Verkehr · Ahmedabad und Leicester
Angehörige des Air-India-Absturzes fordern ein Jahr nach 260 Toten in Ahmedabad weiterhin Antworten
Am ersten Jahrestag der Katastrophe von Air-India-Flug AI171 versammelten sich die Hinterbliebenen in Ahmedabad zu Gebeten, während die Untersuchung des Absturzes mit 260 Toten noch immer nicht abgeschlossen ist.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von The Independent, BBC, Al Jazeera Online und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Angehörige versammelten sich zu Gebeten und Kerzenlicht-Trauerkundgebungen; Air India legte weltweit eine zweiminütige Schweigeminute ein.
Indische Ermittler analysieren noch die Triebwerke; statt des Abschlussberichts wird ein Zwischenbericht erwartet.
Vorläufige Ergebnisse zeigten, dass die Treibstoffschalter auf Cutoff gestellt wurden; der Vater des Kapitäns fordert eine unabhängige Untersuchung.
Angehörige sagen, sie seien von der Fluggesellschaft mit Schweigen bedacht worden und stießen bei der Informationsbeschaffung auf Hindernisse.
Klagen laufen in Großbritannien und den USA; die Entschädigung für die meisten Familien kommt nur langsam voran.
- 1.04.Triebwerkstests im Rahmen der Ermittlungen durchgeführt
- 1.05.Ermittler besuchen Frankreich zur Untersuchung der Triebwerkssteuereinheit
- 12.06.Erster Jahrestag: Zwischenbericht erwartet, Abschlussbericht verzögert
Gedenkfeiern zum ersten Jahrestag
Angehörige der 260 Menschen, die beim Absturz von Air-India-Flug AI171 in Ahmedabad ums Leben kamen, versammelten sich am Freitag zu Gebeten und Kerzenlicht-Trauerkundgebungen. Air India legte in allen Niederlassungen weltweit von 13:39 bis 13:41 Uhr IST eine zweiminütige Schweigeminute ein – genau zum Zeitpunkt der Katastrophe vor einem Jahr.
„Zum Gedenken an AI171 werden wir am 12. Juni von 13:39 bis 13:41 Uhr IST eine zweiminütige Schweigeminute einlegen. Die Mitarbeiter können diesen Moment an ihren Arbeitsplätzen begehen.“
Der Absturz und seine Opfer
Am 12. Juni 2025 prallte die nach London unterwegs Boeing 787 Dreamliner Sekunden nach dem Start gegen ein Wohnheim einer medizinischen Hochschule. Bei dem Aufprall kamen 241 der 242 Menschen an Bord sowie 19 weitere am Boden ums Leben, 67 wurden verletzt. Ein Passagier, Vishwash Kumar Ramesh, überlebte. Die beschädigten Wohnheimgebäude bleiben geschlossen; der Bundesstaat Gujarat plant ihren Abriss mit Mitteln der Tata Group, die 75 % der Anteile an Air India hält.
Stockende Ermittlungen sorgen für Frustration
Das indische Büro für Flugunfalluntersuchung (AAIB) hat noch keinen Abschlussbericht vorgelegt. Nach internationalen Regeln muss ein Abschlussbericht innerhalb eines Jahres vorgelegt werden, oder es muss an jedem Jahrestag ein Zwischenbericht erscheinen. Quellen bei Reuters zufolge soll am Freitag ein Zwischenbericht erscheinen, die abschließende Untersuchung verzögert sich jedoch aufgrund laufender Triebwerksanalysen um Monate. Die Ermittler testeten die Triebwerke im April und besuchten im Mai Frankreich, um die Triebwerkssteuereinheit zu untersuchen.
Ein im Juli 2025 veröffentlichter Vorbericht stellte fest, dass die Treibstoffsteuerschalter Sekunden nach dem Start von „Run“ auf „Cutoff“ und 10 Sekunden später wieder zurück bewegt wurden, die Triebwerke jedoch bereits ausgehungert waren. Die Cockpit-Aufzeichnung deutete darauf hin, dass der Kapitän möglicherweise den Treibstoff abgestellt hatte, doch das AAIB erklärte, es sei zu früh, um endgültige Schlussfolgerungen zu ziehen.
Familien fordern Wahrheit
Angehörige sagen, sie hätten von der Fluggesellschaft kaum Informationen erhalten; einige beschreiben Schweigen als Antwort auf E-Mail-Anfragen. Bhavika Patel, die ihren Ehemann und ihre Schwiegermutter verlor, brachte die Frustration vieler zum Ausdruck.
„Ich weiß nicht, wessen Fehler, aber wer auch immer den Fehler gemacht hat, sie müssen uns die Wahrheit sagen.“
Pushkar Raj Sabharwal, der Vater des Kapitäns, hat beim Obersten Gerichtshof Indiens eine unabhängige Untersuchung beantragt.
„Wie kann man ihm die Schuld geben?“
Suresh Patni, dessen Sohn einen Teestand betrieb und bei der Katastrophe ums Leben kam, sagte, die Familie trauere noch immer tief.
„Ich kann nicht glauben, dass es schon ein Jahr her ist.“
Rechtsstreitigkeiten und offizielle Signale
Mindestens 135 Familien sind in Klagen gegen Air India und Boeing in Großbritannien und den USA vertreten. Der Luftfahrtanwalt Mike Andrews sagte, die Angehörigen seien von der Fluggesellschaft auf „Hindernisse“ gestoßen. Indiens ziviler Luftfahrtminister Ram Mohan Naidu erklärte letzten Monat, die Untersuchung befinde sich in der „letzten Phase“ und der Bericht werde „voraussichtlich“ bis zum Jahrestag fertig sein, fügte jedoch hinzu, dass das AAIB unabhängig arbeite und kein Fertigstellungstermin garantiert sei.
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Quellen und Kontext
- The IndependentAir India marks crash anniversary with two minutes' silence - but no sign of report
- BBCNeed To Know Leicestershire - Air India crash families still waiting for answers - BBC Sounds
- Al Jazeera OnlineA year after Air India crash killed 260: Do we know what happened?
- ReutersVictims' families mark Air India crash anniversary with prayers and tributes
- Suresh Patni
- Vater eines bei dem Air-India-Absturz getöteten Teestandbetreibers
- Pushkar Raj Sabharwal
- Vater von Flug AI171-Kapitän Sumeet Sabharwal, bestreitet Pilotenfehler
- Bhavika Patel
- Verlor ihren Ehemann und ihre Schwiegermutter bei dem Absturz
- Sagar Patel
- Geschäftsführer aus London, der seine Mutter Hasumatiben Patel verlor
- Shweta Parihar
- Verlor ihren Ehemann Abhinav Parihar bei dem Absturz
- Vishwash Kumar Ramesh
- Einziger Überlebender des Air-India-Absturzes, britischer Staatsbürger
- Sanjiv Patel
- Vertreter des Absturzüberlebenden Vishwash Kumar Ramesh
- Ram Mohan Naidu
- Indiens ziviler Luftfahrtminister, sagte, die Untersuchung sei in der 'letzten Phase'
- Mike Andrews
- Luftfahrtanwalt, der etwa 135 betroffene Familien vertritt
- Sumeet Sabharwal
- Kapitän von Flug AI171, der bei dem Absturz ums Leben kam
- Orte
- London
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