
Aktualisierung der Regionalklassen der Kfz-Versicherung betrifft 10 Millionen Autofahrer
Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft hat die Regionalklassen für alle 413 Zulassungsbezirke neu berechnet. Für 5,2 Millionen Autofahrer sinken die Haftpflicht-Einstufungen, für 4,8 Millionen steigen sie.
Bundesweite Neuberechnung für 413 Zulassungsbezirke
Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat seine jährliche regionale Schadenstatistik für alle 413 Kfz-Zulassungsbezirke in Deutschland veröffentlicht. Nach der aktualisierten Berechnung erhalten rund 5,2 Millionen Autofahrer in 63 Bezirken eine günstigere Regionalklasse in der Kfz-Haftpflichtversicherung, während etwa 4,8 Millionen Fahrer in 46 Bezirken in eine höhere Klasse eingestuft werden. Für die überwiegende Mehrheit der Autofahrer in Deutschland bleibt die Einstufung unverändert, dies betrifft 304 Zulassungsbezirke mit mehr als 32 Millionen Autofahrern. Die Regionalklassen spiegeln die Schadenhäufigkeit und Reparaturkosten wider, die mit dem Ort der Fahrzeugzulassung verbunden sind, nicht mit dem Ort des Unfalls. Während die individuellen Prämien von weiteren Faktoren wie Fahrzeugtypklassen, jährlicher Fahrleistung und allgemeinen Reparaturkostentrends abhängen, führen bessere Regionalklassen in der Regel zu niedrigeren Versicherungskosten.
Für 5,2 Millionen Autofahrer aus 63 Zulassungsbezirken verbessert sich die Regionalklasse, für 4,8 Millionen aus 46 Bezirken verschlechtert sie sich. Wo ein Auto zugelassen ist, macht einen erheblichen Unterschied für die Schadenbilanz aus. Insbesondere Großstädte schneiden häufig schlechter ab als ländliche Regionen.
- Verbesserte Einstufung
- 63 Bezirke
- Verschlechterte Einstufung
- 46 Bezirke
- Unveränderte Einstufung
- 304 Bezirke
Änderungen in nordwestlichen Bezirken
In Niedersachsen verschlechterten sich die Regionalklassen der Haftpflichtversicherung für rund 450.000 Autofahrer in sechs Bezirken, darunter Hannover Stadt, Delmenhorst, Emden, Oldenburg (Stadt), Peine und Wolfsburg. Umgekehrt verbesserten sich die Einstufungen für rund 600.000 Versicherungsnehmer in sieben niedersächsischen Bezirken, darunter Aurich, Cuxhaven, Gifhorn, Grafschaft Bentheim, Rotenburg (Wümme), Schaumburg und Wilhelmshaven. Im Bundesland Bremen wurden alle 250.000 Fahrer in Bremen und Bremerhaven in höhere Haftpflichtklassen eingestuft. Für die Vollkaskoversicherung in Niedersachsen sind mehr als 360.000 Fahrer in acht von 47 Bezirken von schlechteren Einstufungen betroffen, während 210.000 der 3,9 Millionen Vollkasko-Versicherungsnehmer des Landes in Städten wie Göttingen, Osnabrück, Uelzen und Wolfsburg verbesserte Einstufungen erhielten. Alle Teilkasko-Versicherungsnehmer in Bremerhaven erhielten ebenfalls höhere Regionalklassen, während Bremen unverändert blieb.
- Verbesserte Einstufung
- 5.2 Millionen Fahrer
- Verschlechterte Einstufung
- 4.8 Millionen Fahrer
- Unveränderte Einstufung
- 32 Millionen Fahrer
Veränderungen in Sachsen und Sachsen-Anhalt
In den ostdeutschen Bundesländern ergaben die lokalen Unfallschadenbilanzen gemischte Ergebnisse in städtischen und ländlichen Gebieten. In Sachsen profitieren rund 270.000 Fahrer in Meißen und dem Landkreis Leipzig von niedrigeren Haftpflichtklassen, während 315.000 Versicherungsnehmer in Chemnitz, Bautzen, Görlitz und Leipzig verbesserte Einstufungen für die Vollkaskoversicherung erhielten. Die beste Haftpflicht-Schadenbilanz in Sachsen hatte der Landkreis Mittelsachsen, während Dresden die schlechteste aufwies. In Sachsen-Anhalt wurden 40 % der Versicherungsnehmer in fünf Bezirken (Anhalt-Bitterfeld, Börde, Burgenland, Saalekreis und Stendal) in niedrigere Haftpflichtklassen eingestuft. Der Altmarkkreis Salzwedel erzielte das beste Haftpflicht-Schadenergebnis in Sachsen-Anhalt, während Magdeburg das schlechteste verzeichnete.
Thüringer Regionalklassen
In Thüringen erhielten 30 % der gemeldeten Fahrer in sieben Bezirken verbesserte Haftpflichteinstufungen, darunter Jena sowie die Landkreise Greiz, Saale-Holzland, Saale-Orla, Sömmerda, Sonneberg und Unstrut-Hainich. Entgegen dem allgemeinen Trend wurden Autofahrer in Suhl und Weimar aufgrund schlechterer Unfallstatistiken in höhere Haftpflichtklassen eingestuft. Der Kyffhäuserkreis verzeichnete die beste Schadenbilanz des Landes, während Gera die schlechteste aufwies. Bei der Vollkaskoversicherung erhielten drei thüringische Bezirke (Ilm-Kreis, Landkreis Sonneberg und Suhl) niedrigere Klassen für Vollkasko-Policen, während Weimar eine höhere Einstufung bekam. Bei der Teilkasko fielen die Klassen in Greiz, Jena und Suhl, stiegen jedoch im Eichsfeld.
