
Australischer Junge nach Beinahe-Ertrinken in griechischem Hotelpool intubiert
Ein vierjähriger australischer Junge befindet sich nach einem Beinahe-Ertrinken in einem Hotelpool in Anavyssos am Samstag in kritischem Zustand auf einer Intensivstation in Athen.
Rettung am Pool in Anavyssos
Am Samstag, dem 12. September 2026, ereignete sich an einem Strandhotel in Anavyssos ein Notfall, nachdem ein kleiner australischer Junge aus einem Swimmingpool geborgen wurde. Das Kind, das von mehreren griechischen Rettungsdiensten als vier Jahre alt und in einer frühen Meldung als fünf Jahre alt angegeben wurde, machte mit seinen Eltern Urlaub in der Küstenstadt Ostattika. Gegen Mittag entglitt der Junge der Aufsicht der Erwachsenen und betrat das Wasser. Der Bademeister der Anlage bemerkte das Kind in Not, sprang in den Pool und holte es unverzüglich aus dem Wasser. Umstehende alarmierten andere Hotelgäste, woraufhin zwei Ärzte, die ebenfalls in der Anlage wohnten, dem Bademeister am Beckenrand zur Hilfe kamen. Das Ärztepaar unterstützte die dringende Herz-Lungen-Wiederbelebung am Pool, während das Hotelpersonal den nationalen Notruf verständigte.
Medizinischer Transport und Intensivpflege
Die Notrufzentrale entsandte einen Rettungswagen des Nationalen Zentrums für Notfallversorgung (EKAV) zum Hotelgelände, um die Wiederbelebungsmaßnahmen zu übernehmen. Die Sanitäter stabilisierten den Jungen und transportierten ihn unter Priorität auf der Straße ins Agia-Sofia-Kinderkrankenhaus in Athen. Mediziner des Kinderkrankenhauses beurteilten bei der Aufnahme den Zustand der Atemwege des Patienten und legten ihn auf der pädiatrischen Intensivstation an ein Beatmungsgerät. Die Ärzte beschrieben seinen Zustand aufgrund der in seine Lungen gelangten Flüssigkeitsmenge als kritisch. Gewerkschaftsvertreter des Gesundheitswesens bestätigten, dass der Patient keine stumpfen mechanischen Verletzungen erlitten habe, die schwere Atemnot jedoch direkt auf das Einatmen von Poolwasser während des Untertauchens zurückzuführen sei.
Michalis Giannakos, Präsident des Panhellenischen Verbands der Krankenhausangestellten des öffentlichen Dienstes (POEDHN), erläuterte den medizinischen Zustand des Kindes:
Er hat keine körperlichen Verletzungen, aber es kommt von der Wasseraspiration.
Chronologie der Notfallversorgung
Die Rettung und der anschließende medizinische Abtransport entwickelten sich im Laufe des Nachmittags des 12. September rasch.
- Ein australischer Junge fällt in einen Hotelpool in Anavyssos und wird von einem Bademeister herausgezogen
- Der Bademeister und zwei urlaubende Ärzte führen am Beckenrand eine Herz-Lungen-Wiederbelebung durch
- Ein EKAV-Krankenwagen bringt das Kind ins Agia-Sofia-Kinderkrankenhaus in Athen
- Krankenhausärzte intubieren das Kind und nehmen es auf der pädiatrischen Intensivstation auf
- Beamte befragen den Vater des Jungen und den Bademeister auf der Polizeidienststelle Saronida
Erste Meldungen der Rettungsdienste wiesen darauf hin, dass der Junge am Beckenrand einen Herzstillstand erlitt, bevor die Wiederbelebung die Herztätigkeit wiederherstellte. Das Krankenhauspersonal am Agia Sofia setzte die intensivmedizinischen Maßnahmen bis zum Samstagabend fort, um die physiologischen Auswirkungen der akuten Wasseraspiration zu mildern. Das Team der pädiatrischen Intensivstation stellte das Kind unter ständige Beobachtung, um Vitalfunktionen und Sauerstoffsättigung zu überwachen. Die klinischen Teams hielten den Patienten intubiert, während sie spezielle Behandlungen zum Schutz der Lungenfunktion und zur Stabilisierung der Organsysteme nach dem Beinahe-Ertrinken durchführten. Das Krankenhauspersonal kommunizierte regelmäßig mit der Familie, um über den kritischen Zustand des Patienten zu informieren.
Polizeiliche Ermittlungen und richterliche Überprüfung
Beamte der Griechischen Polizei wurden kurz nach der Abfahrt des Krankenwagens zum Hotelgelände in Anavyssos entsandt. Die Polizei untersuchte den Poolbereich, befragte Hotelpersonal und sammelte Aussagen von Augenzeugen des Rettungseinsatzes. Der Vater des Kindes und der diensthabende Bademeister wurden zur Polizeidienststelle Saronida gebracht, um ausführliche Aussagen zur elterlichen Aufsicht, zur Wachsamkeit am Pool und zu den Sicherheitsvorkehrungen am Pool zu machen. Die Ermittler sammelten technische und logistische Details zum Hotelbetrieb, um festzustellen, ob alle Sicherheitsstandards eingehalten wurden. Die Justizbehörden erhielten vorläufige Mitteilungen über die Akte, und ein Staatsanwalt wird die polizeilichen Ergebnisse prüfen, um zu entscheiden, ob gegen eine Person Anklage erhoben oder sie festgenommen werden soll.

