
Atlético Madrid reicht FIFA-Beschwerde wegen angeblichen illegalen Kontakts zu Julián Álvarez ein
Der spanische Klub beschuldigt Barcelona des illegalen Kontakts, um den Transfer des argentinischen Stürmers zu erzwingen; ein früheres Angebot über 100 Mio. Euro liegt weiterhin vor.
Atlético Madrid hat beim Weltfußballverband FIFA offiziell Beschwerde gegen den FC Barcelona eingelegt. Dem katalanischen Klub wird vorgeworfen, unerlaubten Kontakt zum argentinischen Stürmer Julián Álvarez aufgenommen zu haben, um ihn zum Weggang vom Wanda Metropolitano zu drängen. Barcelona bestätigte am Donnerstag, dass es die Mitteilung über die Beschwerde vom Weltverband erhalten habe.
Álvarez drängt auf Abschied
Der 26-jährige Stürmer, der 2022 mit Argentinien Weltmeister wurde, machte seine Absichten während der WM 2026 deutlich. Nach dem Gruppenspiel seiner Nationalmannschaft gegen Österreich am 22. Juni sagte er vor Reportern, ein Abschied von Atlético liege im Interesse aller Beteiligten.
Ich denke, das Beste für alle ist ein Transfer. Ich möchte meinen Traum verwirklichen.
Álvarez war 2024 für eine Ablösesumme von rund 85 Millionen Euro von Manchester City zu Atlético gewechselt und steht bis zum Sommer 2030 unter Vertrag. Seine Ausstiegsklausel beträgt 500 Millionen Euro.
Barcelonas Werben und Atléticos Widerstand
Barcelona-Präsident Joan Laporta bestätigte Anfang Juli, dass der Klub ein Angebot über 100 Millionen Euro für den Stürmer abgegeben habe. Das Angebot liege weiterhin auf dem Tisch, so Quellen innerhalb des katalanischen Klubs.
Atléticos Geschäftsführer Miguel Angel Gil Marín lehnte das Ansinnen damals in deutlichen Worten ab.
Wir wollen ihn nicht abgeben, wir akzeptieren das Angebot von 100 Millionen Euro nicht, und wir werden auch keines von 150 oder 200 akzeptieren.
Barcelona sucht einen Ersatz für den polnischen Stürmer Robert Lewandowski, der den Klub am Ende der vergangenen Saison verlassen hatte. Spanische Medien berichteten wiederholt, dass Álvarez davon träume, für den Klub zu spielen, bei dem sein Idol und Nationalmannschaftskollege Lionel Messi den Großteil seiner Karriere verbracht hat.
Die Nebenhandlung um Real Madrid
Noch vor dem Angebot aus Barcelona hatte Atlético im Juni bereits ein 150-Millionen-Euro-Angebot von Real Madrid abgelehnt. Dieser Schritt wurde in der spanischen Presse weithin als Versuch von Real-Präsident Florentino Pérez gedeutet, einen möglichen Transfer zu einem direkten Rivalen zu erschweren und ein Wahlversprechen einzulösen.
Beschwerde löst zwei Verfahren aus
Die Beschwerde von Atlético wirft Barcelona vor, die Interaktionen mit Álvarez außerhalb der erlaubten Verhandlungsfenster geführt zu haben, um den Spieler zu einem erzwungenen Abgang zu bewegen. Neben der FIFA-Eingabe reichte der Madrider Klub laut lokalen Medienberichten auch eine Beschwerde beim spanischen Fußballverband (RFEF) ein. Der RFEF hat die Einreichung bislang nicht bestätigt und reagierte nicht sofort auf Anfragen.
- Real Madrids 150-Millionen-Euro-Angebot von Atlético abgelehnt
- Álvarez sagt nach Argentiniens WM-Spiel, ein Transfer sei 'das Beste für alle'
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- Atlético reicht FIFA-Beschwerde ein; Barcelona erhält Mitteilung
Nachdem Barcelona nun die FIFA-Mitteilung erhalten hat, tritt der Streit in eine formelle Disziplinarphase ein. Der spanische Verband könnte ein eigenes Verfahren eröffnen, um die Umstände zu prüfen. Ein Zeitplan für eine Entscheidung der FIFA steht noch nicht fest, und Barcelonas 100-Millionen-Euro-Angebot bleibt vorerst das einzige offizielle Angebot auf dem Tisch.
- Angebot Barcelona
- 100 Mio. EUR
- Angebot Real Madrid
- 150 Mio. EUR
- Ablöseklausel
- 500 Mio. EUR

