
Waldbrand auf Kefalonia löst Evakuierung von sieben Ortschaften aus, ein Festgenommener wegen Brandstiftung
Ein Waldbrand, der am späten Samstagabend in Pastra auf Kefalonia ausbrach, löste eine Reihe von 112-Notfallmeldungen und die Evakuierung von sieben Ortschaften aus. Eine Person wurde unter dem Verdacht der Brandstiftung festgenommen.
Brandausbruch
Ein Waldbrand ist am Samstag, den 1. August, um etwa 23:20 Uhr im Gebiet Pastra auf Kefalonia ausgebrochen. Die Flammen breiteten sich durch Waldgebiet aus und lösten ein sofortiges Eingreifen der Griechischen Feuerwehr aus. Die erste 112-Notfallmeldung, eine Bereitschaftsnachricht, wurde um 00:20 Uhr am Sonntag an die Bewohner der weiteren Umgebung gesendet. Innerhalb der nächsten drei Stunden eskalierte die Lage, sodass die Behörden eine Reihe von Evakuierungen anordnen mussten.
Evakuierungsanordnungen
Zwischen 01:21 und 03:29 Uhr gab das 112-System fünf Evakuierungsmeldungen für sieben Ortschaften heraus. Um 01:21 Uhr wurden die Bewohner von Kremmidi angewiesen, den Ort zu verlassen und sich in Richtung Argostoli zu begeben. Um 01:43 Uhr folgte Markopoulo, ebenfalls mit Ziel Argostoli. Um 02:17 Uhr wurde die Anordnung auf Kateleio ausgeweitet, wiederum in Richtung Argostoli. Kato Kateleio wurde um 02:59 Uhr evakuiert; die Bewohner wurden angewiesen, nach Ratzakli und Skala zu gehen. Schließlich wurden um 03:29 Uhr die Dörfer Chionata, Thiramona und Mavrata in Richtung Argostoli evakuiert. Insgesamt wurden sechs 112-Meldungen verschickt, einschließlich der ersten Informationsmeldung.
- Feuer bricht im Waldgebiet von Pastra auf Kefalonia aus
- Erste 112-Meldung: Bereitschaftsnachricht an die weitere Umgebung gesendet
- Evakuierung von Kremmidi angeordnet, Richtung Argostoli
- Evakuierung von Markopoulo angeordnet, Richtung Argostoli
- Evakuierung von Kateleio angeordnet, Richtung Argostoli
- Evakuierung von Kato Kateleio angeordnet, Richtung Ratzakli und Skala
- Evakuierung von Chionata, Thiramona und Mavrata angeordnet, Richtung Argostoli
- Einsatzstärke bei 66 Feuerwehrleuten und 19 Fahrzeugen; mehr als 6.000 Stremmata verbrannt gemeldet
- Brand unter Kontrolle, keine aktive Front; 18 Strommasten zerstört, Südkefalonia ohne Strom und Wasser
Löschmaßnahmen
Die ersten Maßnahmen umfassten 31 Feuerwehrleute, zwei Bodentrupps der 16. Spezialeinheit für Katastropheneinsätze (EMODE) und sieben Fahrzeuge, unterstützt durch Wasserwagen und Erdbewegungsmaschinen der Gemeinde Argostoli. Im Laufe der Nacht wurden Verstärkungen eingesetzt. Bis zum frühen Morgen war die Einsatzstärke auf 52 Feuerwehrleute, drei Bodentrupps der 19. EMODE, Freiwillige und 12 Fahrzeuge angewachsen. Zur Luftunterstützung gehörten zwei Flugzeuge und ein Hubschrauber. Zusätzlich sollten zehn Feuerwehrleute mit fünf Fahrzeugen per Fähre vom Hafen Patras zur Einsatzstelle anreisen. Der Feuerwehr half zudem das erste Tageslicht, das eine verbesserte Koordination ermöglichte.
Festnahme wegen Brandstiftung
Ein 44-jähriger Grieche wurde auf frischer Tat unter dem Verdacht der vorsätzlichen Brandstiftung festgenommen; ihm wird vorgeworfen, das Feuer mit offener Flamme gelegt zu haben. Ermittler der Feuerwehr in Argostoli nahmen die Festnahme zusammen mit der Polizei vor, die der Direktion für Brandstiftungsdelikte untersteht. Griechische Medien berichteten, dass er in der Vergangenheit wegen ähnlicher Straftaten verurteilt und inhaftiert worden war. Der stellvertretende Regionalgouverneur von Kefalonia hatte die Festnahme bereits am Vormittag bestätigt.
Aktueller Stand
Im Laufe des Sonntags wuchs der Einsatz weiter: Am Nachmittag waren es 66 Feuerwehrleute und 19 Fahrzeuge, am Montagmorgen etwa 70 Feuerwehrleute, drei Bodentrupps, Freiwillige und 21 Fahrzeuge. Bis Montag, den 3. August, um 11:54 Uhr war der Brand unter Kontrolle, ohne aktive Front; die Einsatzkräfte waren weiterhin mit Nachlöscharbeiten und der Beobachtung möglicher Wiederaufflammungen beschäftigt. Mehr als 6.000 Stremmata, etwa 600 Hektar, waren verbrannt. Etwa 300 Menschen waren aus ihren Häusern gebracht worden.
Es wurden keine Verletzten gemeldet, und Häuser in Mavrata konnten in letzter Minute gerettet werden. Der Brand zerstörte jedoch 18 Stromverteilungsmasten, wodurch die Strom- und Wasserversorgung im Süden Kefalonias unterbrochen wurde. Am stärksten betroffen waren Skala, Kateleio, Ratzakli, Markopoulo, Pastra und Kremmidi. Vier Stromgeneratoren wurden nach Skala gebracht, während die Einsatzkräfte daran arbeiteten, das Netz wieder aufzubauen.


