
Griechenlands Nea Aristera reicht Klage gegen rechtsextremen Führer wegen Aufruf zum Versenken von Migrantenbooten ein
Die griechische linke Partei Nea Aristera hat Strafanzeige gegen Kyriakos Velopoulos von Elliniki Lysi erstattet, unter Berufung auf ein Antirassismusgesetz, nachdem er im Fernsehen sagte, dass Migrantenboote versenkt werden sollten.
Klage in Athen eingereicht
Am Montag, dem 29. Juni 2026, reichten der Vorsitzende von Nea Aristera, Gavriil Sakellaridis, zusammen mit den Abgeordneten Peti Perka, Thodoris Dritsas, Sia Anagnostopoulou und Eukleidis Tsakalotos, eine Klage bei der Staatsanwaltschaft des Amtsgerichts Athen gegen Kyriakos Velopoulos, den Vorsitzenden der rechtsextremen Partei Elliniki Lysi, ein. Die rechtlichen Schritte erfolgen, nachdem Velopoulos während eines Fernsehinterviews am 10. Juni offen dafür plädierte, Boote mit Migranten und Flüchtlingen in der Ägäis zu versenken.
Das kontroverse Interview
Während eines Auftritts bei OPEN TV wurde Velopoulos gefragt, ob er solche Boote versenken würde. Er antwortete direkt: „Sie versenken es“, und wiederholte die Aussage später in der Diskussion, wobei er Gleichgültigkeit gegenüber der Rechtswidrigkeit zeigte, so die Parteiankündigung. Die Klage argumentiert, dass seine Worte eine Aufforderung zu Gewalt aus rassistischen und ethnischen Gründen darstellen.
Kyriakos Velopoulos wurde am 10. Juni 2026 während seines Interviews bei OPEN TV gefragt, ob „man das Boot versenkt oder nicht versenkt“, das Migranten und Flüchtlinge in der Ägäis transportiert. Der Vorsitzende von Elliniki Lysi antwortete direkt: „Sie versenken es“, und wiederholte dann die Aufforderung, wobei er Gleichgültigkeit gegenüber der Rechtswidrigkeit einer solchen Handlung zeigte.
Rechtsgrundlage
Die Beschwerde stützt sich auf Artikel 1 des Gesetzes 927/79 in der Fassung des Gesetzes 4285/2014, der griechischen Antirassismusgesetzgebung. Die Kläger behaupten, dass Velopoulos sowohl staatliche Behörden als auch Privatpersonen dazu aufgefordert habe, Straftaten zu begehen – ein Boot zu versenken, einen Schiffbruch mit sicherem Tod zu verursachen –, die sich gegen Menschen allein aufgrund ihrer Rasse und nationalen Herkunft richten, da sie Staatsbürger von Drittstaaten außerhalb der EU sind.
Basierend auf der Begründung der Klage des Vorsitzenden von Nea Aristera und seiner vier Abgeordneten, habe Kyriakos Velopoulos „die zuständigen staatlichen Stellen, aber auch jede Privatperson dazu angestiftet, Handlungen strafbarer Natur zu begehen (Versenken eines Bootes, also Verursachen eines Schiffbruchs mit dem sicheren Tod von Personen) gegen Personen allein aufgrund ihrer Rasse und nationalen Herkunft, das heißt, weil sie Staatsbürger von Drittstaaten sind, die nicht Mitglied der Europäischen Union sind.“
Politische Reaktion und Motive
Nea Aristera stellte fest, dass seit den Äußerungen Wochen vergangen seien, ohne dass eine Justizbehörde Maßnahmen ergriffen habe, um Velopoulos wegen seiner „rassistischen Aussagen, die zu Gewalt gegen schutzbedürftige Migranten und Flüchtlinge aufrufen“, zu verfolgen. Die Partei erklärte, ihre Klage ziele darauf ab, eine Barriere gegen intolerante und rassistische Äußerungen rechtsextremer Politiker zu errichten, und sei Teil eines vielschichtigen politischen und rechtlichen Kampfes gegen die extreme Rechte.
- Kyriakos Velopoulos sagt „Sie versenken es“ über Migrantenboote bei OPEN TV.
- Nea Aristera reicht Klage gegen Velopoulos wegen Anstiftung zu Gewalt ein.


