Beamte der Guardia di Finanza aus Mailand und Monza Brianza haben eine „banca occulta“ zerschlagen – ein verborgenes Finanznetzwerk, das der organisierten Kriminalität dient. Die Operation läuft am 21. Oktober auf Grundlage einer Sicherungsanordnung des Ermittlungsrichters in Mailand, auf Antrag der Anti-Mafia-Staatsanwaltschaft (DDA) und in Abstimmung mit der Nationalen Direktion für Anti-Mafia und Anti-Terrorismus. Die Ermittlungen gingen aus einem wirtschafts- und finanzpolizeilichen Verfahren in Mailand hervor, unterstützt von der Einheit in Monza. Die Ermittler werfen einer Vereinigung vor, die mafiöse Methode angewandt und sich mit internationaler Geldwäsche, Steuerbetrug, Insolvenzdelikten, Drogenhandel und Waffendelikten befasst zu haben. Berichte beschreiben das Netzwerk als Verbindung aus Scheinrechnungen und grenzüberschreitenden Geldbewegungen.
Laut Ermittlern erstellte das Netzwerk über 110 Millionen Euro an Scheinrechnungen. Rund 68 Millionen Euro wurden zudem international über Kryptowährungen gewaschen, die die Ermittler als zentralen Teil des Systems betrachten. Parallel zu den Festnahmen werden Vermögenswerte von insgesamt über 21 Millionen Euro beschlagnahmt – Bargeld, Bankkonten, Kryptowährungen, Autos, Boote, Schmuck, Luxusuhren und Geldzählmaschinen. Die Ermittler rekonstruieren die Finanzströme; laut Fanpage gehen sie davon aus, dass die beschlagnahmten Güter mit Erlösen aus der illegalen Tätigkeit gekauft wurden.
Daten aus dem Artikeltext
Gegen 30 Personen wird ermittelt, 16 wurden in Haft und 14 unter Hausarrest gestellt. Die Ermittler bringen die Verdächtigen mit der 'ndrangheta, der Camorra und der sogenannten Quarta-Mafia in Verbindung, der organisierten Kriminalität aus Foggia. Unter den Festgenommenen ist Domenico Bruno, ein Fahrer der Staatsanwaltschaft beim Ermittlungsrichter in Mailand, der für beschlagnahmte Vermögenswerte zuständig war. Er wurde unter Hausarrest gestellt und wird des unbefugten Zugriffs auf ein Computersystem beschuldigt; zudem ist er in ein separates Ermittlungsverfahren verwickelt. Ein Mailänder Anwalt ist neben weiteren Personen aus der organisierten Kriminalität in die Untersuchung verwickelt. Laut Fanpage wird Bruno in dem anderen Verfahren beschuldigt, die Freigabe von 989.000 Euro aus wenige Tage zuvor beschlagnahmtem Geld angestrebt zu haben.
Daten aus dem Artikeltext
Auch in Spanien und der Schweiz laufen Festnahmen, begleitet von Durchsuchungen in mehreren italienischen Provinzen. Mehr als 350 Angehörige der Guardia di Finanza sind beteiligt, unterstützt von Spezialeinheiten und der Antiterror-Einheit Pronto Impiego der Truppe. Die Einsätze in Spanien und der Schweiz werden von der I-CAN-Einheit von Interpol unterstützt, die sich auf die Zusammenarbeit gegen die 'ndrangheta konzentriert. Diese Einheit arbeitet mit Sicherheitsexperten der Zentraldirektion für Kriminalpolizei zusammen, die in Madrid und Bern stationiert sind. Die Berichte nennen keine gesonderte Zahl für die im Ausland vorgenommenen Festnahmen.
Die Details wurden am Morgen der Operation veröffentlicht, die Festnahmen in Spanien und der Schweiz liefen zu diesem Zeitpunkt noch. Die Berichte enthalten noch keine Aussagen der Verdächtigen oder ihrer Anwälte. Sie sagen auch nicht, wann die Verfahren vor Gericht kommen oder wie mit den beschlagnahmten Vermögenswerten verfahren wird.
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Pollar unterstützenSicherheit · Mailand und Monza
Ermittler in Mailand und Monza erklären, das Netzwerk habe über 110 Millionen Euro an Scheinrechnungen erstellt und 68 Millionen Euro über Kryptowährungen gewaschen. Auch in Spanien und der Schweiz laufen Festnahmen.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Il Sole 24 ORE, Il Fatto Quotidiano, Fanpage und weiteren Medien. Veröffentlicht .