Regierung · Rom und Mailand

Italien schlägt 26-prozentige Wegzugssteuer für wohlhabende Steuerauswanderer vor

Der Haushaltsentwurf der Regierung Meloni für 2027 sieht eine Steuer von 26 Prozent auf unrealisierte Kapitalgewinne für Steuerpflichtige mit mindestens 800.000 Euro Vermögen vor, die ihren steuerlichen Wohnsitz ins Ausland verlegen. Vermögensberater warnen, dies könne Expats vertreiben, die im Rahmen der Pauschalsteuerregelung nach Italien gekommen sind.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Financial Times News, Il Fatto Quotidiano, Bloomberg Business und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Rom, Mailand · Italien
Wie es dazu kam
  1. 2017Pauschalsteuer für neue wohlhabende Ansässige in Höhe von 100.000 Euro pro Jahr eingeführt
  2. 1.01.Wegzugssteuer würde für Wohnsitzverlegungen ab diesem Datum gelten
  3. 3.11.Wegzugssteuer in den dem Parlament vorgelegten Haushaltsentwurf 2027 aufgenommen

Der Vorschlag

Die Regierung Meloni hat in ihrem am Wochenende dem Parlament vorgelegten Haushaltsentwurf für 2027 eine Wegzugssteuer von 26 Prozent aufgenommen. Sie soll für Personen mit einem Vermögen von 800.000 Euro oder mehr gelten, die ihren steuerlichen Wohnsitz aus Italien verlegen, sowie für Personen, die in den zehn Jahren vor dem Wegzug sechs Jahre lang steuerlich in Italien ansässig waren. Besteuert würden Buchgewinne auf Vermögenswerte wie Aktien und Unternehmensbeteiligungen, auch wenn diese nicht verkauft wurden.

Die Maßnahme soll für Wohnsitzverlegungen ab dem 1. Januar 2027 gelten. Steuerpflichtige hätten 180 Tage Zeit, die Steuer zu begleichen; wer in einen anderen EU-Mitgliedstaat oder in ein Land mit einem Steuerabkommen mit Italien zieht, könnte die Zahlung bis zum Verkauf der Vermögenswerte aufschieben, sofern die Hälfte des geschuldeten Betrags im Voraus gezahlt und eine ausreichende Sicherheit gestellt wird.

Bedenken von Vermögensberatern

Anwälte für Privatvermögen warnen, der Schritt könne Italiens Attraktivität für die Superreichen der Welt und für andere Berufsgruppen verringern. Charlie Sosna, Leiter für Privatvermögen und Steuern bei Mishcon de Reya, sagte, die Maßnahme werde viele Mandanten, die nach Italien gezogen seien, sehr nervös machen.

„Das ist ein wirklich bedeutender Schritt, und einer, der viele Mandanten, die dorthin gezogen sind oder sich generell dort niedergelassen haben, sehr nervös machen wird.“

Charlie Sosna

Das italienische Finanzministerium reagierte nicht auf eine Anfrage nach einer Stellungnahme. Maurizio Fresca, leitender Steueranwalt bei Chiomenti in Rom, sagte, mehrere Aspekte des Vorschlags seien noch ungeklärt, darunter das Verhältnis zur Pauschalsteuerregelung und zu anderen Steueranreizen.

Hintergrund zur Pauschalsteuer

Seit 2017 versucht Italien, wohlhabende Neubürger mit einer Pauschalsteuer anzuziehen, die es neuen Ansässigen ermöglicht, bis zu 15 Jahre lang eine jährliche Abgabe auf ausländische Einkünfte zu zahlen. Die Abgabe begann bei 100.000 Euro pro Jahr, die Regierung unter Meloni hat sie zweimal erhöht, inzwischen liegt sie für neue Begünstigte bei 300.000 Euro. Italien bietet zudem Steuervergünstigungen für berufstätige Fachkräfte, darunter auch für aus dem Ausland zurückkehrende Italiener.

Die italienische Regierung erwartet aus der Wegzugssteuer 2027 Einnahmen von rund 3,7 Millionen Euro, die in den vier Folgejahren auf etwa 6,7 Millionen Euro jährlich steigen sollen. Wohlhabende Auswanderer, die 2025 nach Italien gezogen sind, fallen nicht darunter, da die Maßnahme nur Personen erfasst, die sechs der vorangegangenen zehn Jahre dort ansässig waren.

Weiterer Kontext

Mehrere europäische Länder, darunter Deutschland, Frankreich und Spanien, erheben bereits Wegzugssteuern für wohlhabende Privatpersonen, ebenso die Vereinigten Staaten. Die spanische Regelung gilt für Personen mit mehr als 4 Millionen Euro Vermögen, während Italiens Schwelle das Bruttovermögen ohne Abzug von Krediten oder Hypotheken zugrunde legt. Der Vorschlag muss noch das Parlament passieren, wo er geändert werden könnte.

Prognostizierte Staatseinnahmen aus der WegzugssteuerMio. Euro
2027
3.7 Mio. Euro
2028-2031 (pro Jahr)
6.7 Mio. Euro

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