Regierung · Rotterdam
Niederländischer Premierminister Rob Jetten entschuldigt sich offiziell bei der molukkischen Gemeinschaft für historische Misshandlung 75 Jahre nach der erzwungenen Ankunft
Premierminister Rob Jetten hat bei der Enthüllung des Nationaldenkmals Ulu Kora in Rotterdam eine formelle Entschuldigung für die herzlose Entlassung, die schlechte Unterbringung und jahrzehntelange Vernachlässigung der ersten Generation von Molukkern ausgesprochen, die 1951 in die Niederlande gebracht wurden.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von NOS, Telegraaf und Trouw. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Jettens Entschuldigung betraf die unehrenhafte Entlassung der KNIL-Soldaten, die schlechte Aufnahme und Unterbringung, Vernachlässigung und das unerfüllte Versprechen der Rückkehr.
Das Nationaldenkmal Ulu Kora wurde auf der Lloydkade in Rotterdam enthüllt, wo die letzten Schiffe mit Molukkern 1951 anlegten.
Über 12.000 Molukker erhielten die Zusage, dass ihr Aufenthalt sechs Monate dauern würde; viele wurden in ehemaligen Konzentrationslagern untergebracht und kehrten nie in ihre Heimat zurück.
Jetten betonte, dass Entschuldigungen von historischer Forschung und der Aufnahme der molukkischen Geschichte in die Bildung begleitet werden müssen.
Einige begrüßten die Anerkennung; andere bezeichneten die Entschuldigung als 75 Jahre zu spät und äußerten tiefes Misstrauen gegenüber der niederländischen Regierung.
- 1.01.Über 12.000 molukkische KNIL-Soldaten und ihre Familien kommen in den Niederlanden an, werden entlassen und in schlechten Unterkünften untergebracht.
- 1.01.Eine Zugentführung bei De Punt durch junge Südmoluccer verdeutlicht langjährige Spannungen.
- 1.01.Das Kabinett Rutte IV räumt ein, dass die Aufnahme der Molukker zu kalt und bürokratisch war.
- 21.06.Premierminister Rob Jetten entschuldigt sich offiziell und enthüllt das Ulu-Kora-Denkmal.
Premierminister Rob Jetten entschuldigte sich am Sonntag im Namen der niederländischen Regierung für die Behandlung der ersten Generation von Molukkern, 75 Jahre nachdem sie gezwungen waren, Indonesien zu verlassen und unter dem Versprechen eines kurzen, vorübergehenden Aufenthalts in den Niederlanden ankamen. Die Entschuldigung erfolgte während der Enthüllung des Nationaal Monument Ulu Kora auf der Lloydkade in Rotterdam, genau dem Kai, an dem die letzten Schiffe mit molukkischen KNIL-Soldaten und ihren Familien anlegten.
„Für die herzlose und unehrenhafte Entlassung als Soldaten, für die unzureichende Aufnahme und Unterbringung, für das Nichtgesehenwerden und Verlassenwerden, für die unerfüllte Sehnsucht nach der Heimat, für die Traurigkeit und den Schmerz in so vielen molukkischen Familien entschuldige ich mich heute im Namen der niederländischen Regierung.“
Denkmal am historischen Kai
Das Ulu-Kora-Denkmal (benannt nach dem Bug eines traditionellen molukkischen Schiffes) wurde als Ort des Gedenkens und der Anerkennung enthüllt. Jan Tahamata (81), einer der ersten Molukker, die 1951 an Land gingen, war zusammen mit seinem Neffen Yordi Tahamata, Vorsitzender der Stichting Landelijk Moluks Monument, anwesend, der sich nach einem Spaziergang, der auf der Lloydkade endete, für das Denkmal eingesetzt hatte. „Mein Onkel Jan erzählte mir, dass dies der Ort war, an dem er als kleines Kind von Bord ging“, sagte Yordi Tahamata.
Gebrochene Versprechen und harte Bedingungen
1951 brachte die niederländische Regierung mehr als 12.000 molukkische Männer, Frauen und Kinder in die Niederlande. Viele der Männer waren Soldaten der Königlich Niederländisch-Indischen Armee (KNIL), die während des indonesischen Unabhängigkeitskrieges auf niederländischer Seite gekämpft hatten und in ihrer Heimat nicht mehr sicher waren. Bei ihrer Ankunft wurden sie sofort aus dem Militärdienst entlassen, mit wenig oder gar keiner Nachzahlung. Ihnen wurde gesagt, ihr Aufenthalt würde sechs Monate dauern, aber sie wurden in ehemaligen Arbeits- und Konzentrationslagern wie Westerbork und Vught untergebracht, oft in unbeheizten Baracken.
„Es war eine Schande. Dass Jetten heute hier ist, ist ein wichtiges Signal: endlich Anerkennung.“
Nina Nussy, deren Großeltern ebenfalls auf der Lloydkade von Bord gingen, erinnerte sich daran, wie ihr Großvater, ein Soldat erster Klasse, zur Arbeit in einer Mehlfabrik geschickt wurde und gezwungen war, 60 Prozent seines Einkommens an den niederländischen Staat für die Unterkunft abzugeben. „Das fühlt sich an, als ob man sich selbst gedemütigt hätte“, sagte sie.
Mehr als Worte
Der Premierminister warnte davor, die molukkische Geschichte auf die Zugentführung bei De Punt im Jahr 1977 zu reduzieren, als neun bewaffnete südmoluccische Jugendliche wochenlang einen Intercity-Zug in ihrer Gewalt hatten. „Lassen Sie die Niederlande nicht weiter den Fehler machen, die Geschichte der molukkischen Gemeinschaft auf die Entführungen zu verengen“, sagte Jetten. Er betonte, dass der Entschuldigung konkrete Schritte folgen müssten: weitere historische Forschung, Konsultation mit der Gemeinschaft und Aufnahme der molukkischen Geschichte in die Bildung.
Bürgermeister Joost Manusama von Capelle aan den IJssel hatte den Premierminister zuvor aufgefordert, über Worte hinauszugehen: „Ich habe Premierminister Jetten gebeten, nicht nur um Entschuldigung zu bitten, sondern auch ein Programm zu entwickeln, damit die Geschichte der Molukker in den Niederlanden angemessen in die Bildung aufgenommen wird.“
Gemischte Gefühle in der Gemeinschaft
Die Reaktionen unter den molukkischen Organisationen waren geteilt. Paul Salakory, Vorsitzender der Stichting Molukkers in Overijssel, begrüßte das Denkmal, sagte aber, dass jede Entschuldigung 75 Jahre zu spät komme.
„Meine Eltern und viele andere, die dies erlebt haben, sind nicht mehr da. Jetzt wird diese Anerkennung eigentlich der zweiten Generation zuteil. Wir spüren immer noch den Schmerz, die Traurigkeit und die Ohnmacht, aber es geht um die Menschen, die es selbst erlebt haben.“
Manoah Salampessy, ein 36-jähriger Molukker, der im Kulturbereich arbeitet, sagte, viele in der Gemeinschaft wollten überhaupt keine Entschuldigung. „Viele Leute warten nicht auf Ausreden. Sie denken, sie kommen zu spät, weil nur noch wenige Menschen der ersten Generation am Leben sind. Außerdem gibt es wenig Vertrauen in die niederländische Regierung wegen des Unrechts der Vergangenheit.“ Salampessy hatte eine Therapie für Traumata im Zusammenhang mit der molukkisch-niederländischen Vergangenheit und erinnerte sich daran, als Kind eine Kirche in einer feuchten ehemaligen Kaserne besucht zu haben.
Jetten erkannte an, dass der Schmerz über Generationen hinweg anhält. „Dieser Schmerz wird von späteren Generationen getragen“, sagte er und betonte, dass die Entschuldigung ausgesprochen wurde, während die letzten Mitglieder der ersten Generation noch am Leben sind. Das Ulu-Kora-Denkmal, so sagte er, sei eine Hommage an die Tausenden von KNIL-Soldaten und ihre Familien, „die dachten, sie kämen vorübergehend und hofften auf eine schnelle Rückkehr. Eine Hoffnung, die mit der Zeit verblasste.“
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- NOSPremier Rob Jetten biedt excuses aan voor behandeling eerste generatie Molukkers: 'Verdriet en pijn in zoveel gezinnen'
- TelegraafPremier Jetten biedt Molukse gemeenschap officiële excuses aan: 'U wordt gezien'
- NOSMoluks monument brengt erkenning, maar 'excuses komen 75 jaar te laat'
- Trouw'Veel Molukkers zitten niet op excuses te wachten': Manoah Salampessy over pijn, boosheid en erkenning
- Rob Jetten
- Premierminister der Niederlande, der die formelle Entschuldigung aussprach
- Joost Manusama
- Bürgermeister von Capelle aan den IJssel, der den Premierminister zur Entschuldigung aufforderte
- Jan Tahamata
- Einer der ersten Molukker, die 1951 ankamen, Initiator des Denkmals
- Yordi Tahamata
- Vorsitzender der Stichting Landelijk Moluks Monument und Neffe von Jan Tahamata
- Paul Salakory
- Vorsitzender der Stichting Molukkers in Overijssel, Kritiker, der erklärte, die Entschuldigung komme 75 Jahre zu spät
- Manoah Salampessy
- Molukkischer Kulturfachmann, der äußerte, dass viele in der Gemeinschaft keine Entschuldigung wünschen
- Rocky Tuhuteru
- Programmgestalter, der die Enthüllungszeremonie des Denkmals moderierte
- Nina Nussy
- Organisatorin, die am Denkmal beteiligt war, Enkelin von Molukkern, die 1951 ankamen
- Orte
- Rotterdam, Niederlande
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