
Holstein Kiel kämpft sich von 0:2 zurück und holt ein 2:2 gegen den FC St. Pauli in der 2. Bundesliga
Holstein Kiel kam nach einem 0:2-Rückstand zu einem 2:2-Unentschieden gegen den FC St. Pauli in der 2. Bundesliga, beide Teams haben nun zwei Unentschieden aus zwei Spielen. St. Pauli führte durch Kaars und Hara, bevor Harres und Therkelsen für Kiel einen Punkt holten.
Spielzusammenfassung
Holstein Kiel und der FC St. Pauli trennten sich am Freitagabend im Holstein-Stadion 2:2, am zweiten Spieltag der 2. Bundesliga-Saison. Beide Teams haben nun zwei Unentschieden aus zwei Spielen, jedes endete 2:2. St. Pauli, der Bundesliga-Absteiger, führte zur Halbzeit 2:0 durch Tore von Martijn Kaars in der 32. Minute und Taichi Hara in der Nachspielzeit der ersten Hälfte (45.+3). Kiel kämpfte sich in der zweiten Hälfte zurück: Phil Harres traf in der 56. Minute und Jonas Therkelsen glich in der 88. Minute aus, beide Tore wurden von Alexander Bernhardsson vorbereitet.
Das Spiel fand vor 11.700 Zuschauern im ausverkauften Holstein-Stadion statt, dessen Kapazität aufgrund des Abrisses der Nordtribüne reduziert war. Die Temperaturen überstiegen 30 Grad. Ein Pyro-Einsatz der Kieler Fans verdunkelte den Himmel und senkte kurzzeitig die Temperatur, was den Beginn der zweiten Hälfte um mehrere Minuten verzögerte.
- Kaars vergibt frühe Chance nach Nekics kurzem Rückpass, von Weiner pariert
- Balzi sorgt für Gefahr im St. Pauli-Strafraum, aber Voll hält
- Kaars trifft nach Rasmussen-Pass zur 1:0-Führung für St. Pauli, durch VAR bestätigt
- Hara vollendet Pyrkas Vorlage zum 2:0 für St. Pauli vor der Halbzeit
- Harres verkürzt für Kiel, Vorlage Bernhardsson
- Therkelsen gleicht für Kiel aus, Vorlage Bernhardsson, zum 2:2
Wie die Tore fielen
St. Pauli hatte bereits in der 2. Minute eine Chance, als Kaars einen kurzen Rückpass von Ivan Nekic erlief, aber an Kiels Torwart Timon Weiner scheiterte. Kiels argentinischer Neuzugang Guillermo Balzi sorgte in der 14. Minute für Gefahr, konnte aber St. Paulis Keeper Ben Voll nicht überwinden. Kaars traf bei seinem zweiten Versuch, indem er einen Pass von Mathias Rasmussen verwertete; das Tor wurde nach einer kurzen VAR-Überprüfung wegen passiven Abseits von Hara bestätigt. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte eroberte Arkadiusz Pyrka den Ball von David Zec zurück und legte für Hara auf, der zum 2:0 einschob. Weiner verhinderte dann mit einer starken Parade gegen Louis Oppies Schuss in der 45.+5. Minute einen dritten Treffer.
Kiel hatte vor der Pause mehr vom Spiel und wurde nach der Halbzeit belohnt. Harres verkürzte in der 56. Minute nach einer Bernhardsson-Vorlage, und Therkelsen glich in der 88. Minute nach einer weiteren Bernhardsson-Vorlage aus. Das Ergebnis beendete eine Serie von fünf Pflichtspielniederlagen in Folge für Kiel gegen den Nordrivalen und verhinderte eine sechste.
Reaktionen der Trainer
Kiels Trainer Tim Walter, 50, sagte, der Start sei angesichts des Abstiegskampfes der letzten Saison akzeptabel. Er stellte fest, dass die Mannschaft das Auftaktspiel gegen den SV Darmstadt 98 „zu 75 Prozent dominiert“ und gegen St. Pauli „insgesamt dominiert“ habe, forderte seine Spieler jedoch auf, keine einfachen Gegentore mehr zuzulassen.
Wir sollten aber aufhören, Geschenke zu verteilen.
Walter verteidigte auch seine Spieler und sagte, Fehler seien menschlich und würden immer passieren. Er blieb gelassen angesichts der Gerüchte, dass Bernhardsson vor Transferschluss den Verein verlassen könnte, nannte den schwedischen Nationalspieler „einen Super-Spieler“ und sagte, der Verein sei froh, ihn zu haben.
St. Paulis Trainer Marcel Rapp kehrte zu seinem früheren Arbeitgeber zurück, wo er von Oktober 2021 bis Februar 2026 trainierte. Er sagte, seine Mannschaft sei „ein bisschen enttäuscht“, weil mehr möglich gewesen wäre, aber sie würden weitermachen. St. Paulis Kapitän David Nemeth sagte, die Mannschaft kassiere Tore, die sie nicht kassieren wolle. Weiner sagte, seine Mannschaft habe sich nach der Pause „deutlich“ verbessert.
Wie es weitergeht
Kiels nächstes Spiel ist ein Erstrundenmatch im DFB-Pokal auswärts beim TSV 1860 München, der in die Regionalliga Bayern abgestiegen ist, am nächsten Samstag. Das nächste Ligaspiel ist auswärts beim 1. FC Magdeburg am 30. August. St. Pauli, das noch auf den ersten Saisonsieg wartet, wird versuchen, auf der Offensivleistung aufzubauen, die eine 2:0-Führung brachte, aber nicht gehalten werden konnte.


