Musik · Kapstadt, Zürich und München
Abdullah Ibrahim, südafrikanischer Jazzpianist, dessen „Mannenberg“ zur Anti-Apartheid-Hymne wurde, stirbt mit 91 Jahren
Der Pianist verband afrikanische Traditionen mit amerikanischem Jazz, um die Apartheid herauszufordern. Er starb friedlich in Deutschland im Alter von 91 Jahren.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von ANSA.it, SRF News, Frankfurter Allgemeine und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er
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Kurz gefasst
Abdullah Ibrahim, geboren als Adolph Johannes Brand im Jahr 1934, starb am 15. Juni 2026 friedlich in Deutschland.
Seine Komposition von 1974 wurde zum musikalischen Symbol des Widerstands und zur inoffiziellen Nationalhymne des Kampfes.
Ein zufälliger Auftritt im Africana Club im Jahr 1963 führte zu einer Mentorschaft, die seine internationale Karriere startete.
Ibrahim spielte bei der Vereidigung Nelson Mandelas und gründete später eine Jazzschule in Kapstadt.
- Mai 1994Tritt bei der Amtseinführung von Präsident Nelson Mandela auf
- 2024Welttournee zum 90. Geburtstag, erstes Konzert in Kapstadt seit fünf Jahren
- 15.06.Stirbt friedlich in Deutschland im Alter von 91 Jahren
Frühes Leben und Exil
Adolph Johannes Brand wurde am 9. Oktober 1934 im Stadtteil Kensington von Kapstadt geboren. Mit sieben Jahren begann er mit dem Klavierunterricht, geprägt von seiner Mutter und Großmutter, die beide Kirchenpianistinnen waren. Mit 15 Jahren trat er bereits professionell in Swingbands auf. 1958 gründete er das Dollar Brand Trio, das sich zusammen mit dem Trompeter Hugh Masekela zu den Jazz Epistles weiterentwickelte und 1960 das aufnahm, was als erste Jazzplatte eines schwarzen südafrikanischen Ensembles gilt. Die Schikanen unter der Apartheid zwangen ihn 1962, Südafrika zu verlassen. Er ließ sich in Zürich nieder und spielte im Africana Club, wo Duke Ellington ihn im Februar 1963 hörte und zu seinem Mentor wurde.
Konversion und die Geburt einer Hymne
1968 konvertierte Brand zum Islam und nahm den Namen Abdullah Ibrahim an. Sechs Jahre später nahm er das fast 14-minütige Stück „Mannenberg“ auf, benannt nach einem Kapstädter Township, das durch Zwangsumsiedlungen entstanden war. Die Melodie, die Gospel, Folk und Jazz miteinander verbindet, wurde zum Schlachtruf des Widerstands. Ibrahim erinnerte sich später:
„Wir jungen Leute lebten unter diesem schrecklichen Regime, das uns aufgezwungen wurde, der Apartheid. Alles wurde uns verwehrt. Aber was sie uns nicht nehmen konnten, war der Zugang zu uns selbst. Wir spielten unsere Musik und überwanden die Grenzen, die sie uns auferlegen wollten.“
Die Platte wurde zur inoffiziellen Nationalhymne der Anti-Apartheid-Bewegung. Ihre Reichweite reichte über Südafrika hinaus; es kursierten Geschichten, dass sie sogar politische Gefangene auf Robben Island erreichte.
Mandelas Amtseinführung und weltweite Anerkennung
1994 trat Ibrahim bei der Amtseinführung Nelson Mandelas als erstem schwarzen Präsidenten Südafrikas auf und gründete eine Jazzschule in Kapstadt. In einer Karriere von mehr als sieben Jahrzehnten nahm er über 70 Alben auf und erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter 2019 den Jazz Masters Award des National Endowment for the Arts der Vereinigten Staaten. Seinen 90. Geburtstag feierte er 2024 mit einer Welttournee, die ihn zum ersten Mal seit fünf Jahren wieder nach Kapstadt führte.
Letzte Jahre in Deutschland
Nach jahrzehntelangem Exil, zuletzt im Chiemgau nahe München, starb Ibrahim am 15. Juni 2026 friedlich im Alter von 91 Jahren, umgeben von seiner Familie, nach kurzer Krankheit. Seine Partnerin Marina Umari sagte:
„Abdullah starb friedlich mit Südafrika und seinen Menschen im Herzen. Seine Liebe zu seinem Land hat nie nachgelassen, egal in welchem Teil der Welt er sich befand.“
Der südafrikanische Präsident Cyril Ramaphosa würdigte ihn als „einen Kulturaktivisten, der gegen die Apartheid kämpfte“ und mit seiner musikalischen Brillanz und seinem Engagement für eine bessere Welt das Leben bereicherte.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- ANSA.itAddio ad Abdullah Ibrahim, gigante del jazz e voce della lotta contro l'apartheid - Musica
- SRF NewsSüdafrikanischer Jazzpianist - Abdullah Ibrahim - der Heiler mit 88 Tasten
- Frankfurter AllgemeineNachruf auf den Jazzpianisten Abdullah Ibrahim
- Le TempsLa nuit où Abdullah Ibrahim a joué devant Duke Ellington à Zurich
- Abdullah Ibrahim
- südafrikanischer Jazzpianist und Komponist
- Duke Ellington
- amerikanische Jazzlegende und Mentor Ibrahims
- Nelson Mandela
- erster schwarzer Präsident Südafrikas
- Cyril Ramaphosa
- Präsident Südafrikas
- Dr Marina Umari
- Partnerin von Abdullah Ibrahim
- Hugh Masekela
- südafrikanischer Trompeter und Mitbegründer der Jazz Epistles
- Orte
- Kapstadt, Zürich, München, New York City
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