Regierung · Nairobi und Mombasa
Kenianische Polizei setzt Tränengas ein und verhaftet 355 Personen – Nairobi zum Protest-Jahrestag abgeriegelt
Schwere Sicherheitsvorkehrungen und Straßensperren verwandelten Nairobi am zweiten Jahrestag der Anti-Regierungs-Proteste von 2024, bei denen mindestens 60 Menschen starben, in eine Geisterstadt.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von The New York Times, Al Jazeera Online, BBC und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Die Polizei blockierte Autobahnen, sperrte das Stadtzentrum ab und setzte Wasserwerfer und Stacheldraht ein, sodass die meisten Geschäfte und Schulen schließen mussten.
Innenminister Kipchumba Murkomen bestätigte die Festnahmen und bezeichnete die Festgenommenen als Kriminelle, während er sich für die durch die Sicherheitsmaßnahmen verursachten Störungen entschuldigte.
Eltern und Aktivisten, die versuchten, am Parlament Blumen niederzulegen, wurden mit Tränengas und Schallkanonen empfangen; einige legten Kränze auf die Polizeibarrikaden.
Protestorganisatoren und Angehörige der Opfer fordern Rechenschaft für Polizeitötungen und stellen fest, dass zwei Jahre nach dem tödlichen Einsatz kein Polizist angeklagt wurde.
Präsident Ruto erklärte, dass 2 Milliarden Schilling (15,5 Millionen US-Dollar) für Opfer von protestbezogenen Menschenrechtsverletzungen bereitgestellt worden seien, doch die Familien sagen, dass Entschädigung ohne Gerechtigkeit nicht ausreiche.
- 25.06.Steuerproteste brechen aus, Parlament wird gestürmt, Sicherheitskräfte töten mindestens 60 Menschen.
- 25.06.Gedenkproteste werden tödlich, Dutzende von der Polizei getötet.
- 25.06.Massiver Polizeieinsatz, 355 Festnahmen, Straßensperren und Tränengas, um Gedenkmärsche zu verhindern.
Nairobi abgeriegelt
Die Polizei blockierte alle Zufahrtsstraßen ins Stadtzentrum, stellte Wasserwerfer auf und spannte Stacheldraht vor dem Parlament. Geschäfte, Restaurants und Schulen blieben geschlossen, die Hauptstadt lag weitgehend verlassen da. Innenminister Kipchumba Murkomen hatte am Vortag gewarnt, dass jeder, der Chaos, Plünderungen oder Straftaten verursache, mit der vollen Härte des Gesetzes rechnen müsse.
Demonstranten mit Gewalt begegnet
Einige Dutzend Demonstranten, darunter Angehörige der Opfer und Oppositionspolitiker, versuchten, zum Parlament zu gelangen, um Blumen niederzulegen. Sie waren den Bereitschaftspolizisten zahlenmäßig weit unterlegen. Die Beamten setzten Tränengas und eine Schallkanone ein, um die Menge zu zerstreuen. Einige Demonstranten legten Kränze auf die Stacheldrahtbarrikaden, nachdem ihnen der Zugang zum Gelände verwehrt worden war.
„Als Eltern haben wir um Erlaubnis gebeten, hierherkommen zu dürfen, um um unsere Kinder zu trauern und Blumen niederzulegen. Aber als wir ankamen, waren wir schockiert, weil die Polizei uns blockierte.“
Festnahmen und Reaktion der Regierung
Innenminister Murkomen erklärte, landesweit seien 355 Menschen festgenommen worden, nannte sie „Kriminelle“ und entschuldigte sich für die Unannehmlichkeiten der Sicherheitsmaßnahmen. Nairobis Polizeichef Issa Mohamud sagte, die Straßensperren sollten Kriminelle von der Stadt fernhalten. Die US-Botschaft hatte eine Warnung herausgegeben, in der sie US-Bürger aufforderte, Protestgebiete zu meiden.
„Ich bin gestern angekommen. Ich wusste, dass die Regierung feige sein und die Leute daran hindern würde, zu kommen. Ich habe die Nacht im Stadtzentrum verbracht. Wir haben noch nie ein Stadtzentrum mit Stacheldraht auf den Straßen gesehen. Es ist absurd.“
Ungelöste Beschwerden
Die Protestorganisatoren forderten Gerechtigkeit für die Opfer, glaubwürdige Ermittlungen zum Polizeiverhalten und Garantien gegen übermäßige Gewalt. Präsident William Ruto erklärte letzte Woche, dass 2 Milliarden Kenia-Schilling (15,5 Millionen US-Dollar) für Wiedergutmachungen bereitgestellt worden seien. Doch die Familien sagen, dass kein Polizist zur Rechenschaft gezogen worden sei. Laut RFI wurden letzten Monat bei Protesten gegen Benzinpreiserhöhungen vier Menschen getötet.
„Der 25. Juni ist eine Erinnerung daran, worum es bei diesem Regime geht. Es ist eine Erinnerung daran, dass ihr die Legitimität gegenüber dem kenianischen Volk verloren habt.“
Vermächtnis des Aufstands von 2024
Die ursprünglichen Proteste brachen am 25. Juni 2024 wegen eines Finanzgesetzes aus, das Steuererhöhungen vorgesehen hätte. Die lose organisierte Gen-Z-Bewegung drang in das Parlamentsgelände ein, bevor ein Sicherheitseinsatz mindestens 60 Tote forderte, so die Kenianische Menschenrechtskommission. Die Regierung zog das Gesetz zurück, doch auch die Gedenkproteste im letzten Jahr endeten tödlich. Aktivisten sagen, dass der wirtschaftliche Druck und die Polizeigewalt, die die Bewegung antrieben, weiterhin ungelöst seien.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- William Ruto
- Präsident von Kenia
- Kipchumba Murkomen
- Innenminister von Kenia
- Boniface Mwangi
- Protestorganisator
- Kalonzo Musyoka
- Oppositionsführer und möglicher Präsidentschaftskandidat
- Issa Mohamud
- Polizeichef von Nairobi
- Edith Wanjiku
- Mutter von Ibrahim Kamau, der bei den Protesten 2024 getötet wurde
- Kimani Methamo
- Architekt, der Blumen am Parlament niederlegte
- Faith Njeri
- Universitätsstudentin und Aktivistin
- Rex Masai
- 29-jähriger Aktivist, erstes Todesopfer der Proteste vom Juni 2024
- Orte
- Nairobi
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