Regierung · Kiew
Tausende demonstrieren in Kiew für Wiedereinsetzung des entlassenen Verteidigungsministers Fedorow
Mehrere tausend Ukrainer zogen am Freitag durch das Zentrum Kiews – in der dritten Woche der Proteste gegen die schlecht begründete Entlassung von Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow durch Präsident Wolodymyr Selenskyj. Fedorow, ein Reformer, dem die treibende Kraft hinter militärischen Innovationen im Krieg mit Russland zugeschrieben wird.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Libertatea, De Standaard, Reuters und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Mehrere tausend Demonstranten versammelten sich am 31. Juli auf dem Chreschtschatyk im Zentrum Kiews, in der dritten Woche der Proteste; frühere Versammlungen zählten Hunderte.
Selenskyj entließ Fedorow Mitte Juli mit Verweis auf einen Konflikt mit Oberbefehlshaber Oleksandr Syrskyj, entließ Syrskyj jedoch eine Woche später unter öffentlichem Druck, sodass der wahre Grund für Fedorows Entlassung unklar bleibt.
In einem Interview mit Ukrainska Prawda am 29. Juli deutete Fedorow an, dass seine Bemühungen um Transparenz bei der Verteidigungsbeschaffung zu seiner Entlassung beigetragen haben könnten, und erklärte, dass viele Menschen in der Verteidigungsindustrie tätig seien.
Selenskyj bot Fedorow am 21. Juli einen alternativen Regierungsposten mit Fokus auf Technologie an, aber Fedorow lehnte ab und bestand darauf, nur als Verteidigungsminister zu dienen.
Der amtierende Verteidigungsminister Jewhenij Chmara, ein ehemaliger SBU-Beamter ohne vorherige politische Karriere, bekleidet nun den Posten, bis eine parlamentarische Bestätigungsabstimmung stattfindet, die noch nicht angesetzt wurde.

- Ende Juli 2026Selenskyj entlässt Oberbefehlshaber Oleksandr Syrskyj und ernennt Mychajlo Drapatyj
- 29.07.Fedorow gibt Ukrainska Prawda ein Interview und deutet an, dass Anti-Korruptionsbemühungen zu seiner Entlassung beigetragen haben
- 31.07.Mehrere tausend Demonstranten protestieren im Zentrum Kiews, während die Proteste in die dritte Woche gehen
Dritte Woche der Straßenproteste
Mehrere tausend Ukrainer zogen am Freitagabend, dem 31. Juli, durch das Zentrum Kiews – die größte Kundgebung seit Präsident Wolodymyr Selenskyj Mitte Juli Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow entlassen hatte. Die Menge bewegte sich durch das historische Zentrum und ergoss sich auf den Chreschtschatyk, die Hauptverkehrsader der Hauptstadt, und skandierte „Das Volk ist die Macht“ und „Lasst ihn zurückkommen“. Während des Marsches ertönte ein Luftalarm, aber nur wenige Teilnehmer zerstreuten sich, obwohl die Organisatoren gewarnt hatten, die Veranstaltung werde bei einer Bedrohung abgesagt. Der Protest ging in die dritte Woche, wobei frühere Versammlungen Hunderte statt Tausende von Menschen anzogen.
Eine unerklärte Entlassung
Selenskyj sagte zunächst, er habe Fedorow wegen eines schweren Konflikts mit dem damaligen Oberbefehlshaber Oleksandr Syrskyj entlassen. Diese Erklärung verlor an Glaubwürdigkeit, als Selenskyj Syrskyj selbst eine Woche später unter dem durch die Krise ausgelösten öffentlichen Druck entließ und den weithin respektierten General Mychajlo Drapatyj an seiner Stelle ernannte. Es mehrten sich Spekulationen, dass Fedorow wegen seiner Bemühungen zur Bekämpfung angeblicher Korruption im Verteidigungssektor zum Rücktritt gezwungen wurde. Der 35-jährige Minister hatte das Kriegsministerium erst im Januar 2026 übernommen und galt als treibende Kraft hinter militärischen Innovationen während des Krieges, darunter eine Tiefschlagkampagne gegen russische Militär- und Energieziele.
Fedorow bricht sein Schweigen
Am 29. Juli gab Fedorow der unabhängigen Zeitung Ukrainska Prawda ein Interview, seine ersten öffentlichen Äußerungen seit der Entlassung. Er deutete an, dass sein Vorstoß für mehr Transparenz bei der Verteidigungsbeschaffung zu seiner Entlassung beigetragen haben könnte.
„Es stimmt, dass viele Menschen in unserem Land in der Verteidigungsindustrie tätig sind. Es stimmt, dass es zahlreiche Signale gab und dass viele Ereignisse im Verteidigungsministerium stattgefunden haben.“
Fedorow nannte keine konkreten Personen oder Gruppen. Am 21. Juli hatte Selenskyj öffentlich erklärt, er habe dem ehemaligen Minister „eine wichtige Position in der Regierung“ angeboten, die sich auf die Entwicklung des Technologiesektors der Ukraine konzentriert, allgemein als Vize-Premierminister-Rolle verstanden. Fedorow lehnte ab und bestand darauf, nur als Verteidigungsminister zu dienen, da nur dieses Amt die Autorität habe, militärische Umstrukturierungen und Beschaffungsreformen voranzutreiben.
Die Reaktion der Regierung
An Fedorows Stelle ernannte Selenskyj Jewhenij Chmara, einen ehemaligen Chef des Staatssicherheitsdienstes (SBU) ohne vorherige politische Karriere, zum amtierenden Verteidigungsminister. Nach ukrainischem Recht muss der Posten von einem Zivilisten bekleidet werden. Das Parlament hat noch keinen Bestätigungstermin angesetzt. Matteo Mecacci, Direktor des Europäischen Politik-Instituts in Kiew, sagte, die Ernennung Drapatyjs könne helfen, etwas Vertrauen wiederherzustellen, aber die Krise allein nicht lösen.
„Der Ausweg kann wahrscheinlich nicht auf eine weitere Personalentscheidung beschränkt werden, und Fedorows Wiedereinsetzung erscheint jetzt unwahrscheinlich. Der Fokus muss daher auf einem effektiven Krisenmanagement liegen.“
Was als Nächstes kommt
Protestorganisator Dmytro Kosjatynskyj, ein Militärveteran, forderte einen pragmatischen Kompromiss.
„Ich bitte Wolodymyr Selenskyj, auf sein Volk zu hören und den Dialog mit Fedorow fortzusetzen. Geben Sie Mychajlo zum Beispiel ein Jahr Zeit, um Reformen umzusetzen, und entscheiden Sie dann auf der Grundlage der Ergebnisse.“
Die Demonstranten signalisierten, dass sie auf der Straße bleiben wollen. Der Präsident hat kein Anzeichen gegeben, dass er die Entlassung rückgängig machen will, und da keine Parlamentssitzung zur Bestätigung von Chmaras Ernennung anberaumt ist, bleibt der Stillstand ungelöst.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- LibertateaVal de proteste la Kiev, după ce Volodimir Zelenski l-a demis pe ministrul Apărării, Mîhailo Fedorov
- De StandaardDuizenden betogers in Kiev vragen terugkeer ex-minister van Defensie Fedorov
- ReutersThousands rally in Kyiv demanding ousted defence minister's reinstatement
- vrtnws.beLIVE "Laat hem terugkeren": duizenden mensen in Kiev eisen dat Fedorov weer minister van Defensie wordt | VRT NWS Nieuws
- Mykhailo Fedorov
- Ehemaliger ukrainischer Verteidigungsminister, Mitte Juli 2026 entlassen, ihm werden treibende Kraft hinter militärischen Innovationen und Beschaffungsreformen zugeschrieben
- Volodymyr Zelenskiy
- Präsident der Ukraine, der Fedorow und später Oberbefehlshaber Syrskyj im Zuge der daraus resultierenden politischen Krise entließ
- Oleksandr Syrskyi
- Ehemaliger Oberbefehlshaber der Streitkräfte der Ukraine, von Selenskyj eine Woche nach Fedorows Entlassung entlassen
- Mykhailo Drapatyi
- Oberbefehlshaber der Streitkräfte der Ukraine, im Juli 2026 nach Syrskyjs Entlassung ernannt
- Yevhenii Khmara
- Amtierender Verteidigungsminister der Ukraine, ehemaliger Chef des Staatssicherheitsdienstes (SBU) ohne vorherige politische Karriere
- Matteo Mecacci
- Direktor des Europäischen Politik-Instituts in Kiew, äußerte sich zur politischen Krise nach Fedorows Entlassung
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