Migration · Canet de Mar, Barcelona und Straßburg
Europäischer Gerichtshof weist Katalonien-Klage ab und bestätigt 25-Prozent-Spanisch-Quote
Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte wies eine Klage von Befürwortern der Sprachimmersion in Canet de Mar ab und entschied, dass die Verpflichtung, 25 % des Unterrichts auf Spanisch zu erteilen, keine Rechte verletze und dass die Zweisprachigkeit Kataloniens die Maßnahme rechtfertige.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von El Periódico, LaSexta, La Razón und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte wies die Berufung einstimmig ab und entschied, dass die 25-Prozent-Spanisch-Quote die Rechte der Immersionsbefürworter nicht verletzt.
Das Gericht betonte, dass Spanisch in ganz Spanien Amtssprache sei und dass ein Verbot seiner Verwendung als Unterrichtssprache den Bürgern ihr Recht auf Bildung in der Landessprache verweigern würde.
Die Anordnung erhöhte das Spanische nur in einem oder mehreren Fächern und behielt Katalanisch als vorherrschende Unterrichtssprache bei.
Xavier Antich verurteilte das Urteil und argumentierte, es ignoriere die nahezu einstimmige Unterstützung des katalanischen Parlaments für das Immersionsmodell.
Eine separate Anfechtung des katalanischen Gesetzes von 2022, das die 25-Prozent-Regel umgehen sollte, ist noch vor dem spanischen Verfassungsgericht anhängig.
- Oktober 2021TSJC ordnet vorläufig 25 % Spanischunterricht an der Schule Turó del Drac an
- Juli 2025Verfassungsgericht lehnt Behandlung der Berufung ab
- 18.06.EGMR weist Klage ab, bestätigt 25-Prozent-Spanisch-Pflicht
Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in Straßburg wies einstimmig die Klage von 21 Eltern und der Kulturorganisation Òmnium Cultural ab. Diese hatten argumentiert, dass eine gerichtliche Anordnung, die die Schule Turó del Drac dazu zwang, mindestens 25 % der Fächer auf Spanisch zu unterrichten, ihre sprachlichen Rechte verletze. Das Urteil markiert das endgültige Ende eines Rechtsstreits, der begann, als eine einzelne Familie Spanischunterricht für ihr Kind beantragte.
Das Urteil
In seiner Entscheidung stellte der EGMR fest, dass Katalonien eine zweisprachige Region ist, in der Katalanisch und Spanisch den gleichen offiziellen Status haben. Die Richter betonten, dass Spanisch landesweit die einzige Amtssprache sei und dass ein Verbot seiner Verwendung als Unterrichtssprache den Bürgern das Recht auf Bildung in der Landessprache verweigern würde.
„Der Erhalt von Bildung in der Sprache des Staates ist entscheidend, um den gleichen Zugang der Schüler zum staatlichen Bildungssystem zu erleichtern und das Prinzip der Einheit des Bildungssystems zu wahren.“
Hintergrund des Falles
Der Streit geht auf das Jahr 2021 zurück, als das Obere Gericht von Katalonien (TSJC) eine einstweilige Anordnung von 25 % Spanischunterricht an der Schule Turó del Drac in Canet de Mar erließ, nachdem die Eltern einer Schülerin Beschwerde eingelegt hatten. Im Jahr 2023 bestätigte dasselbe Gericht, dass das einsprachig katalanische Modell gegen das verfassungsmäßige Recht und die Pflicht der Schüler verstoße, die Landessprache zu lernen. Die Befürworter der Immersion schöpften zunächst die innerstaatlichen Rechtsmittel aus – zunächst vor dem Obersten Gerichtshof, der den Fall mangels Kassationsinteresses abwies, und dann vor dem Verfassungsgericht, das ihn im Juli 2025 wegen fehlender besonderer verfassungsrechtlicher Bedeutung nicht zur Entscheidung annahm.
Kernargumente
Der EGMR befand, dass die langjährige Praxis des ausschließlichen Unterrichts auf Katalanisch spanischsprachige Familien erheblich benachteilige und die Wiedereingliederung von Kindern erschwere, die in andere Regionen zögen, in denen Spanisch die einzige Amtssprache sei. Das Gericht stellte außerdem fest, dass Spanien ein angemessenes Gleichgewicht zwischen der Wahrung der Einheit des Bildungssystems und der Förderung der sprachlichen Vielfalt hergestellt habe.
„Die Entscheidung beschränkte sich darauf, die Verwendung des Spanischen in einem oder mehreren Fächern zu erhöhen, ohne die vorherrschende Verwendung des Katalanischen als Unterrichtssprache zu ändern.“
Reaktion von Òmnium
Xavier Antich, Präsident von Òmnium Cultural, zeigte sich enttäuscht und forderte eine entschlossene, geschlossene Antwort. Er argumentierte, der EGMR habe nicht berücksichtigt, dass das katalanische Sprachenmodell auf einem Gesetz beruhe, das vom katalanischen Parlament mit über 85 % Zustimmung verabschiedet worden sei.
„Das katalanische Schulmodell ist zentral für den fortwährenden Aufbau dieses Landes und die Verteidigung der katalanischen Sprache.“
Breitere Auswirkungen
Das EGMR-Urteil ergeht, während das spanische Verfassungsgericht noch über ein katalanisches Gesetz von 2022 zu entscheiden hat, das von ERC, Junts, PSC und Comuns gebilligt wurde und das darauf abzielte, die 25-Prozent-Vorgabe des TSJC zu umgehen, sowie über ein entsprechendes Dekret der damaligen Regierung von Pere Aragonès. Die Straßburger Entscheidung klärt die Verfassungsmäßigkeit dieses Gesetzes nicht direkt, bekräftigt aber die Auffassung, dass ein Gleichgewicht gefunden werden müsse und dass eine pauschale Weigerung, Spanisch im Unterricht zu verwenden, mit der Verfassungsordnung unvereinbar sei.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- El PeriódicoEl TEDH rechaza una demanda contra la sentencia que ordena dar más castellano en la escuela Turó del Drac de Canet
- LaSextaEl TEDH avala el 25% del castellano en las aulas catalanas al verlo como "una región bilingüe"
- La RazónLa justicia europea avala el uso del castellano en la escuela catalana y rechaza el recurso del independentismo
- EL MUNDOLa Justicia europea avala el 25% de español en los colegios de Cataluña:"Recibir una educación en la lengua estatal es crucial"
- Xavier Antich
- Präsident von Òmnium Cultural, Kritiker des EGMR-Urteils
- Benet Salellas
- Ehemaliger CUP-Abgeordneter und Anwalt der klagenden Familien
- Pere Aragonès
- Ehemaliger katalanischer Präsident, dessen Regierung ein Dekret zur Umgehung der 25-Prozent-Regel verabschiedete
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