15-jähriger kolumbianischer Junge in Barcelona im Park La Pegaso erschossen – Bandenkonflikt vermutet
Ein 15-jähriger kolumbianischer Junge ist am Donnerstagabend im Park La Pegaso in Barcelona erschossen worden. Die Polizei vermutet eine Auseinandersetzung zwischen Jugendbanden und fahndet nach den Tätern.
Die Schüsse
Gegen 22:45 Uhr hörten Zeugen am Donnerstag Schüsse im Park La Pegaso im Viertel La Sagrera in Barcelona und alarmierten die Rettungskräfte. Als Beamte der Guardia Urbana eintrafen, fanden sie einen 15-jährigen Jungen mit Schusswunden. Sie führten fast eine halbe Stunde lang eine Herz-Lungen-Wiederbelebung durch, doch der Rettungsdienst stellte noch am Tatort seinen Tod fest.
- Zeugen melden Schüsse im Park La Pegaso und rufen den Notruf 112.
- Die Guardia Urbana trifft ein, findet den verletzten 15-Jährigen und beginnt mit der Wiederbelebung.
- Der Rettungsdienst bestätigt den Tod des Jungen.
- Die Ermittlungsabteilung der Mossos d'Esquadra übernimmt den Fall und verhängt Geheimhaltung.
- Bürgermeister Collboni kündigt eine Pressekonferenz für Freitagmorgen an.
Opfer und Tatverdächtige
Laut Quellen, die von La Vanguardia zitiert werden, war das Opfer kolumbianischer Staatsbürger und war vor sieben Monaten nach Spanien gekommen. Er war in Begleitung von zwei weiteren Personen, als eine Gruppe von vier bis fünf Jugendlichen angriff, berichtete La Razón. Die Angreifer flohen unmittelbar nach den Schüssen. Die Polizei fahndet weiterhin nach ihnen.
Ermittlungen
Die Ermittlungsabteilung der Mossos d'Esquadra (DIC) hat den Fall übernommen, der nun unter richterlicher Geheimhaltung steht. Die erste Hypothese deutet auf eine Auseinandersetzung zwischen Jugendbanden hin, möglicherweise lateinamerikanischen Banden, die sich häufig im Park aufhalten. Innenministerin Núria Parlon erklärte, die ersten Hinweise sprächen für eine Bandenschlägerei.
Ich spreche meine entschiedene Verurteilung der extremen Gewalt aus, die diese Ereignisse darstellen. Die Mossos arbeiten daran, die Täter zu finden.
Offizielle Reaktionen
Barcelonas Bürgermeister Jaume Collboni sagte dem Radiosender Rac1, die Mossos planten für Freitagmorgen eine Pressekonferenz, um Einzelheiten zu nennen. Der stellvertretende Bürgermeister für Sicherheit, Albert Batlle, setzte sich am frühen Freitag mit Parlon in Verbindung. Der Park, der sich in der Nähe einer Wache der Guardia Urbana befindet, gilt als Treffpunkt von Jugendbanden.
Zunehmende Waffengewalt
Es ist der siebte Todesfall durch Schusswaffen in Katalonien in diesem Jahr, fünf davon in Barcelona. Vier davon waren Hinrichtungen, vermutlich im Zusammenhang mit Drogenhandel, wie El País feststellte. Die Tötung eines Minderjährigen hat die Besorgnis über Bandenaktivitäten in der Stadt verstärkt.
