Stavenhagen nutzt Klärschlammverbrennung für Fernwärme
Die Stadt Stavenhagen in Mecklenburg-Vorpommern speist seit Mittwoch Abwärme aus ihrer Klärschlammverbrennungsanlage in das örtliche Fernwärmenetz ein, wie das Landesumweltministerium mitteilte.
Das Projekt
Stavenhagen im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte hat offiziell einen Fernwärmeanschluss von seiner Klärschlammverbrennungsanlage in Betrieb genommen. Die Abwärme aus der thermischen Behandlung von Klärschlamm fließt nun in das städtische Wärmenetz und versorgt Haushalte und öffentliche Gebäude. Die Anlage ist nach Angaben des Schweriner Umweltministeriums in Mecklenburg-Vorpommern einzigartig.
Lob für Kreislaufwirtschaft
Landesumweltminister Till Backhaus (SPD) bezeichnete das Projekt als Vorbild für Kreislaufwirtschaft.
Das ist gelebte Kreislaufwirtschaft. Aus dem, was entsorgt und aufbereitet wird, entstehen neue Rohstoffe, Energie und ein direkter Nutzen für die Bürger.
Das Ministerium betonte, dass die zurückgewonnene Wärmeenergie eine klimafreundliche Versorgung der Gemeinde ermöglicht.
Klimafreundliches Heizen
Der Anschluss verwandelt ein Abfallprodukt in eine lokale Energiequelle und verringert die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zum Heizen. Das Ministerium nannte weder die Zahl der angeschlossenen Gebäude noch die thermische Leistung der Auskopplungsanlage.


