
Katamaran kollidiert mit Hafenmauer in Konstanz – zwölf Verletzte bei Rekord-Niedrigwasser des Bodensees
Ein Passagierkatamaran ist am Freitagmorgen auf dem Bodensee gegen die Hafenmauer in Konstanz geprallt, wobei mindestens zwölf Menschen verletzt wurden – der See verzeichnete an diesem 13. August den niedrigsten je gemessenen Wasserstand.
Kollision im Konstanzer Hafen
Am Freitagmorgen kollidierte der Katamaran „Constanze“ bei der Einfahrt in den Hafen von Konstanz am Bodensee mit der Hafenmauer. Das Schiff war um 8:00 Uhr in Friedrichshafen abgelegt und prallte gegen 8:45 Uhr, kurz vor der planmäßigen Ankunft, gegen die Mauer. Durch die Wucht des Aufpralls wurden mindestens zwölf Menschen an Bord verletzt. Nach Informationen des SWR waren einige der Verletzten schwer und wurden ins Krankenhaus gebracht. Die Katamaran-Reederei Bodensee bestätigte, dass einige verletzte Passagiere stationär behandelt wurden, erklärte jedoch, dass niemand in Lebensgefahr schwebe. Der Katamaran wurde bei der Kollision beschädigt, blieb aber stabil auf dem Wasser und sank nicht. Der Bodensee liegt an der Grenze zwischen Deutschland, Österreich und der Schweiz, und die Katamaranlinie befördert normalerweise stündlich Passagiere zwischen Konstanz und Friedrichshafen.
- Katamaran „Constanze“ legt in Friedrichshafen ab
- Katamaran kollidiert mit Hafenmauer in Konstanz, zwölf Verletzte
- Feuerwehr gibt Details bekannt: DLRG-Boote konnten Katamaran wegen Niedrigwassers nicht erreichen
Rettungseinsatz
Rettungskräfte, darunter die DLRG, die Feuerwehr Konstanz, die Polizei und ein Rettungshubschrauber, wurden zum Hafen entsandt, wie der Südkurier berichtete. Die Feuerwehr Konstanz gab am Freitagnachmittag weitere Details bekannt und meldete, dass DLRG-Rettungsboote den beschädigten Katamaran wegen des niedrigen Wasserstands nicht direkt erreichen konnten. Mehrzweckboote der Feuerwehr wurden zur Rettung der Passagiere von Bord eingesetzt. Die Polizei bestätigte, dass keine Betriebsstoffe aus dem Katamaran ausgetreten seien und keine Gefahr für Menschen oder die Umwelt bestehe. Der Hafen blieb betriebsbereit, und der übrige Schiffsverkehr in Konstanz wurde durch den Vorfall nicht beeinträchtigt. Die Polizei kommunizierte ihre Erkenntnisse aus Göppingen in Baden-Württemberg.
Ermittlungen laufen
Die Wasserschutzpolizei ermittelt, wie es zu der Kollision kommen konnte. Die Staatsanwaltschaft Konstanz hat einen unabhängigen Sachverständigen beauftragt, den Hergang zu rekonstruieren und ein Gutachten zu erstellen. Die Ermittler suchen zudem nach Zeugen, die den Unfall beobachtet haben. Beide Schiffskapitäne befanden sich nach Angaben der Katamaran-Reederei Bodensee unter den Verletzten. Der Katamaran-Dienst, der normalerweise stündlich Passagiere zwischen Konstanz und Friedrichshafen über den Bodensee befördert, wurde nach dem Unfall auf ein einziges Schiff im Zweistundentakt reduziert. Die beschädigte „Constanze“ verblieb im Konstanzer Hafen.
Christoph Witte, Geschäftsführer der Katamaran-Reederei Bodensee, äußerte sich zu dem Vorfall.
Wir werden alles tun, um die Ursachen herauszufinden, bitten aber um etwas Geduld.
Rekordtiefe Wasserstände am Bodensee
Der Unfall ereignete sich bei extrem niedrigen Wasserständen des Bodensees. Die LUBW (Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg) in Karlsruhe meldete am Freitag, dass der Pegel Konstanz am Donnerstag, dem 13. August, 275 Zentimeter betrug. Dies war der niedrigste Wasserstand des Jahres und der niedrigste jemals für einen 13. August gemessene. Der bisher niedrigste Wert für einen 13. August lag bei 300 Zentimetern, gemessen im Jahr 2003. Die niedrigen Wasserstände erschwerten den Rettungseinsatz direkt, da DLRG-Boote den Katamaran nicht direkt erreichen konnten und stattdessen Mehrzweckboote der Feuerwehr eingesetzt werden mussten.
- 13. Aug 2003
- 300 cm
- 13. Aug 2026
- 275 cm


