Italien schließt Autobahn- und Distanzverbote für Fahrer über 85 im überarbeiteten Gesetz aus
Das italienische Verkehrsministerium bestätigte, dass Fahrer über 85 strenge medizinische Untersuchungen statt Autobahnverbote oder 100-Kilometer-Reisebeschränkungen erhalten, während die Smartphone-Regeln für Fahrer und querende Fußgänger verschärft werden.
Klarstellung des Ministeriums zu Altersgrenzen für Fahrer
Das italienische Ministerium für Infrastruktur und Verkehr veröffentlichte am 23. August 2026 eine offizielle Mitteilung, um Berichte über vorgeschlagene Fahrbeschränkungen für Senioren zu widerlegen. Nachrichtenberichte hatten darauf hingedeutet, dass die Entwurfsphase des neuen italienischen Straßenverkehrsgesetzes strenge Fahrverbote speziell für Autofahrer ab 85 Jahren vorsah. Die gemeldeten Vorschläge umfassten ein vollständiges Autobahnverbot, eine Betriebsbeschränkung auf einen 100-Kilometer-Radius um die Wohnung sowie besondere Einschränkungen in Bezug auf Alkoholkonsum. Das Ministerium stellte klar, dass solche Beschränkungen nicht im endgültigen Gesetzesrahmen enthalten sein werden. Beamte stellten fest, dass ältere Bürger das Recht behalten, auf Autobahnen zu fahren und über lokale Grenzen hinaus ohne Entfernungsbegrenzungen zu navigieren.
Strukturelle Überarbeitungen in den Entwurfstiteln
Nach Angaben des Verkehrsministeriums griff Verkehrsminister Matteo Salvini ein, um sicherzustellen, dass ältere Fahrer im Rahmen der überarbeiteten Verkehrsregeln keinen systematischen Beschränkungen oder Sanktionen ausgesetzt werden. Das Ministerium erklärte, dass restriktive Vorschläge, die Bürger über 85 betreffen, aus dem Entwurf der Verhaltensregeln in Titel II gestrichen wurden. Ähnliche Verweise waren auch in die Verwaltungstabelle von Titel V aufgenommen worden, die unter Mitwirkung technischer Experten aus anderen Regierungsabteilungen erstellt wurde. Der endgültige Gesetzesentwurf wird alle Verweise auf Altersgrenzen sowohl aus Titel II als auch aus der Tabelle von Titel V vollständig entfernen.
Auf ausdrücklichen Wunsch von Minister Salvini wurden die Bestimmungen zu dieser Angelegenheit bereits vor einiger Zeit aus den Verhaltensregeln von Titel II entfernt, um diese Altersgruppe nicht zu benachteiligen. Folglich wird der Verweis im endgültigen Text auch aus der Tabelle von Titel V gestrichen, an der auch Techniker anderer Verwaltungen mitgearbeitet haben. Gleichzeitig sind genauere ärztliche Untersuchungen für die Sicherheit der über 85-Jährigen selbst und aller Verkehrsteilnehmer geplant.
Anstelle von Fahrverboten bestätigte das Verkehrsministerium, dass das aktualisierte Gesetz strengere und genauere medizinische Untersuchungen für Fahrer ab 85 Jahren vorsieht. Die Regierung erklärte, dass diese verbesserten Gesundheitsuntersuchungen direkt auf die Beurteilung der Fahrtauglichkeit abzielen. Durch die Anordnung gezielter medizinischer Checks anstelle pauschaler Verbote beabsichtigen die Behörden, die Sicherheit älterer Fahrer und anderer Verkehrsteilnehmer zu schützen.
Sanktionen bei Handynutzung für Fahrer und Fußgänger
Neben den Bestimmungen für ältere Autofahrer bestätigte das Ministerium härtere Strafen für Ablenkungen durch Mobiltelefone auf italienischen Straßen. Das aktualisierte Straßenverkehrsgesetz erhöht die Sanktionen für Autofahrer, die während des Führens eines Kraftfahrzeugs Smartphones benutzen. Die gesetzlichen Beschränkungen für die Nutzung mobiler Geräte werden auch auf Fußgänger ausgeweitet, die aktiv Straßen überqueren.
Bestätigt werden hingegen die Verschärfungen bei der Nutzung von Smartphones während der Fahrt, die auch auf Fußgänger beim Überqueren der Straße ausgeweitet werden, während die Nutzung von Freisprecheinrichtungen oder Kopfhörern weiterhin erlaubt bleibt, sofern sie nicht gegen Sicherheitsvorschriften verstößt.
Nach den aktualisierten Regelungen dürfen Fahrzeugführer weiterhin Freisprechtechnik, einschließlich Freisprechanlagen und Kopfhörer, verwenden, solange diese Geräte nicht gegen Sicherheitsvorschriften verstoßen. Das Verkehrsministerium bekräftigte, dass das endgültige Gesetz darauf abzielt, gerätebedingte Ablenkungen einzudämmen, während ältere Autofahrer ihre rechtmäßige Mobilität in ganz Italien behalten.


