läuft die Amtszeit dieses Vorstands ab.“

Marian Kmita

Folgen der Zondacrypto-Ermittlungen

Der Führungswechsel geht auf die Festnahme von Piesiewicz durch die Warschauer Staatsanwaltschaft Ende August 2026 im Zusammenhang mit Ermittlungen zur Kryptobörse Zondacrypto zurück. Ein Gericht ordnete die Untersuchungshaft von Piesiewicz für mindestens drei Monate an, sodass das Komitee ohne aktive Führungsspitze blieb. Die Spannungen zwischen Kmita und Piesiewicz hatten sich bereits Anfang 2026 verschärft, nachdem Kmita einen Oppositionsbrief organisiert hatte, der Piesiewicz kritisierte, weil er ohne vorherige Vorstandskonsultation eine Partnerschaft mit Zondacrypto unterzeichnet hatte. Obwohl Piesiewicz gemäß Artikel 21 von der Ausübung der Präsidentenbefugnisse entbunden wurde, hat das Komitee das formelle Verfahren zu seiner Abberufung aus dem Vorstand noch nicht abgeschlossen.

Reaktion der Regierung und Satzungsreform

Das Ministerium für Sport und Tourismus gab eine offizielle Stellungnahme ab, in der es die Vorstandsentscheidung zur Kenntnis nahm und Erwartungen an die neue Führung formulierte. Das Ministerium forderte verantwortungsvolles Management und vollständige Transparenz, um polnische Athleten vor der Führungskrise zu schützen, während die Autonomie des Komitees gewahrt bleibe. Kmita kündigte an, ein offizielles Treffen mit Sport- und Tourismusminister Jakub Rutnicki zu beantragen, um offene Streitigkeiten zu klären und die künftige Zusammenarbeit abzustimmen. Die neue Führung plant zudem, Änderungen der PKOl-Satzung zu entwerfen, um klare Aufsichtsmechanismen für die Ernennung und Abberufung von Führungskräften zu schaffen.

„Das Ministerium für Sport und Tourismus nimmt die Entscheidung des Vorstands des Polnischen Olympischen Komitees zur Kenntnis. Dies ist ein notwendiger Schritt zur Wiederherstellung von Stabilität und Glaubwürdigkeit des PKOl. Wir erwarten volle Transparenz, verantwortungsvolles Management und Maßnahmen, die das Vertrauen in die polnische Olympische Bewegung wiederherstellen.“

Ministerium für Sport und Tourismus

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