Konflikte · Mailand
Salvini fordert Stopp der italienischen Hilfen für die Ukraine – Tajani bestätigt neues Militärpaket
Der am 25. Oktober mit 465 zu 146 Stimmen wiedergewählte Lega-Chef Matteo Salvini will, dass Italien aufhört, Geld und Waffen nach Kiew zu schicken. Vize-Regierungschef Antonio Tajani entgegnete, das nächste italienische Militärpaket sei bereits fertig.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Il Messaggero, La Repubblica.it, ANSA.it und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Salvini wurde am 25. Oktober mit 465 Stimmen gegen 146 für Massimo Garavaglia als Lega-Chef wiedergewählt und bat die Delegierten um ein Mandat, im Kabinett auf einen Stopp von Geld und Waffen für die Ukraine zu drängen.
Vize-Regierungschef und Außenminister Antonio Tajani sagte, das nächste Militärpaket sei bereits fertig und werde so bald wie möglich nach Kiew geschickt; eine Änderung der Linie schloss er aus.
Die Lega liegt in Umfragen bei etwa 5 Prozent, nach 9 Prozent bei der vorigen Parlamentswahl, während Roberto Vannaccis Futuro Nazionale in den Umfragen vor ihr liegt. Die nächste Parlamentswahl steht 2027 an.
Salvinis Forderung bringt ihn in Gegensatz zu Ministerpräsidentin Giorgia Meloni, deren Regierung innerhalb von EU und NATO ein verlässlicher Unterstützer der Ukraine war; die Lega ist der kleinere Partner der Koalition.

Salvinis Forderung auf dem Lega-Kongress
Matteo Salvini wurde am 25. Oktober mit 465 Delegiertenstimmen gegen 146 für Senator Massimo Garavaglia, seinen einzigen Herausforderer, als Chef der Lega wiedergewählt. Seine neue Amtszeit läuft bis 2030. Knapp zwei Wochen vor dem Kongress war Salvini als Parteichef zurückgetreten – angesichts interner Streitigkeiten über die Ausrichtung der Partei und wachsenden Drucks von der rechtsextremen Futuro Nazionale, die der frühere General Roberto Vannacci gegründet hat. Vor der Abstimmung bat Salvini von der Bühne aus die Delegierten um ein ausdrückliches Mandat, die Position der Partei in den Ministerrat zu tragen, und ließ anschließend per Handzeichen abstimmen. Die Delegierten applaudierten seiner Ankündigung.
- Matteo Salvini
- 465 Stimmen
- Massimo Garavaglia
- 146 Stimmen
Daten aus dem Artikeltext
„Wir können nicht weiter Geld und Waffen in die Ukraine schicken.“
Salvini begründete seinen Vorstoß mit der Bilanz Italiens in den vergangenen vier Jahren. Er sagte, Italien habe Kiew mehr als vier Jahre lang unterstützt, Sanktion um Sanktion gebilligt und 90 Milliarden Euro sowie eine nicht gezählte Zahl von Waffenpaketen geschickt. Er habe den Überblick über die Pakete verloren.
Tajani lehnt einen Stopp der Hilfen ab
Vize-Regierungschef und Außenminister Antonio Tajani beantwortete Fragen zu Salvinis Position am Rande eines Besuchs in der Montebello-Kaserne in Mailand. Er sagte, die Linie der Regierung zur Ukraine sei unverändert, das nächste Militärpaket sei bereits vorbereitet und werde so bald wie möglich nach Kiew geschickt. Tajani äußerte zudem die Hoffnung auf ein Treffen zwischen Selenskyj und Putin, möglichst unter amerikanischer und europäischer Beteiligung, mit dem Ziel, Frieden zu erreichen. Er beharrte darauf, dass der Frieden ein gerechter sein müsse und eine Niederlage der Ukraine nicht das Ergebnis sein dürfe.
„Meine Position ist bekannt: Wir stehen an der Seite der Ukraine und werden ihr so lange helfen, wie es nötig ist.“
Auf die Frage, ob die Lega bei der nächsten Parlamentswahl Forza Italia überholen könne, wollte Tajani nicht eingehen. Er sagte, die Regierung sei nicht dazu da, Polemik zu betreiben, es zählten Ergebnisse, und verwies auf das Abschneiden bei den Europawahlen als Maßstab.
Umfragen und die Wahl 2027
Die Rzeczpospolita berichtet, die Lega liege in Umfragen derzeit bei etwa 5 Prozent, nach 9 Prozent bei der vorigen Parlamentswahl. Italiens nächste Parlamentswahl steht 2027 an. Dem Bericht und N-tv zufolge liegt Vannaccis Futuro Nazionale in den Umfragen vor der Lega. Die Lega ist der kleinere Partner in der Regierungskoalition von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni, deren Regierung innerhalb von EU und NATO ein verlässlicher Unterstützer der Ukraine war. Salvinis Haltung steht damit in klarem Gegensatz zu Melonis entschieden pro-ukrainischem Kurs.
- Vorige Parlamentswahl
- 9 %
- Aktuelle Umfragen (rund 5 %)
- 5 %
Daten aus dem Artikeltext
N-tv bringt Salvinis Vorstoß mit dem Druck von rechts in Verbindung und merkt an, er versuche, Wähler am rechten Rand zu halten und sich beim Thema Ukraine-Hilfen zu profilieren. Die Rzeczpospolita beschreibt seine Position als regierungsferner und prorussischer. Der Vorstoß der Lega wird sich daher am Kabinettstisch erweisen müssen, wo Tajanis Ministerium das nächste Militärpaket bereits vorbereitet hat.
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Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Il MessaggeroWaffen für die Ukraine, Tajani: „Salvini? Neues militärisches Hilfspaket für Kiew bereit"Armi all'Ucraina, Tajani: "Salvini? Pronto nuovo pacchetto di aiuti militari a Kiev" · Original auf Italienisch
- La Repubblica.itTajani distanziert sich von Salvini: „Neues militärisches Hilfspaket für Kiew bereit"Tajani sconfessa Salvini: "Pronto nuovo pacchetto di aiuti militari a Kiev · Original auf Italienisch
- ANSA.itTajani: „Salvini? Ein neues militärisches Hilfspaket für Kiew ist bereit“Tajani: 'Salvini? Pronto un nuovo pacchetto di aiuti militari a Kiev' - Notizie · Original auf Italienisch
- RzeczpospolitaEin Appell zum Stopp der Hilfe für die Ukraine ist im Westen erschienen. Das sagt ein stellvertretender Ministerpräsident eines großen EU-LandesNa Zachodzie pojawił się apel o wstrzymanie pomocy dla Ukrainy. Mówi to wicepremier dużego kraju UE · Original auf Polnisch
- Matteo Salvini
- Italienischer Vize-Regierungschef, Minister für Infrastruktur und Verkehr und am 25. Oktober 2026 wiedergewählter Lega-Chef
- Antonio Tajani
- Italienischer Vize-Regierungschef und Außenminister sowie Forza-Italia-Politiker, der das nächste Militärpaket für die Ukraine bestätigte
- Massimo Garavaglia
- Senator, der Salvini den Lega-Vorsitz streitig machte und 146 Stimmen erhielt
- Giorgia Meloni
- Italienische Ministerpräsidentin, die die Regierungskoalition mit der Lega anführt
- Roberto Vannacci
- Ehemaliger Lega-Politiker und früherer General, dessen neue Partei Futuro Nazionale in Umfragen vor der Lega liegt
- Volodymyr Zelensky
- Ukrainischer Präsident, mit dem Tajani ein Treffen mit Wladimir Putin erhofft
- Vladimir Putin
- Russischer Präsident, den Tajani in seinem Aufruf zu einem Treffen mit Selenskyj nannte
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