
Griechische Polizei verhaftet neun Mitglieder einer Bande, die 370.000 Euro aus Juweliergeschäften in Attika gestohlen hat
Die griechische Polizei hat neun Mitglieder einer Bande festgenommen, die seit Anfang 2026 Juwelen im Wert von 370.000 Euro aus Geschäften in ganz Attika gestohlen hat. Ein weiterer Verdächtiger wird noch gesucht.
Festnahmen und Bandenstruktur
Die griechische Polizei hat eine kriminelle Bande zerschlagen, die für eine Serie von Juweliergeschäftseinbrüchen in ganz Attika verantwortlich ist, und bei einer koordinierten Aktion am Morgen des 1. Juli 2026 neun Mitglieder festgenommen. Die Festnahmen wurden von der Kriminalermittlungsabteilung Piräus mit Unterstützung der Schnelleinsatzeinheit O.P.K.E. und anderer Polizeikräfte durchgeführt. Die Verdächtigen im Alter von 21 bis 45 Jahren wurden in Gewahrsam genommen, während ein zehntes Mitglied identifiziert wurde und noch gesucht wird. Die Bande war nach Angaben der vorläufigen Ermittlungen mindestens seit Anfang 2026 aktiv.
Modus Operandi
Die Gruppe operierte von einem Stützpunkt in der Siedlung Ano Korydallos aus. Ihre Methode bestand darin, zunächst Fahrzeuge zu stehlen, mit denen sie zu den Zielgeschäften und zurück fuhren. Nach jedem Einbruch ließen sie die gestohlenen Autos in der Nähe ihres Stützpunkts zurück und wechselten zu anderen Fahrzeugen. Um in die Juweliergeschäfte einzubrechen, brachen sie entweder mit Brechstangen die Sicherheitsrollläden auf oder zertrümmerten die Glasfenster. Im Inneren nahmen sie Goldschmuck mit. Die Täter trugen zur Vorsicht Handschuhe, Kapuzen und dunkle Kleidung. Die gestohlenen Gegenstände wurden dann einem Komplizen im Gebiet Ano Liosia übergeben, der für den Verkauf auf dem Schwarzmarkt und die Verteilung der Erlöse unter den Bandenmitgliedern verantwortlich war.
Ermittlungen und Beschlagnahmungen
Die polizeilichen Ermittlungen, die nach einer Reihe von gemeldeten Einbrüchen begannen, führten zur Identifizierung der Verdächtigen. Insgesamt konnten sechs Einbrüche in Juweliergeschäfte und sieben Fahrzeugdiebstähle aufgeklärt werden. Die Gesamtsumme der illegalen Erlöse wird auf 370.000 Euro geschätzt. Bei Durchsuchungen der Wohnungen der Angeklagten beschlagnahmten die Beamten 4.000 Euro Bargeld, zahlreiche Schmuckstücke, elf als "einsatzbereit" beschriebene Mobiltelefone, fünf Fahrzeuge und bei den Taten verwendete Kleidung.
Strafrechtliche Anklagen
Gegen die neun Festgenommenen wurde ein Ermittlungsverfahren eröffnet, das unter anderem Anklagen wegen Gründung und Beteiligung an einer kriminellen Vereinigung, gewerbs- und bandenmäßig begangenen schweren Diebstahls (sowohl vollendet als auch versucht), Sachbeschädigung an fremdem Eigentum und Geldwäsche aus kriminellen Aktivitäten umfasst. Die Verdächtigen wurden der Staatsanwaltschaft vorgeführt.


