Wirtschaft · Madrid und New York

Ibex 35 rutscht ab: KI-Ausverkauf nach Wahlsieg der Demokraten erfasst die Weltmärkte

Der scharfe Kurssturz an der Wall Street am Donnerstag, ausgelöst durch den Wahlsieg der Demokraten bei den Zwischenwahlen und die Angst vor KI-Ausgaben, griff am Freitag, 6. November, auf Asien und Europa über; der Ibex 35 lag zur Mittagszeit 1,32 % im Minus.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von El Confidencial, ABC TU DIARIO EN ESPAÑOL, La Razón und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Madrid, New York · Spanien, Vereinigte Staaten
Wie es dazu kam
  1. 5.11.Nasdaq schließt 5,52 % im Minus – schlechtester Schlusskurs des Jahres
  2. Eröffnung am FreitagIbex 35 eröffnet 1,18 % schwächer bei 19.256,40 Punkten
  3. Freitag zur MittagszeitIbex 35 bei rund 19.225 Punkten, 1,32 % im Minus
  4. Schluss am FreitagIbex 35 schließt 0,6 % im Minus

Ausverkauf an der Wall Street und Zweifel an der KI

Am Donnerstag, 5. November, schloss der Nasdaq 5,52 % im Minus – der schlechteste Schlusskurs des Jahres –, während der Dow Jones 3,44 % und der S&P 500 4,36 % verloren. Die Anleger reagierten auf den Sieg der Demokraten bei den US-Zwischenwahlen, der die Befürchtung weckte, die Partei könnte den Bau und die Erweiterung von Rechenzentren einschränken, die das KI-Wachstum tragen. Nvidia, einer der wichtigsten Hersteller von KI-Prozessoren, verlor mehr als 9 % und mehr als 400 Milliarden Dollar Börsenwert, Micron fiel um mehr als 17 %. Spanische Medien bezifferten den Kursverlust des Nasdaq auf rund 2,5 Billionen Dollar vernichteter Marktkapitalisierung. Zweifel an den Bewertungen der KI-Unternehmen, an den Kosten des Aufbaus der Technologie und an den Erträgen dieser Ausgaben belasteten die Stimmung zusätzlich.

Europa und Asien folgen der Wall Street nach unten

Die europäischen Börsen eröffneten am Freitag, 6. November, schwächer: London lag zur Eröffnung 1,42 % im Minus, Mailand 1,41 %, Frankfurt 1,35 %, Paris 1,22 % und Madrid 1,16 %. In Asien schloss der japanische Nikkei 5,96 % im Minus und fiel erstmals seit fünf Monaten unter 60.000 Punkte, während der südkoreanische Kospi nach einem frühen Minus von mehr als 8 % mit einem Abschlag von 6,02 % schloss. Shanghai verlor 1,1 %, Hongkong 1,3 % und Shenzhen 2,57 % – der Index mit dem größten Technologieanteil der drei. Dem asiatischen Ausverkauf vorausgegangen waren Sorgen vor einer strengeren US-Regulierung, die die KI-Entwicklung bremsen könnte. Der DAX führte die europäischen Verluste mit einem Rückgang von fast 2 % an, belastet von der Schwäche der Autoindustrie.

Asiatische Aktienindizes zum Freitagsschluss, Veränderung in %%
Kospi (Seoul)
-6.02 %
Nikkei (Tokio)
-5.96 %
Shenzhen
-2.57 %
Hongkong
-1.3 %
Shanghai
-1.1 %

Daten aus dem Artikeltext

Ibex 35 fällt – und dämpft den Schlag

Der Ibex 35 in Madrid eröffnete 1,18 % schwächer bei 19.256,40 Punkten, wobei im ersten Handelsmoment jeder Wert im Minus lag. Zur Mittagszeit stand er 1,32 % tiefer bei rund 19.225 Punkten. IAG, das für Januar bis September einen Nettogewinn von 2.264 Millionen Euro meldete – 16,2 % weniger als ein Jahr zuvor –, gehörte zur Eröffnung zu den schwächsten Werten. Später drehte die Aktie ins Plus und schloss höher; die Fluggesellschaft erhöhte ihre Dividende um 10,3 %. Solaria und Acciona Energia legten mehr als 4 % zu, weil ein US-Kongress mit demokratischer Mehrheit als günstiger für grüne Investitionen gilt – der Gewinn wurde allerdings als Ansteckungseffekt und nicht als direkter Nutzen für ihr Geschäft beschrieben. Acerinox und Fluidra gaben am stärksten nach, um 2,6 % und 1,54 %. Der Index schloss 0,6 % im Minus und verzeichnete dennoch seine beste Woche seit April.

Ibex-35-Stand am Freitag, 6. NovemberPunkte
Eröffnung
19256.4 Punkte
Mittag
19225 Punkte

Daten aus dem Artikeltext

Öl, Iran und die Kosten des Kraftstoffs

Brent-Rohöl notierte zur Mittagszeit bei rund 97,7 Dollar je Barrel, ein Plus von 0,65 %, während WTI um 0,36 % auf 90,17 Dollar stieg. Die iranische Revolutionsgarde erklärte, zwei weitere Tanker seien in der Straße von Hormus auf Seeminen gelaufen, als sie eine nicht genehmigte Route nehmen wollten; beide hätten nach Bränden an Bord gestoppt. US-Präsident Donald Trump sagte, der Iran werde 25 Jahre brauchen, um sich nach der im Februar von den Vereinigten Staaten und Israel gestarteten Offensive wieder aufzubauen, und er werde bald entscheiden, ob der Rest des Landes zerstört werde. Katars Emir Tamim bin Hamad Al Thani drängte auf Diplomatie und ein Ende der weiteren Eskalation. Höhere Kraftstoffkosten und Betriebsstörungen durch den Nahost-Konflikt belasteten die Fluggesellschaften; Amadeus meldete für die ersten neun Monate 2026 einen Nettogewinn von 1.081,6 Millionen Euro, 0,6 % weniger.

Arbeitsmarktdaten und die Sorgen hinter dem Ausverkauf

Die US-Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft stieg um 165.000 Stellen gegenüber erwarteten 70.000, der Vormonatswert wurde von 29.000 auf 60.000 nach oben revidiert. Das stärker als erwartete Lohnwachstum untermauerte laut La Razón die Erwartung von Zinserhöhungen der Federal Reserve. Kommentare in der spanischen Presse nannten drei Sorgen hinter dem KI-Ausverkauf: die hohe Verschuldung, eine Kreislauffinanzierung, bei der mehr als die Hälfte der Investitionen in KI-Unternehmen Berichten zufolge von anderen Branchenfirmen stammt, und ein Gewinnpotenzial, das noch nicht belegt ist. Der Ibex 35 beendete die Woche dennoch mit einem Plus von 3,84 % über fünf Tage – seine beste Serie seit April.

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