Selenskyj: Partner warnten nicht vor Angriff mit fünf Raketen auf Kyjiw
Fünf ballistische Raketen trafen am Montagabend, dem 12. Oktober, zivile Infrastruktur in Kyjiw, und die Ukraine erhielt nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj keine Vorwarnung von ihren Partnern. Separat traf ein Drohnenangriff ein 25-stöckiges Wohngebäude in der Hauptstadt.
Raketenangriff auf zivile Infrastruktur
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte auf X, Russland habe die Ukraine seit Montagabend, dem 12. Oktober, bis zum Zeitpunkt seines Beitrags mit mehr als 100 Waffen angegriffen, darunter Drohnen, Loitering-Munition und ballistische Raketen. Er sagte, fünf ballistische Raketen hätten zivile Infrastruktur in Kyjiw getroffen, und die Ukraine habe von ihren Partnern keine Warnung vor diesem Angriff erhalten. Auf Telegram schrieb Selenskyj, Erkenntnisse über russische Starts ballistischer Raketen retteten Leben, und eine Frühwarnung vor solchen Raketen helfe, Todesfälle zu verhindern. Die Beiträge wurden am 13. Oktober veröffentlicht, einen Tag nach den Angriffen.
Drohnenangriff auf einen Wohnhochhaus in Kyjiw
Die Staatsanwaltschaft von Kyjiw teilte über Telegram mit, Ziel eines Angriffs sei ein 25-stöckiges Wohngebäude gewesen. Laut Reuters wurde die Leiche eines der Opfer in einem neben dem Gebäude geparkten Auto gefunden. Die Staatsanwaltschaft erklärte, sieben Menschen seien bei dem Angriff verletzt worden. Der Kyjiwer Bürgermeister Vitali Klitschko nannte die Zahl von 11 Verletzten, von denen drei ins Krankenhaus gebracht wurden. Die beiden Zahlen stammen von unterschiedlichen Vertretern und wurden in der Berichterstattung nicht in Einklang gebracht.
Reaktion des Kremls und die Forderung nach Druck
Selenskyj sagte, Russland habe auf einen amerikanischen Vorschlag mit auf Kyjiw gerichteten Shahed-Drohnen geantwortet. Er erklärte, Russland setze seinen Terror gegen das ukrainische Volk fort, indem es Wohngebäude angreife und Menschen töte. Er rief die Vereinigten Staaten auf, diese Signale aus Russland zur Kenntnis zu nehmen und entschieden zu reagieren, und argumentierte, Russland müsse stärker unter Druck gesetzt werden, um den Krieg zu beenden. Reuters merkte an, dass russische Angriffe auf Kyjiw und andere ukrainische Städte, die zuvor überwiegend nachts erfolgten, nun das Alltagsleben fast rund um die Uhr stören.


