- September 2026Regierung verabschiedet zwei Wohngesetzesdekrete, gegen die Junts später stimmt
- 17.10.Nationalrat in La Garriga erklärt Nogueras offiziell zur Barcelona-Kandidatin
- 29.11.Parlamentswahl (29-N)
Ein mitteorientierter Auftritt in La Garriga
Míriam Nogueras, Junts-Kandidatin für den Kongress und Sprecherin der Partei in der Kammer während der vorherigen Legislaturperiode, wurde am Samstag, 17. Oktober, beim Nationalrat der Partei in La Garriga (Barcelona) offiziell zur Kandidatin für Barcelona erklärt. Sie sagte, Junts habe gezeigt, dass es das eindämmen könne, was sie die „zwei spanischen Blöcke“ nannte, die ihrer Ansicht nach zunehmend von den Extremen bestimmt würden. In ihrer Rede stellte sie die Parlamentswahl am 29. November als Entscheidung darüber dar, wie viel Handlungsfähigkeit Katalonien habe, sich zu verteidigen, die Extreme zu stoppen und Madrid für Katalonien arbeiten zu lassen. Quellen beschreiben das Treffen als Beginn eines kurzen Vorwahlkampfs, 43 Tage vor der Wahl. Sie fasste ihre Botschaft in einem Satz zusammen:
„Heute ist das Revolutionärste, in der Mitte zu stehen, die Zentralität zu verteidigen, die Seriosität zu verteidigen und gute Arbeit zu verteidigen.“
Wohngesetzesdekrete und die vorgezogene Wahl
Nogueras verteidigte die Entscheidung von Junts, gegen zwei Wohngesetzesdekrete zu stimmen, die die Regierung im September verabschiedet hatte. Deren Scheitern veranlasste Ministerpräsident Pedro Sánchez, vorgezogene Parlamentswahlen auszurufen, und sie argumentierte, eine Zustimmung hätte das Land schlechter gestellt. ABC berichtet, dass die sieben Abgeordneten von Junts im Kongress trotz des politischen Risikos so abstimmten, und Nogueras stellte es als Frage der Verantwortung dar. Sie brachte das Argument klar auf den Punkt:
„Es war das Richtige. Mit „Ja“ zu stimmen hätte bedeutet, am nächsten Tag in einem schlechteren Land aufzuwachen.“
Der Zeitplan der Partei reicht von den September-Dekreten über die am 17. Oktober erklärte Kandidatur bis zur Wahl am 29. November.
Angriffe auf die Regierung und Madrid
Nogueras sagte, Katalonien solle aufhören, die in Madrid getroffenen „sehr schlechten Entscheidungen“ hinzunehmen, und argumentierte, die katalanische Mittelschicht könne nicht für alles bezahlen. Sie bezeichnete die Regierung Sánchez als unverantwortlich und sagte, Junts sei die einzige Gruppe, die den Mut gehabt habe, beim Wohnungsbau die Wahrheit zu sagen. Sie kritisierte auch den katalanischen Präsidenten Salvador Illa und die Regierung und warf ihnen vor, als „Blumenvase“ für die PSOE zu agieren und die katalanischen Bürger nicht verteidigen zu können. In ihrer Darstellung stoppte Junts das, was sie den „Ruin der spanischen Linken“ nannte, und das „schwarz-weiße Land“, das sie der spanischen Rechten zuschrieb. Ihre zentrale Warnung lautete:
„Es steht auf dem Spiel, ob wir im Lärm der zwei spanischen Blöcke gefangen bleiben, immer mehr gefangen von den Extremen.“
Kandidatenlisten für den 29. November
Der Nationalrat genehmigte die endgültigen Kandidatenlisten für die Wahl am 29. November. Nogueras führt die Liste für Barcelona an, während Josep Maria Cruset in Tarragona, Marta Madrenas in Girona und Isidre Gavin in Lleida führen. Die Senatslisten umfassen laut dem Bericht Josep Maria Vila d'Abadal, Anna Cols und Oriol Izquierdo für Barcelona. La Vanguardia berichtet, Carles Puigdemont habe sich hinter verschlossenen Türen per Fernverbindung an das Treffen gewandt und ebenfalls die Botschaft der Zentralität unterstützt.