Ihre Datenschutzeinstellungen

Wir verwenden Analyse, um Pollar zu verbessern, und mit Ihrer Einwilligung Marketing-Tools (Meta, X), um unsere Werbung zu messen. Sie können dies jederzeit in den Einstellungen ändern.

Datenschutzerklärung
Pollar
StartFragenLiveBriefSoundsFilmsSucheKarteMärkteBenachrichtigungenFür Sie
SträngeMärkte
NewsroomPollar unterstützen
Datenschutz
Von Leserinnen und Lesern getragen

Kostenlos, und das bleibt so

Keine Werbung. Die Mitgliedschaft hält Pollar unabhängig.

ab34,99 €/Jahr

Pollar unterstützen
Mitgliedschaft

Mitglieder sehen dieses Feld nicht.

  • Unterstützer34,99 €/Jahr
  • Förderer79,99 €/Jahr
Pollar unterstützen

Heutiger Brief

Hacker garen Ware im Kühlschrank

Russland verschmäht Feuerpausen, Angriffe, Sanktionen und Cyberschocks überfordern Regierungen in ganz Europa

Der Tag brachte die vertraute Mischung aus harter Macht und anfälligeren Systemen, die unter Druck versagen. Russland lehnte eine ukrainische Waffenruhe für Wahlen ab, Saudi-Arabien schloss nach Huthi-Angriffen seinen wichtigsten Flughafen, und europäische Supermärkte entdeckten, dass ein gehackter Kühlschrank ein nationales Problem sein kann.

Brief lesen

Jetzt live

Alle Live-Berichte
  • Rebellenallianz in DR Kongo gebildet

    Joseph Kabila gründet in Goma die politisch-militärische Koalition FRN und verbündet sich mit M23-Rebellen.

  • Huthi greifen Ziele in Saudi-Arabien an

    Saudische Abwehr fing ballistische Rakete über dem King Khalid International Airport ab, nachdem Huthi den Angriff reklamierten.

  • RJ Mitte mit 34 Jahren gestorben

    Der Breaking Bad-Schauspieler RJ Mitte ist im Alter von 34 Jahren in Texas gestorben, wie Behörden bestätigen.

Im Rampenlicht

Alle Stränge

Welt · Aktualisiert vor 6 m

Der Krieg in der Ukraine und seine Grenzen

Russische Angriffe auf ukrainische Energieanlagen hielten an, und die Waffenruhe bleibt unbestätigt, ohne neue diskrete Ereignisse über die bereits erfassten hinaus.

Kontakt
StartBriefSträngeFragen
Kategorien
© Neue Zürcher Zeitung
Regierung·14. Juli

Gedenkfeier im Ahrtal: Steinmeier erinnert an Flutopfer von 2021 und warnt – Deutschland ist noch nicht bereit für die nächste Katastrophe

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat am Dienstag in Düsseldorf und im Ahrtal der 184 bis 188 Opfer der Flutkatastrophe vom Juli 2021 gedacht. Die Katastrophe sei eine unmissverständliche Warnung, auf die Deutschland noch nicht vollständig geantwortet habe, sagte Steinmeier.

Gedenkfeiern in Düsseldorf und im Ahrtal

Fünf Jahre nach der verheerenden Flut im Ahrtal und den umliegenden Regionen kamen Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, die Ministerpräsidenten der betroffenen Länder, Überlebende und Angehörige an mehreren Gedenkstätten zusammen. Im Landtag von Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf sprach Steinmeier bei einer Gedenkstunde an der Seite von NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) und Landtagspräsident André Kuper (CDU), an der auch Angehörige der Opfer und Einsatzkräfte teilnahmen. Der Bundespräsident bezeichnete die Katastrophe als unmissverständliche Warnung. „Wir sind es den Menschen, die in dieser Nacht alles verloren haben, schuldig, den ernsthaften, konsequenten Willen aufzubringen, dass wir auf solche Katastrophen besser vorbereitet sind und das tun, was gegen den fortschreitenden Klimawandel möglich ist“, sagte Steinmeier. Anschließend reiste er ins Ahrtal, eröffnete die Fotoausstellung „We Ahr Strong. Five years, a new perspective“ in Altenahr und legte einen Kranz an der Friedhofskapelle in Ahrweiler nieder.

Wir sind es den Menschen, die in dieser Nacht alles verloren haben, schuldig, den ernsthaften, konsequenten Willen aufzubringen, dass wir auf solche Katastrophen besser vorbereitet sind und das tun, was gegen den fortschreitenden Klimawandel möglich ist.

— Frank-Walter Steinmeier

Die menschlichen Kosten und die Nacht vom 14. auf den 15. Juli 2021

Starkregen am 14. und 15. Juli 2021, mit mehr als 150 Millimetern binnen 24 Stunden, ließ die sonst ruhige Ahr und ihre Nebenflüsse über die Ufer treten. Die Flut verwandelte ländliche Straßen in reißende Ströme, riss Autos und Brückenteile mit sich und trieb Menschen in Kellern und Dachgeschossen in die Enge. Als die Flut in den frühen Morgenstunden des 15. Juli ihren Höhepunkt erreichte, waren fast 200 Menschen tot: 136 im Kreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz und 49 in Nordrhein-Westfalen, so Steinmeiers Angaben. Im Lebenshilfe-Heim für Menschen mit geistiger Behinderung in Sinzig starben zwölf Bewohner, als das Wasser sie im Schlaf überraschte. Eine Überlebende, Carola Körbel, schilderte die Nacht dem rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Gordon Schnieder (CDU) bei seinem Besuch in der wiederaufgebauten Einrichtung. „Das war die schlimmste Nacht, die ich je in meinem Leben erlebt habe“, sagte sie und erinnerte an eine beste Freundin, die ums Leben kam. Mit der Hand zeigte sie einen Wasserstand über ihrem Kopf.

Das war die schlimmste Nacht, die ich je in meinem Leben erlebt habe. Eine der Toten war meine beste Freundin.

— Carola Körbel

Unabhängigen Pollar unterstützen

Die Mitgliedschaften Unterstützer und Förderer halten jeden Artikel kostenlos lesbar und fügen Offline-Lesen, Audio und einen sponsorenfreien Brief hinzu.

Mitgliedschaftsstufen ansehen

Eine Warnung, die zu spät weitergereicht wurde

Ermittlungen und Berichte nach der Flut ergaben, dass der Europäische und der Deutsche Wetterdienst in den Tagen vor der Katastrophe zunehmend dringliche Warnungen herausgegeben hatten. Das Europäische Hochwasser-Frühwarnsystem (EFAS) alarmierte die deutschen Behörden bereits am 9. Juli vor einer hohen Hochwasserwahrscheinlichkeit im Rheineinzugsgebiet. Am 12. Juli prognostizierte der Deutsche Wetterdienst (DWD) „schweren Dauerregen“ für die kommenden Tage. Am Morgen des 14. Juli warnte der DWD vor „extremem Unwetter“ und rief zur Vorsicht auf. Der Kreis Ahrweiler erklärte die Alarmstufe 5 jedoch erst um 22:00 Uhr am 14. Juli und ordnete Evakuierungen innerhalb von 50 Metern Entfernung zur Ahr an. Allein in diesem Kreis starben 136 Menschen. Gegen den Landrat wurde wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung und Körperverletzung durch Unterlassen ermittelt, die Staatsanwaltschaft stellte das Verfahren jedoch ein. In der politischen Folge traten die damalige grüne Umweltministerin von Rheinland-Pfalz, Anne Spiegel, und der SPD-Innenminister Roger Lewentz zurück.

Schutzlücken und schleppender Bau

In einem Interview mit dem Tagesspiegel sagte der Hochwasserschutzexperte Holger Schüttrumpf, dass die Frühwarnsysteme nach 2021 deutlich verbessert worden seien (Cell Broadcast, der jährliche Warntag und Apps wie Nina oder Katwarn), der bauliche Hochwasserschutz aber hinterherhinke. Nordrhein-Westfalen habe Genehmigungen erteilt und weitreichende Planungen für Rückhaltebecken an Rur, Inde und Erft abgeschlossen. Rheinland-Pfalz habe Pläne für 18 Rückhaltebecken an der Ahr. Doch fünf Jahre später sei, so Schüttrumpf, in keinem der beiden Länder auch nur eines dieser Becken im Bau. Er warnte, dass bei einem vergleichbaren Extremregenereignis heute die überfluteten Gebiete ähnlich aussehen würden wie 2021. „Wir sind mit den baulichen Hochwasserschutzmaßnahmen einfach noch nicht weit genug“, sagte er und machte langwierige Genehmigungsverfahren verantwortlich, die viele Jahre in Anspruch nähmen.

Wir sind mit den baulichen Hochwasserschutzmaßnahmen einfach noch nicht weit genug.

— Holger Schüttrumpf

Appelle zum Klimaschutz und Anerkennung der Solidarität

Steinmeier stellte die Flut als eine direkte Warnung im Zusammenhang mit der Klimakrise dar und sagte, Deutschland dürfe den Klimaschutz nicht aus den Augen verlieren. „Weder im Kampf gegen die Ursachen solcher Katastrophen noch bei dem Bemühen, widerstandsfähiger zu werden gegen Hitze, Dürre und Extremwetter, sind wir bereits dort, wo wir eigentlich sein sollten“, so Steinmeier. Er lobte zudem ausführlich die Solidarität, die nach der Katastrophe gezeigt worden sei. Freiwillige kamen aus Städten in ganz Deutschland (Wermelskirchen, Köln, Berlin und dem Ruhrgebiet), tausende an manchen Wochenenden, mit Schaufeln, Eimern und Kuchen, „Tag für Tag, wochen- und monatelang, lange nachdem die Fernsehkameras abgezogen waren“, erinnerte Steinmeier. Bei der Fotoausstellung in Altenahr hörte er sich die Berichte von Überlebenden an, darunter der 89-jährige Eberhard, dem eine Welle seine Frau aus den Armen gerissen hatte, und Laura, damals 13 Jahre alt, die sich an den Schrecken der Nacht erinnerte. Steinmeier sagte, der Jahrestag sei sowohl ein Tag des Schmerzes als auch eine Erinnerung an ein „beeindruckendes Maß an Solidarität“, das im Tal erfahren wurde.

In der Stunde der Not sind wir ein starkes, solidarisches Land. Wir helfen einander. Wir stehen zusammen.

— Frank-Walter Steinmeier
Schlüsselmomente vor und während der Ahrtal-Flut 2021
  1. 9. Juli 2021EFAS alarmiert deutsche Behörden vor hoher Hochwasserwahrscheinlichkeit im Rheineinzugsgebiet.
  2. 12. Juli 2021Deutscher Wetterdienst prognostiziert 'schweren Dauerregen' in den kommenden Tagen.
  3. 14. Juli, 08:00DWD warnt vor 'extremem Unwetter' und ruft zur Vorsicht auf.
  4. 14. Juli, 22:00Kreis Ahrweiler erklärt Alarmstufe 5, ordnet Evakuierungen innerhalb von 50 m zur Ahr an.
  5. 15. Juli, 01:00Flut erreicht ihren Höhepunkt; Wasser zerstört Häuser, Straßen und Brücken im gesamten Tal.
Altenahr · Sinzig · Bad Neuenahr-Ahrweiler · Düsseldorf
Frank-Walter SteinmeierGordon SchniederHendrik WüstAndré KuperCarola KörbelHolger SchüttrumpfAnne SpiegelRoger Lewentz
Frank-Walter SteinmeierAltenahrAndré KuperAnne SpiegelBad Neuenahr-AhrweilerCarola KörbelDüsseldorfGordon Schnieder

8 Quellen

  • Flut in Sinzig: "Die schlimmste Nacht, die ich erlebt habe"
    DIE WELT·14. Juli
  • Die Jahrhundertflut im Ahrtal: Was wurde gelernt - und was nicht?
    Neue Zürcher Zeitung·14. Juli
  • Landtag Düsseldorf: Fünf Jahre nach der Flut - Steinmeier warnt vor Klimaversagen
    RP Online·14. Juli
  • Fünf Jahre nach der Flut: Steinmeier erinnert an Opfer und mahnt zu entschlossenem Handeln
    N-tv·14. Juli
  • Gedenken: Steinmeier im Ahrtal: Dieser Tag ist "Auftrag an uns alle
    Der Tagesspiegel·14. Juli
  • Steinmeier würdigt Solidarität nach Ahrtalflut
    Süddeutsche Zeitung·14. Juli
  • Was hat Deutschland aus der tödlichen Ahrtal-Flut gelernt?: "Wenn sich 2021 heute wiederholen würde, wären die Folgen ähnlich
    Der Tagesspiegel·14. Juli
  • Flutkatastrophe im Ahrtal: Frank-Walter Steinmeier würdigt Solidarität nach Ahrtal-Katastrophe
    ZEIT ONLINE·14. Juli

Pollar Weekly abonnieren

Die Woche in Nachrichten, jeden Freitag. Kostenlos.

Kostenlos. Jederzeit abbestellbar.

Mehr aus Politik & Wirtschaft
▶ Pollar Films·Auswahl der Redaktion·2:48·Makroökonomie

Öl über 100 Dollar treibt globale Anleiheverkäufe an – britische Gilt-Renditen auf höchstem Stand seit 2007

Die Nordseesorte Brent stieg am Donnerstag um 4,7 Prozent auf 104,87 Dollar je Barrel und befeuerte eine globale Verkaufswelle bei Anleihen, die die Rendite zehnjähriger britischer Gilts auf 5,527 Prozent trieb – den höchsten Stand seit Juli 2007.

aufgenommen am 12. Okt.

KI-generiert·
Konflikte·seit 12. Okt.·akt. vor 3 Std.
© Ειδήσεις - νέα - Το Βήμα Online

Huthi-Angriffe auf Flughafen Riad führen zu Flugausfällen und Delta-Verschiebung

Huthi-Angriffe auf den König-Khalid-Flughafen in Riad am Wochenende und erneut am Sonntag haben den Flughafen bis zum 17. Oktober geschlossen gehalten, während Lufthansa, Etihad und Delta ihre Saudi-Arabien-Verbindungen gestrichen oder verzögert haben.

Artikel lesen
Regierung·seit 10. Okt.·akt. vor 2 Std.

Katholischer Erzbischof fordert katholische US-Soldaten auf, den Dienst im Erschießungskommando für Hasan zu verweigern

Timothy Broglio, der Erzbischof, der die katholische Militärseelsorge beaufsichtigt, hat katholischen Soldaten, die dem Erschießungskommando zugeteilt sind, geraten, ihre Befreiung von dieser Aufgabe zu beantragen. Das Pentagon plant, Nidal Hasans Hinrichtung am 3. Dezember 2026 live zu übertragen.

Artikel lesen
Mehr erfahren